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Ein besonderer Tag in der Veitshöchheimer Kaserne: Zwölf Soldaten erhielten ihre Prüfungszeugnisse als Helfer vor Ort vor großer Kulisse

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Zur Erinnerung an die Zeugnisausgabe nach bestandener Prüfung stellten sich zum Gruppenbild mit Firstresponder-Kreisbrandmeisterin Julia Sacher und ihren fünf Ausbildern sowie v.l. dem Standortältesten und stellvertretenden Divisionskommandeur Brigadegeneral Michael Podzus, Bürgermeister Jürgen Götz und Veitshöchheims Feuerwehrkommandant Robert Röhm die zwölf neuen Ersthelfer aus den Reihen der in der Balthasar-Neumann-Kaserne beheimateten Stabskompanie und der Stabsfernmeldekompanie der 10. Panzerdivision

Zur Erinnerung an die Zeugnisausgabe nach bestandener Prüfung stellten sich zum Gruppenbild mit Firstresponder-Kreisbrandmeisterin Julia Sacher und ihren fünf Ausbildern sowie v.l. dem Standortältesten und stellvertretenden Divisionskommandeur Brigadegeneral Michael Podzus, Bürgermeister Jürgen Götz und Veitshöchheims Feuerwehrkommandant Robert Röhm die zwölf neuen Ersthelfer aus den Reihen der in der Balthasar-Neumann-Kaserne beheimateten Stabskompanie und der Stabsfernmeldekompanie der 10. Panzerdivision

Nun ist es offiziell: Im besonderen Rahmen der Jahresabschlussfeier des Stabes der 10. Panzerdivision, die per Biwak mit Lagefeuer und Fackelschein auf dem Gelände am Schenkenturm über die Bühne ging, erhielten zwölf Soldaten, darunter zwei Frauen ihrer Prüfungszeugnisse nach komprimierter Ausbildung zum Helfer vor Ort (HvO).

Sie decken ab 7. Januar 2017 in Dreiergruppen im Schichtdienst   als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Veitshöchheim die Tagesalarmierung von Montag bis Freitag von sieben bis 16 Uhr ab und entlasten so die neun bisherigen Mitglieder der von Martin Hagenau geleiteten HvO-Gruppe der Veitshöchheimer Floriansjünger, die bisher aufgrund ihrer Berufstätigkeit Probleme hatten in diesen Zeiträumen, zum Einsatz zu kommen.

Die Zeugnisse übergab die Firstresponder-Kreisbrandmeisterin Julia Sacher an Stefan Alsmann, Christoph Eschenbacher, Georg Teich, Julian Oye, Markus Burkhardt, Nadine Dworak, Ryan Archer, Florian Schaack, Christian Kirchner und Jeannine Heinrich.
Die Zeugnisse übergab die Firstresponder-Kreisbrandmeisterin Julia Sacher an Stefan Alsmann, Christoph Eschenbacher, Georg Teich, Julian Oye, Markus Burkhardt, Nadine Dworak, Ryan Archer, Florian Schaack, Christian Kirchner und Jeannine Heinrich.

Die Zeugnisse übergab die Firstresponder-Kreisbrandmeisterin Julia Sacher an Stefan Alsmann, Christoph Eschenbacher, Georg Teich, Julian Oye, Markus Burkhardt, Nadine Dworak, Ryan Archer, Florian Schaack, Christian Kirchner und Jeannine Heinrich.

Ein besonderer Tag in der Veitshöchheimer Kaserne: Zwölf Soldaten erhielten ihre Prüfungszeugnisse als Helfer vor Ort vor großer Kulisse

Der Standortälteste Michael Podzus sprach in Anwesenheit der über 300 militärischen und ziviilen Mitarbeiter des Stabes der 10. Panzerdivision von einem besonderen Tag in der Bundeswehr, von einem Pilotprojekt und von einem "Scheck für die Zukunft".

Es sei nämlich seines Wissens nach bisher einmalig, dass die Bundeswehr außerhalb ihrer Sanitätseinheiten eine Helfer vor Ort-Gruppe während der Dienstzeit stelle und sich dafür zwölf seiner Leute freiwillig gemeldet hätten.

