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120 Jahre Verschönerungsverein Veitshöchheim - Teil 1: Festakt (nun komplett)

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Für die Feier seines 120. Vereinsjubiläums hatte der Verschönerungsverein Veitshöchheim e.V. keine Mühen gescheut. Kinder, Künstler, Fachleute, Musiker, Sänger, Bilder von Blumen und Gärten und ausgezeichnete Festredner verwöhnten am Jubiläumstag die Besucher.

Die acht Musizierenden des Folkensembles der Sing- und Musikschule Veitshöchheim unterhielten zu Kaffee und Kuchen die Besucher der Ausstellung.
Die acht Musizierenden des Folkensembles der Sing- und Musikschule Veitshöchheim unterhielten zu Kaffee und Kuchen die Besucher der Ausstellung.

Die acht Musizierenden des Folkensembles der Sing- und Musikschule Veitshöchheim unterhielten zu Kaffee und Kuchen die Besucher der Ausstellung.

So langsam hatte sich dann der Saal gefüllt, als um 15 Uhr der Leitende Landwirtschaftsdirektor Jürgen Eppel von der LWG Veitshöchheim über das Thema „Der Klimawandel und seine Herausforderungen für Stadt und Land“ für Interessierte an der Zukunft unserer Städte und Gemeinden referierte.

Zum Festakt konnte Vorsitzender Burkhard Löffler auch einige prominente Gäste begrüßen wie auf dem ersten Foto MdL Volkmar Halbleib, der sich voll des Lobes über die gelungene Jubiläumsfeier äußerte, sowie die stv. Landrätin Karen Heußner.
Zum Festakt konnte Vorsitzender Burkhard Löffler auch einige prominente Gäste begrüßen wie auf dem ersten Foto MdL Volkmar Halbleib, der sich voll des Lobes über die gelungene Jubiläumsfeier äußerte, sowie die stv. Landrätin Karen Heußner.
Zum Festakt konnte Vorsitzender Burkhard Löffler auch einige prominente Gäste begrüßen wie auf dem ersten Foto MdL Volkmar Halbleib, der sich voll des Lobes über die gelungene Jubiläumsfeier äußerte, sowie die stv. Landrätin Karen Heußner.
Zum Festakt konnte Vorsitzender Burkhard Löffler auch einige prominente Gäste begrüßen wie auf dem ersten Foto MdL Volkmar Halbleib, der sich voll des Lobes über die gelungene Jubiläumsfeier äußerte, sowie die stv. Landrätin Karen Heußner.

Zum Festakt konnte Vorsitzender Burkhard Löffler auch einige prominente Gäste begrüßen wie auf dem ersten Foto MdL Volkmar Halbleib, der sich voll des Lobes über die gelungene Jubiläumsfeier äußerte, sowie die stv. Landrätin Karen Heußner.

Jürgen Götz
Jürgen Götz

Beim Festakt am Abend gratulierte zunächst Bürgermeister Jürgen Götz dem Verein zum Jubiläum auch im Namen des Gemeinderates und dankte ihm unter Überreichung des obligatorischen Jubiläums-Schecks für seine Aktivitäten zur Ortsverschönerung.

Oswald Bamberger
Oswald Bamberger

Oswald Bamberger überbrachte als Vorsitzender des Eigenheimerbundes stellvertretend für anwesenden Vereine die Glückwünsche zum Jubiläum.

Altbürgermeister Rainer Kinzkofer (Rede weiter unten) hielt vor rund 250 Gästen einen Rückblick auf die Geschichte des Verschönerungsvereins. Ein Höhepunkt und besonderer Hörgenuss war die humorvolle Festrede von Günter Stadtmüller (Rede weiter unten).

Für ihre Mitwirkung an der Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit am 10. November 1982, sowie aktiver und ideeller Unterstützung des Vereins ehrte der Verein 21 Mitglieder mit Ehrenurkunden - auf dem Erinnerungsfoto anwesend v.l.n.r. Bürgermeister Jürgen Götz, Dr. Roman Grötsch, Altbürgermeister Rainer Kinzkofer, Cilly Götz, Ingrid Knobloch, Herbert Mennig, Oswald Bamberger, Burkard Löffler und Dr. Rudolf Pfeiffer.
Für ihre Mitwirkung an der Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit am 10. November 1982, sowie aktiver und ideeller Unterstützung des Vereins ehrte der Verein 21 Mitglieder mit Ehrenurkunden - auf dem Erinnerungsfoto anwesend v.l.n.r. Bürgermeister Jürgen Götz, Dr. Roman Grötsch, Altbürgermeister Rainer Kinzkofer, Cilly Götz, Ingrid Knobloch, Herbert Mennig, Oswald Bamberger, Burkard Löffler und Dr. Rudolf Pfeiffer.

