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Energiewende durch innovative Technologie im GaLaBau - LWG testet vollelektrisch betriebenen Radlader der Firma Kramer mit sieben GaLaBau-Firmen der Region

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Simon Mayer, Produktmanager der Firma Kramer aus Pfullendorf, weist im Bild die Vertreter der sieben am Tauglichkeitstest beteiligten Firmen Hentschel Gartengestaltung-Landschaftsbau GmbH, Pflanze + Garten GmbH, PlantaPhant GmbH, Garten Lindner GmbH, Fleischhacker GmbH & Co. KG, Garten- und Landschaftsbau Seufert GmbH & Co. KG und Pflanzen Weiglein GbR in die Handhabung des Radladers ein.

Simon Mayer, Produktmanager der Firma Kramer aus Pfullendorf, weist im Bild die Vertreter der sieben am Tauglichkeitstest beteiligten Firmen Hentschel Gartengestaltung-Landschaftsbau GmbH, Pflanze + Garten GmbH, PlantaPhant GmbH, Garten Lindner GmbH, Fleischhacker GmbH & Co. KG, Garten- und Landschaftsbau Seufert GmbH & Co. KG und Pflanzen Weiglein GbR in die Handhabung des Radladers ein.

Am Donnerstag startete die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim  den Test des ersten allradgelenkten vollelektrisch betriebenen Radladers 5055e seiner Größenklasse der Firma Kramer.

"Wir wollen damit der Branche des Garten- und Landschaftsbaus (GaLaBau) eine Möglichkeit für ein erfolgreiches Gelingen der Energiewende aufzeigen" erläuterte  Jürgen Eppel, Abteilungsleiter der Landespflege an der LWG, den Vertretern der sieben zum Test ausgewählten Partnerfirmen des Garten- und Landschaftsbaus aus der Region Würzburg.

Jeder Testkandidat nutzt den Radlader unter normalen Baustellenbedingungen für eine Woche, begleitet von Lydia Piller, die als halbtags an der LWG angestellte Energieberaterin das Projekt "Energiewende im GaLaBau" unter dem Dach des Projektes LandSchafftEnergie des bayerischen Landwirtschaftsministeriums betreut. Piller: "Wir erhoffen uns dadurch ein Urteil aus der Praxis über die Tauglichkeit dieser Maschine für die Nutzung im Garten- und Landschaftsbau." Die beteiligten GaLaBau-Firmen sollen testen, ob der Elektro-Radlader in der Praxis das hält, was die Firma Kramer bezüglich Lärmemission, Wendigkeit und Laufzeit verspricht.

Wie Kramer-Produktmanager Simon Mayer bei der Präsentation voller Stolz sagte, wurde der Elektro-Radlader seiner Firma gleich zur Markteinführung im April 2016 auf der weltgrößten Messe mit der hohen Auszeichnung des Bauma Innovationspreises in der Kategorie Maschine bedacht, da er einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und höheren Effizienz der Kunden leiste.

CO2-Emissionen, Lärm und Rußpartikel von Dieselmotoren gehörten damit der Vergangenheit an. Der kosteneffiziente und vor allem emissionsfreie Elektroantrieb ermögliche es auch in Gebäuden, autofreien Zonen sowie in lärmempfindlichen sowie ökologisch sensiblen Bereichen wie Wasser- und Landschaftsschutzgebieten zu arbeiten. Je nach Einsatzgebiet des Radladers reiche eine Akkuladung für einen Arbeitseinsatz bis zu fünf Stunden.

Aber auch ökonomisch bietet der innovative Radlader nach den Worten von Mayer durchaus Vorteile. Zwar verursache die Batterie bei sonst gleichen Kondititionen Mehrkosten. Bei einer prognostizierten Lebensdauer der Batterie von 5.500 Stunden würden sich die Mehrkosten schon nach 2.650 Stunden Betrieb amortisieren. Der Produktmanager rechnete vor, dass bei einem Dieselmotor in einer Stunde fünf Liter verbraucht werden, bei einem Dieselpreis von 1,19 Euro als 6,05 Euro Kosten anfallen. Beim im Gegensatz dazu abgas- und geräuschfreien Elektromotor würden die Betriebskosten bei einem Verbrauch von 5,2 kW/h a 0,21 Euro nur bei 1,08 Euro liegen. Pro Stunde könnten so je nach Einsatz zwischen 4 und 5 Euro eingespart werden. Aber auch nach den 5.500 Stunden Betrieb sei die Batterie noch zu 80 Prozent einsatzfähig.