Es sei eine bunt gemischte Truppe vom LKW-Fahrer über den IT-Fachmann bis zum Personal-Feldwebel mit Verpflichtungen von acht bis 15 Jahren und einen Berufssoldaten. Vertreten sind alle Dienstgrade von den Mannschaften bis zum Offizier im Alter von 23 bis 45 Jahren. Sie alle hatten bisher wie jeder Bundeswehrsoldat den Ersthelfer-Alpha-Kurs absolviert. Für ihre Tätigkeit als HvO'ler mussten sie nun noch eine komprimierte 41stündige Ausbildung absolvieren, in der u.a. Anatomie, Physiologie, Wundversorgung, Blutdruckmessen, Reanimation sowie das Assistieren bei der notärztlichen Versorgung lernten. Abgeschlossen wurde die Ausbildung am 9. Dezember mit einer theoretischen und praktischen Prüfung. Darüber hinaus hatte Feuerwehrkommandant Robert Röhm die neuen Ersthelfer zwei Tage lang über Funkeinsatz, Ortskunde und Sonderrechte bei HvO-Einsätzen geschult. Sie erhielten nun auch ein Zeugnis über die Ausbildung als Sprechfunker im Digitalfunk.

Ansprechpartner der Gruppe sind  Hauptmann Andreas Hügel und Hauptfeldwebel Christian Kirchner. Hügel war es ein Anliegen ausdrücklich festzustellen, dass alle Mitglieder gleiche Rechte und Pflichten hätten, unabhängig vom Dienstgrad und Geschlecht.

Der Veitshöchheimer Feuerwehr-Kommandant Robert Röhm rechnet in der werktäglichen Einsatzzeit der Bundeswehrsoldaten pro Woche mit durchschnittlich vier Einsätzen. Erfahrungsgemäß handele es sich dabei überwiegend um Arbeitsunfälle, Verletzungen beim Sport und häufig auch um Krankheitsfälle von Tagestouristen. Wie Hauptfeldwebel Kirchner sagte, würden seine Leute in 3er-Teams aufgeteilt und im wöchentlichen Wechsel Einsatzbereitschaft haben. Die für den Einsatz vorgesehene Feuerwehr-Sanitäts-Kleidung werde von der Bundeswehr gestellt.

General Podzus versicherte, dass die bei Einsätzen in Uniform der Veitshöchheimer Wehr ausrückenden Soldaten, keine Angst zu haben brauchen, wenn ein Einsatz über die Dienstzeit hinaus erfolge. Dies sei nicht zu ihrem Schaden.

Als Einsatzfahrzeug stellt ihnen die Gemeinde einen vollausgestatteten Fiat Ducato zur Verfügung, der der Feuerwehr als Ersthelferfahrzeug diente, bis sie dann Mitte letzten Jahres das für 45.000 Euro von der Gemeinde neu angeschaffte Einsatz-Fahrzeug, einen 140 PS starken VW-Touran erhielt.

Bürgermeister Jürgen Götz dankte als oberster Dienstherr der örtlichen Feuerwehr Divisionskommandeur Generalmajor Bernd Schütt und seinem Stellvertreter für ihre Offenheit und tolle Unterstützung des Projektes. Wie er sagte, war in den ersten Jahren nach der Gründung der örtlichen HvO-Gruppe bis 2008 bereits das Sanitätsbataillon der Bundeswehr bis zu seiner Auflösung mit im Boot, um als Ersthelfer über den Notruf 112 per Funkwecker verständigt, durch die Ortsnähe einige Minuten vor Rettungsdienst und Notarzt am Einsatzort zu sein.

Nachweislich hätten so die HvO'ler durch ihr schnelles Eingreifen, sei es nun durch Reanimation, Beatmung oder Blutstillung, schon Menschenleben retten können. Im Vorjahr wurden so bei den HvO'lern der örtlichen Feuerwehr 430 Alarme ausgelöst, 290 Mal rückten sie mit ihrem Fahrzeug aus.

Kommandeur Schütt, Befehlshaber über 18.000 Soldaten in 22 Bataillonen zeigte sich deshalb zuversichtlich und hofft, dass die in seinem Stab in Dienst gestellte HvO-Gruppe auch in seinen drei Brigaden Nachahmer findet.

 

 

Nach der Zeugnisübergabe bedankten sich die neuen Ersthelfer aus den Reihen der Soldaten mit kleinen Geschenken bei ihren Ausbildern.

Nach der Zeugnisübergabe bedankten sich die neuen Ersthelfer aus den Reihen der Soldaten mit kleinen Geschenken bei ihren Ausbildern.

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