Für ihre Mitwirkung an der Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit am 10. November 1982, sowie aktiver und ideeller Unterstützung des Vereins ehrte der Verein 21 Mitglieder mit Ehrenurkunden - auf dem Erinnerungsfoto anwesend v.l.n.r. Bürgermeister Jürgen Götz, Dr. Roman Grötsch, Altbürgermeister Rainer Kinzkofer, Cilly Götz, Ingrid Knobloch, Herbert Mennig, Oswald Bamberger, Burkard Löffler und Dr. Rudolf Pfeiffer.

Den  Festakt umrahmte musikalisch das aus Mitgliedern der Big Band der SMSV 2006 entstandene Saxophon-Quartett  mit Erhard Rada, Marc Winter, Günther Hoyer und Ursula Schmitt, das mit Evergreens wie "Summertime", "I'm On My Way", "St. Louis Blues" und "Morning Has Broken" verzauberte.

Den Festakt umrahmte musikalisch das aus Mitgliedern der Big Band der SMSV 2006 entstandene Saxophon-Quartett mit Erhard Rada, Marc Winter, Günther Hoyer und Ursula Schmitt, das mit Evergreens wie "Summertime", "I'm On My Way", "St. Louis Blues" und "Morning Has Broken" verzauberte.

Zur abwechslungsreichen Unterhaltung beim Festakt bei trug auch der Männergesangverein: Die 20 Männersänger mit dem Veitshöchheim-Lied von Heinz Zott, die 40 Mitglieder des Gemischten Chores mit Amazing Graze und der Gesamtchor mit "Der Löwe schläft heut Nacht".
Zur abwechslungsreichen Unterhaltung beim Festakt bei trug auch der Männergesangverein: Die 20 Männersänger mit dem Veitshöchheim-Lied von Heinz Zott, die 40 Mitglieder des Gemischten Chores mit Amazing Graze und der Gesamtchor mit "Der Löwe schläft heut Nacht".
Zur abwechslungsreichen Unterhaltung beim Festakt bei trug auch der Männergesangverein: Die 20 Männersänger mit dem Veitshöchheim-Lied von Heinz Zott, die 40 Mitglieder des Gemischten Chores mit Amazing Graze und der Gesamtchor mit "Der Löwe schläft heut Nacht".

Zur abwechslungsreichen Unterhaltung beim Festakt bei trug auch der Männergesangverein: Die 20 Männersänger mit dem Veitshöchheim-Lied von Heinz Zott, die 40 Mitglieder des Gemischten Chores mit Amazing Graze und der Gesamtchor mit "Der Löwe schläft heut Nacht".

Krönender Abschluss des gelungenen Festabends war das gemeinsame Singen der "Nächtlichen Ballade" aus Veitshöchheim". Das Blatt, das alle im Saal vor sich liegen hatten, war der Abdruck des Originals der Abendunterhaltung vom 24.6.1896 (Text nachstehend). Das Lied handelt vom mitternächtlichen Treiben der Putten, Feen und Götter im Hofgarten, ein Leben während der Geisterstunde, nun nach 120 Jahren wiederholt.

Krönender Abschluss des gelungenen Festabends war das gemeinsame Singen der "Nächtlichen Ballade" aus Veitshöchheim". Das Blatt, das alle im Saal vor sich liegen hatten, war der Abdruck des Originals der Abendunterhaltung vom 24.6.1896 (Text nachstehend). Das Lied handelt vom mitternächtlichen Treiben der Putten, Feen und Götter im Hofgarten, ein Leben während der Geisterstunde, nun nach 120 Jahren wiederholt.

120 Jahre Verschönerungsverein Veitshöchheim - Teil 1: Festakt (nun komplett)
Rainer Kinzkofer
Rainer Kinzkofer

Rede von Altbürgermeister Rainer Kinzkofer:

120 Jahre Verschönerungsverein als gerafftes, vorbildliches und nachhaltiges Engagement für Mitmenschen und ihr Wohnumfeld

"Selbst wenn wir keine konkreten Zeugnisse aus der Zeit vor 1896 besitzen, lässt sich sein Bestehen sicherlich Jahre noch zurückdatieren. Allerdings ruhte das Vereinsleben dann auch ab den 1930-iger Jahren bis anfangs der 80-iger Jahre. Auf jeden Fall ist es angebracht, ein derartiges Jubiläum zum Anlass zu nehmen, auf die vielfältigen Aktivitäten, die hohen Ziele und die kreativen Ideen aufmerksam zu machen.