Größter Energieverbrauch ist der Einsatz der Heizung. Während der normale Betrieb nur 160 Watt erfordert, fallen laut Mayer beim Einsatz der Heizung 1,9 Kilowatt an. Dies würde beim Dauereinsatz der Heizung zur Folge haben, dass die Batterie bereits nach 3 1/2 Stunden wieder aufgeladen werde müsse. Bei der Einsatzzeit von 5 Stunden der Batterie wurden je 1/3 Schaufel-, Stapel- und Transportbetrieb unterstellt.

BatterieHerzstück des Radladers 5055e ist die 1.230 Kilogramm schwere, laut Mayer komplettwartungsfreie Batterie ohne Nasszellen mit 80 Volt Spannung, deren Blei-Säure-Vlies zu 100 Prozent recyclebar sei. Der Ladevorgang dauert sieben bis acht Stunden. Der Anschluss an eine 16 A abgesicherte Schuko-Steckdose reiche aus. Das Ladegerät ist in die Batterie integriert. Das Gehäuse der Batterie kann von außen mit einem Hochdruckreiniger und innen mit einem feuchten Tuch gesäubert werden.

 

Der Kramer-Elektroradlader hat einen Schaufelinhalt von 0.65 m³, ein hydraulisches Schnellwechselsystem, Abmessungen in  L/B/H in mm von 4,950, 1.650 und 2.390, eine Bodenfreiheit von 280 mm, einen Wenderadius Außenkante Rad von 2.700 mm und Außenkante Schaufel von 3.550 mm, eine maximale Geschwindigkeit von 16 km/h. Fahrantrieb und Arbeitshydraulik laufen über eine getrennten Leistungselektronik.

Der Kramer-Elektroradlader hat einen Schaufelinhalt von 0.65 m³, ein hydraulisches Schnellwechselsystem, Abmessungen in L/B/H in mm von 4,950, 1.650 und 2.390, eine Bodenfreiheit von 280 mm, einen Wenderadius Außenkante Rad von 2.700 mm und Außenkante Schaufel von 3.550 mm, eine maximale Geschwindigkeit von 16 km/h. Fahrantrieb und Arbeitshydraulik laufen über eine getrennten Leistungselektronik.

Die Firma Kramer

Die Kramer-Werke GmbH aus Pfullendorf gehört zur Wacker Neuson SE mit Hauptsitz in München. Im Unternehmen Kramer arbeiten rund 450 Mitarbeiter. Die weltweit agierende Firmengruppe zeichnet sich durch innovative Spitzenprodukte in den Bereichen Baugeräte und Kompaktbaumaschinen aus.

Die Kramer-Werke GmbH ist ein produzierendes mittelständisches Unternehmen, das viel Wert auf die eigene Forschung und Entwicklung legt. Unter dem Markennamen Kramer werden kompakte Radlader, Teleradlader und Teleskopen in die Bauwirtschaft, Landwirtschaft, Garten- und Landschaftsbau, Kommunen, Mietparks und Recyclingunternehmen vertrieben. Alle Produkte der Marke Kramer zeichnen sich durch fortschrittliche Technik und höchste Qualität aus.

Der kontinuierliche Erfolg des Unternehmens und das überproportionale Wachstum der letzten Jahre führte zur größten Investition der Firmengeschichte, dem Neubau des Werks in Pfullendorf. Nach der Verlagerung der gesamten Produktion und Verwaltung werden dort seit dem zweiten Quartal 2008 in einer der modernsten Fertigungsstätten Europas Baumaschinen produziert.

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