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Gemeinde investierte über 300.000 Euro in Vitusschule in 2. Rettungsweg und neuen Mehrzweckraum - Langgehegter Wunsch des Eltenbeirates in Erfüllung gegangen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Mit der heute kurz vor der Fertigstellung stehenden Installation einer Außentreppe als zweiten Rettungsweg geht für den Elternbeirat der Vitus-Grundschule im Veitshöchheimer Altort ein langgehegter und vehement vorgebrachter Wunsch in Erfüllung.
Mit der heute kurz vor der Fertigstellung stehenden Installation einer Außentreppe als zweiten Rettungsweg geht für den Elternbeirat der Vitus-Grundschule im Veitshöchheimer Altort ein langgehegter und vehement vorgebrachter Wunsch in Erfüllung.
Mit der heute kurz vor der Fertigstellung stehenden Installation einer Außentreppe als zweiten Rettungsweg geht für den Elternbeirat der Vitus-Grundschule im Veitshöchheimer Altort ein langgehegter und vehement vorgebrachter Wunsch in Erfüllung.

Mit der heute kurz vor der Fertigstellung stehenden Installation einer Außentreppe als zweiten Rettungsweg geht für den Elternbeirat der Vitus-Grundschule im Veitshöchheimer Altort ein langgehegter und vehement vorgebrachter Wunsch in Erfüllung.

Gigantische Ausmaße hat die neue fünfläufige Metall-Fluchttrepppenanlage auf der Südseite der Vitusschule im Veitshöchheimer Altort. Auf dem Foto nimmt Bürgermeister Jürgen Götz zu Beginn der Bauarbeiten vor seinem Sommerurlaub die Baustelle mit seiner Hochbaureferentin Jennifer Bechold in Augenschein.

Gigantische Ausmaße hat die neue fünfläufige Metall-Fluchttrepppenanlage auf der Südseite der Vitusschule im Veitshöchheimer Altort. Auf dem Foto nimmt Bürgermeister Jürgen Götz zu Beginn der Bauarbeiten vor seinem Sommerurlaub die Baustelle mit seiner Hochbaureferentin Jennifer Bechold in Augenschein.

Ein neues Kapitel in der bewegten Geschichte der Vitusschule im Veitshöchheimer Altort beginnt mit dem neuen Schuljahr. Als das stattliche Schulhaus im Juli 1911 mit neun Klassenzimmern eingeweiht und hier zeitweise bis zum Neubau der Eichendorffschule 1965 zeitweise 450 Schüler unterrichtet wurden, spielte der Brandschutz noch eine untergeordnete Rolle.

In den Sommerferien glich nun die Schule einer Großbaustelle. Über 300.000 Euro investierte die Gemeinde in die Brandschutzertüchtigung der Schule und in den Ausbau von Räumen zur Verbesserung des Schulbetriebes. In der Außenstelle der Eichendorff-Grundschule werden 80 Schüler in den Jahrgangsstufen eins bis vier unterrichtet und nachmittags 35 Schüler von der AWO in zwei Hortgruppen betreut.

Fotos vom Baufortschritt
Fotos vom Baufortschritt
Fotos vom Baufortschritt

Fotos vom Baufortschritt

Von außen augenscheinlich ist der Anbau einer gigantischen fünfläufigen Metall-Fluchttrepppenanlage auf der Südseite des imposanten, jedoch nicht unter Denkmalschutz stehenden Schulgebäudes. In jedem Geschoss öffnen sich neu in die Fassade eingebaute Türen nach außen auf ein Podest. Dadurch kragt der Treppenabgang weit aus, fast bis zur Grundstücksgrenze.

Diesen zweiten Rettungsweg, der nur im Notfall benutzt werden soll, plante das auf Brandschutz spezialisierte Büro röschert architektur + ingenieurbau in Würzburg.

Einbau neuer Fluchttüren in die Südfassade zu den Podesten des Treppenabgangs
Einbau neuer Fluchttüren in die Südfassade zu den Podesten des Treppenabgangs
Einbau neuer Fluchttüren in die Südfassade zu den Podesten des Treppenabgangs

Einbau neuer Fluchttüren in die Südfassade zu den Podesten des Treppenabgangs

Die Carportanlage mit Stellplätzen für zwei Dienstfahrzeuge und für den Hausmeister musste der neuen Außentreppe weichen.

Die Carportanlage mit Stellplätzen für zwei Dienstfahrzeuge und für den Hausmeister musste der neuen Außentreppe weichen.

Bildung von Brandabschnitten durch Abtrennung zum Treppenhaus
Bildung von Brandabschnitten durch Abtrennung zum Treppenhaus

Bildung von Brandabschnitten durch Abtrennung zum Treppenhaus

Innerhalb des Gebäudes wurde das gesamte Treppenhaus zu den Fluren der einzelnen Geschosse zur Bildung von Brandabschnitten abgetrennt und mit Brandschutztüren T 30 versehen und die Fenster zur Außentreppe als Türen ausgebildet.

Bei einer Baustellenbesichtigung verdeutlichte Bürgermeister Jürgen Götz, dass die nun realisierte Außentreppe eine freiwillige Leistung der Gemeinde ist.

Denn rein rechtlich habe das Landratsamt als Bauaufsichtsbehörde bei einer weiterhin schulischen Nutzung des Dachgeschosses entsprechend der Plangenehmigung aus dem Jahre 1951 die Umsetzung eines Brandschutzkonzeptes nicht explizit gefordert.

Der Gemeinderat habe bei seiner Entscheidung es aber gleichwohl als notwendig angesehen, entsprechend den Forderungen des Elternbeirates zur Sicherheit der Schüler den heutigen Anforderungen an den Brandschutz gerecht zu werden.