Neben der Freiwilligen Feuerwehr (151 Jahre), der Turngemeinde (139 Jahre), dem SPD-Ortsverein (124 Jahre) und dem Männergesangverein (113 Jahre) gehört unser Verschönerungsverein zu den relativ wenigen Vereinen und Organisationen, die eine über 100-jährige Geschichte aufweisen können.

Selbst wenn das genaue Gründungsjahr unbekannt ist, können wir ein vielfältiges Vereinsleben erkennen, das auf eine äußerst rege Teilnahme und Bereicherung des örtlichen Lebens schließen lässt: So gab der Verein bereits 1892 eine 22-seitige Broschüre für den Königlichen Hofgarten heraus, die neben der Führung durch den Garten auch der Werbung für den schon damals reichlich vorhandenen Fremdenverkehr diente.

Am 24. Juni 1896 – das Jahr, das als Gründungsjahr gilt - luden die Vereinsmitglieder die Bürgerschaft zu einer „musikalisch-humoristischen Abendunterhaltung „ in den Garten des „Würzburger Hofes“ ein (Text Ziff. 11 "Nächtliche Ballade" siehe oben)

Am 24. Juni 1896 – das Jahr, das als Gründungsjahr gilt - luden die Vereinsmitglieder die Bürgerschaft zu einer „musikalisch-humoristischen Abendunterhaltung „ in den Garten des „Würzburger Hofes“ ein (Text Ziff. 11 "Nächtliche Ballade" siehe oben)

Im Dezember 1898 schaffte der Verein das erste Telefon in Veitshöchheim an, das in einem Geschäft in der Herrnstraße seinen Standort fand, bis es nach 2 Jahren sinnvollerweise in die Gemeindeverwaltung verlegt wurde, die es nun auf eigene Rechnung weiter betrieb. Diese Kommunikation war ja damals noch handvermittelt und beruhte zum großen Teil auf vorbestellten Gesprächen, so dass der stattliche Mietzins von 186,00 DM wohl berechtigt war. Schließlich war der Gebrauch auch mit einem hohen Zeitaufwand für den Geschäftsinhaber verbunden.Diese erste Telefonbeschaffung gerade durch den Verschönerungsverein belegt auch seine gute Finanzausstattung sowie seine soziale Einbindung in das Ortsgeschehen.

In der Dekade von 1900 bis 1910 erschienen unter dem Namen des Verschönerungsvereins zahlreiche Postkarten mit Ortsmotiven, die von den einzelnen Gasthäusern dann auch zu Werbezwecken für den schon damals pulsierenden Fremdenverkehr verwendet wurden.
In der Dekade von 1900 bis 1910 erschienen unter dem Namen des Verschönerungsvereins zahlreiche Postkarten mit Ortsmotiven, die von den einzelnen Gasthäusern dann auch zu Werbezwecken für den schon damals pulsierenden Fremdenverkehr verwendet wurden.

In der Dekade von 1900 bis 1910 erschienen unter dem Namen des Verschönerungsvereins zahlreiche Postkarten mit Ortsmotiven, die von den einzelnen Gasthäusern dann auch zu Werbezwecken für den schon damals pulsierenden Fremdenverkehr verwendet wurden.

Es seien hier auch die Bestrebungen bereits vor der Jahrhundertwende erwähnt, die Veitshöchheim zuerst als Badekurort, später als Luft(!)-Kurort ausweisen wollten. Eine nach der Personenzahl und der Dauer des Aufenthalts festgelegte Kurtaxe sollte dem Verschönerungsverein zufließen. Neben einer Kneippschen Wasserheilanstalt – Großen See im Hofgarten – propagierte eine Privatinitiative des prakt. Arztes Dr.Löser mit verschiedenen Werbemitteln auch den Luftkurort Veitshöchheim. Dieses Ansinnen erschließt sich mir wegen der Tallage nicht so recht. Eine verkleinerte Kneipp-Anlage wurde ja dann im Rahmen der Umgestaltung der Mainuferflächen errichtet. Das großzügige Freibad wurde allerdings erst 1968 am Geisberg gebaut und nicht wie damals vorgesehen am Main,

Ein herausragendes Ereignis war wohl der Winzer-Festzug am 04.November 1900, der vom Verschönerungsverein arrangiert wurde und mögliche Erlöse zu seinen Gunsten verwendet werden sollten.

