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Jutta Merwald hat in 16 Jahren deutliche Spuren am Gymnasium Veitshöchheim hinterlassen - Nun Schulleiterin in Karlstadt

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

In ihrer 16jährigen Tätigkeit am Gymnasium Veitshöchheim hat Jutta Merwald deutliche Spuren hinterlassen. Keine Frage, dass ihre Verabschiedung heute im Mittelpunkt der Jahresabschlussfeier des 70köpfigen Kollegiums in der Schulaula stand, wo ihr Personalrat und die Fachschaften Deutsch und Englisch mit originellen Texten,  als bleibende Erinnerung zusammengefasst in der Broschüre "Geschenkte Worte" und Präsenten wie einer Bücher-Torte mit der Inschrift "Enjoy the next chapter - All the best" einen großen Abschied bereiteten. Dazu bei trugen auch die Musiklehrer Claudia von der Goltz, begleitet von Wolfgang Cimander am Piano mit Louis Armstrongs Song "Give me a kiss to build a dream on", aus dem Merwald  2005 anlässlich des 1. Welttag des Buches  " Give me a book to build a dream on" gemacht hatte.

In ihrer 16jährigen Tätigkeit am Gymnasium Veitshöchheim hat Jutta Merwald deutliche Spuren hinterlassen. Keine Frage, dass ihre Verabschiedung heute im Mittelpunkt der Jahresabschlussfeier des 70köpfigen Kollegiums in der Schulaula stand, wo ihr Personalrat und die Fachschaften Deutsch und Englisch mit originellen Texten, als bleibende Erinnerung zusammengefasst in der Broschüre "Geschenkte Worte" und Präsenten wie einer Bücher-Torte mit der Inschrift "Enjoy the next chapter - All the best" einen großen Abschied bereiteten. Dazu bei trugen auch die Musiklehrer Claudia von der Goltz, begleitet von Wolfgang Cimander am Piano mit Louis Armstrongs Song "Give me a kiss to build a dream on", aus dem Merwald 2005 anlässlich des 1. Welttag des Buches " Give me a book to build a dream on" gemacht hatte.

Studiendirektorin Jutta Merwald, seit dem Schuljahr 2015/2016 die ständige Vertreterin des Schulleiters hatte  heute am  Gymnasium Veitshöchheim ihren letzten Arbeitstag. Die 55jährige stieg nach zwei Jahren erneut die Karriereleiter hoch und übernimmt ab August die Leitung des Johann-Schöner-Gymnasiums in Karlstadt.

Die Würzburgerin hat Deutsch und Englisch in ihrer Heimatstadt studiert und kam zum Schuljahr 2001/2002, also bereits im zweiten Jahr des Bestehens des Landkreisgymnasiums nach Veitshöchheim, wo sie ihre beiden Studienfächer unterrichtete.

Wie sie sagt, habe sie damals gleich Blut geleckt, sich einzubringen in die Aufbauarbeit des jungen Gymnasium, das ein innovatives Konzept und ein neues Bild von der Rolle des Lehrers propagierte.

Im Herbst 2006 übernahm sie die Funktion der 2. Fachbetreuerin Deutsch und stieg drei Jahre später zur Fachreferentin beim hiesigen Ministerialbeauftragten auf.

Viele haben sie, so Schulleiter Dieter Brückner, als Lehrerin mit Leib und Seele, mit klaren Prinzipien, mit großer Empathie für ihre Schüler und mit großer Liebe für ihre beiden Unterrichtsfächer kennen und schätzen gelernt.

Und sie habe die Schule mit ihren zuletzt 660 Schülern auch weit über den Unterricht hinaus geprägt und bereichert. Die Zahl der Aufgaben, die sie ausübte und der Projekte, die sie initiierte, organisierte und zu festen Bestandteilen des Schullebens machte, sind beeindruckend.

2008 rief sie das Lokal-regionale Lesenetzwerk ins Leben: Grundschulen, Kindergärten und Kindertagesstätten links und rechts des Mains werden unter anderem von an der Schule ausgebildeten Lesescouts besucht und regelmäßig an das Gymnasium zu eigenen literarischen Veranstaltungen eingeladen.  Merwald: "Mein Ziel war es, Leseförderung in die Hände der Jugendlichen zu legen, sie zu Akteuren der literarischen Kultur, ja zu Botschaftern des Buchs zu machen".

Auf ihre Initiative hin wurde das Veitshöchheimer Gymnasium 2011„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Besondere Anerkennung erfuhren die seit 2012 beispielhaft von Schülern übernommenen Bildungspatenschaften für Flüchtlingskinder. Die aktive Auseinandersetzung mit dem Flüchtlingselend, so Merwald, greife hinaus in den gesellschaftspolitischen Raum und dürfte nicht ohne Wirkung auf das Heranreifen der Jugendlichen zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten geblieben sein. Es sei der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule, sie in ihrer Gestaltungskompetenz zu fördern und sie zu aktiver Teilhabe in dieser Welt anzuregen.

Die Bücherpyramide in der Aula, die über 30 Lesekoffer mit fachbezogenen Jugendbücher für alle Jahrgangsstufen der Unter- und der Mittelstufe sind nach Brückners Worten sichtbare Zeichen von Merwalds Engagement, dem die Schule auch den intensiven Kontakt zum Arena-Verlag verdanke.

Im Arbeitskreis Innere Schulentwicklung war sie ebenso engagiert tätig, wie als Gleichstellungsbeauftragte und als Ständige Stellvertreterin habe sie neben vielfältigen pädagogischen und organisatorischen Aufgaben die Neugestaltung der Schulhomepage vorangebracht.

Überregional tätig ist Merwald als freie Mitarbeiterin des Arenaverlags und als Beraterin und Autorin des Schulbuchverlags Klett, als Regionalbeauftragte für Leseförderung und Schulbibliothek in Unter-/Oberfranken und Gutachterin am ISB Leseforum Bayern, als Referentin an der Akademie für Lehrerbildung und Personalführung in Dillingen mit Publikationen in Fachzeitschriften.

Brückner: "Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Ich verliere mit Jutta Merwald eine außerordentlich kreative, kollegiale, konstruktive und vor allem in jeder Hinsicht verlässliche Mitarbeiterin."

Die künftige Karlstadter Schulleiterin wohnt in Zell, ist verheiratet, hat zwei leibliche und drei Stiefkinder.

Für Jutta Merwald sind die 16 Jahre am Gymnasium Veitshöchheim 16 erfüllte, lebendige Jahre mit vielen spannenden Entwicklungen, Höhepunkten, aber auch einigen Enttäuschungen.

Merwald: "Mit Schülern vertieft an einem Projekt-Thema zu arbeiten, etwas Bleibendes zu generieren, an das sie sich noch erinnern, wenn sie längst die Schulmauern verlassen haben, das allein war Faszination für mich als Projektleiterin dran zu bleiben".

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