Eine Verpflichtung dazu bestand nur für den Fall, dass der Veitshöchheimer Carneval-Club (VCC) sein 1982 auf der Ostseite des Dachgeschosses ausgebautes Clubheim weiter genutzt hätte. Diese Nutzung erfolgte nämlich ohne Baugenehmigung, wie die Recherchen ergaben, als im August 2010 ein nicht abgeschalteter Elektroherd einen Brand im Clubheim verursacht hatte.

In der Genehmigung des vom VCC daraufhin nachträglich eingereichten Bauantrages forderte nun das Landratsamt ein Brandschutzkonzept umzusetzen. Der VCC erklärte sich in der Folge jedoch aufgrund eines schulischen Bedarfs letztendlich bereit, seinen seit dem Brand nicht mehr genutzten Clubraum aufzugeben.

Mehrzweckraum im DG
Mehrzweckraum im DG

Mehrzweckraum im DG

EDV-Raum im DG

EDV-Raum im DG

Zu Beginn des Schuljahres im September 2014 musste nämlich neben der bereits bestehenden Hortgruppe im Erdgeschoss eine zweite Hort-Gruppe eingerichtet werden. Dadurch stand der Schule kein Mehrzweckraum mehr zur Verfügung. Dieser wurde nun im Dachgeschoss im ehemaligen VCC-Clubheim eingerichtet. Wie sich der Bürgermeister bei der Baustellenbegehung mit seiner Hochbaureferentin Jennifer Bechold überzeugen konnte, ist hier ein wunderschöner Raum im Entstehen, ausgestattet mit Verdunkelungsanlage, Einbauschränken, Beamer und einem Arbeitsplatz, der gleichermaßen auch für schulische und außerschulische Nutzungen wie Vorträge geeignet ist. An diesem Mehrzweckraum, der auch als Elterncafé genutzt werden soll, sehe man auch innerhalb des Schulgebäudes, dass sich etwas in den Ferien getan habe, so der Bürgermeister. An den Mehrzweckraum schließen sich direkt ein eigener mit PCs bestückter EDV-Raum für die vier Klassen der Grundschule und ein kleinerer Raum mit Küchenzeile an.

Im Flur daneben wurde auch ein Zimmer für VHS-Sprachkurse hergerichtet. Erneuert werden mussten die Böden in den Fluren. Hier wurde für 20.000 Euro ein neuer Kautschuk-Bodenbelag eingebaut.

Zur Verbesserung des Brandschutzes wurden bereits im Oktober 2014 für 1.500 Euro mit der Rettungsleitstelle funkvernetzte Rauchmelder in allen Räumen des Gebäudes installiert. Beschafft werden mussten in diesem Sinne bereits im Vorjahr für 14.000 Euro brandlastfreie Garderoben-Stahlspinde in den Fluren vor den Klassenzimmern.

Die Treppenanlage enthielt nun nicht nur auch wandseitig einen Handlauf. Die schon bestehenden Handläufe mussten zur Absturzsicherung erhöht werden.
Die Treppenanlage enthielt nun nicht nur auch wandseitig einen Handlauf. Die schon bestehenden Handläufe mussten zur Absturzsicherung erhöht werden.

Die Treppenanlage enthielt nun nicht nur auch wandseitig einen Handlauf. Die schon bestehenden Handläufe mussten zur Absturzsicherung erhöht werden.

Wie Jennifer Bechold erläuterte betrug die Gesamtsumme der in Auftrag gegebenen Gewerke ohne Planungs- & Nebenkosten rund 260.000 Euro. Davon entfielen unter anderen auf Elektroarbeiten 22.000 Euro, Baumeisterarbeiten wie Herstellen Fundamente für Fluchttreppe, Durchbrüche für neue Fluchtüren 29.000 Euro, Heizung/Sanitär 5.500 Euro, Schreinerarbeiten wie neue Raumtüren und Einbau von Wandschränken 22.000 Euro, Abbrucharbeiten wie Carport 10.000 Euro, Metall- und Verglasungsarbeiten wie Rauchschütztürelemente 41.000 Euro, Putz- und Trockenbauarbeiten 26.000 Euro, vor allem fünfläufige Metall-Fluchttrepppenanlage 70.000 Euro.

Wenn auch bei der Baustellenbesichtigung erst in den Konturen erkennbar, zeigte sich der Bürgermeister sehr zufrieden über die getroffene Entscheidung für eine Außentreppe. Ursprünglich hatte nämlich der Gemeinde im Dezember 2014 bei der Vorberatung des Gemeindehaushalts noch für das vom Architekten des VCC geplante Sicherheitstreppenhaus mit Rauchverdrängungsanlage (RDA) votiert. Dieses hätte jedoch nicht nur mehr als die nun realisierte Außentreppe gekostet, die Vitusschule hätte bei der RDA weiterhin nur über einen Fluchtweg verfügt. Neben den hohen Unterhaltskosten von jährlich 5.900 Euro hätte die RDA noch weitere Nachteile wie die Abhängigkeit von der Technik gehabt. Auch müsste eine RDA nach 15 Jahren ausgetauscht werden. In den Fluren wären keine Garderoben mehr erlaubt gewesen.

Gemeinde investierte über 300.000 Euro in Vitusschule in 2. Rettungsweg und neuen Mehrzweckraum - Langgehegter Wunsch des Eltenbeirates in Erfüllung gegangen

Eine vom Gemeinderat nicht weiter verfolgte Planungsvariante war daneben der zunächst von der SPD-Fraktion favorisierte Vorschlag zur Herstellung der Barrierefreiheit einen Aufzug mit Fluchttreppe auf der Nordseite der Schule (auf Folie Variante 3) vorzusehen, der jedoch bei der Vorberatung des Haushalts 2015 im Dezember 2014 keine Mehrheit fand.

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