Eine sog. Volksbelustigung u.a. mit Tanz in den Gasthäusern Würzburger Hof, Traube und Lamm sollte den Tag abrunden. Auch die Gasthäuser zum Stern, Krone, Anker und Schubert hatten sich für diesen Festtag vorbereitet.

Für den Winzer-Festzug hatte der Verschönerungsverein eigens eine attraktive Festschrift herausgegeben. Das Thema Wein spielte schon zu dieser Zeit eine gewichtige Rolle, zumal ein Großteil der damaligen Bevölkerung vom Weinbau und von der Landwirtschaft ernährt wurde. Viele in angrenzenden Industriebetrieben oder anderswo Beschäftigte bewirtschafteten in der arbeitsfreien Zeit ihre Flächen, die heute fest alle einer Bebauung zugeführt wurden.

Fotos: D.G.
Fotos: D.G.
Fotos: D.G.
Fotos: D.G.

Fotos: D.G.

Zur legendären 900-Jahrfeier der Gemeinde 1997 wurde der Winzerzug noch einmal nachgestellt. Er konnte somit belegen, welch prachtvollen Festzug der Verschönerungsverein fast 100 Jahre vorher auf die Beine gestellt hatte.

Die Zugordnung beinhaltete Herolde zu Pferde, die örtliche Feuerwehr, Trommler, Dorfschullehrer mit Kindern, Musik, Ratsherren(-frauen), Festwagen „Vater Main“, geladene Gäste, Winzer/-innen, Winzerwagen mit Herbstpöbel, Aufführung des Winzerreigens, Volk, Baccuswagen mit Frankonia, Gruppe Würzburger Mostjörge, Wagen der Diana mit Jagdgefolge und als Abschluß wieder die Feuerwehr.

Die offizielle Eintragung in das Vereinsregister erfolgte dann 1916.

In den 20-er Jahren erwarb der Verein das sog. Zick-Zack Grundstück, das er auch selbst bepflanzte.

Während der Verschönerungsvserein auch nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr existent war, diente dieses Grundstück wohl als Motivation, den Verein wieder aufleben zu lassen. Es wurde neu hergerichtet, baufällige Geländer und Treppenteile erneuert bzw. ergänzt, so dass es vom Wanderer wieder problemlos genutzt werden konnte.

Im November 1982 wurde dann der Verschönerungsverein von einer kleinen Gruppe Veits- höchheimer, zu der ich mich auch zählen darf, unter der Leitung des unvergessenen Josef Götz (+) wieder gegründet, auch mit Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Erich Steppert.

Neben einer Vielzahl von geselligen Veranstaltungen, die vor allem dem Zusammenhalt „des kleinen, aber feinen Vereins“ dienten, den Ausflugs- und Besichtigungsfahrten (Gartenschauen, Orchideengebiete u.v.m.) und traditionelle Winterwanderungen bereicherten den örtlichen Veranstaltungskalender. Der erste Blumenmarkt 2009, bei dem Gemeindegärtner Blumenkästen bei kostenloser Abgabe der Erde bepflanzten, die 1. Veitshöchheimer Gartenmesse oder die beliebten Geranienmärkte auf dem Erwin-Vornberger-Platz oder an den Mainfranken-Sälen sind uns noch in bester Erinnerung, ebenso die Vielzahl von Baumpflanzungen, die Aufstellung von Ruhebänken an besonders frequentierten Stellen sowie der Bau, die spätere Erweiterung und der stetige jährliche Unterhalt des nun vereinseigenen Grillplatzes, der Veitshöchheimern und auswärtigen Gästen in herrlicher Lage und guter Ausstattung als beliebte Feieroase zur Verfügung steht, die Anregung und Mitfinanzierung der offenen Unterstellmöglichkeit am Weinlehrpfad und der bemerkenswerte Kunstkalender 2008 sind weiter bemerkenswerte Schlaglichter.

Nicht unerwähnt darf bleiben die Idee der Wiederinstallierung einer Sonnenuhr am Rathaus sowie deren Finanzierung. In etwas anderer Art und an anderer Stelle ist sie schon an der Fassade der Königlichen Wein-, Obst- und Gartenbauschule zu erkennen. Sie funktioniert ziemlich genau. Allerdings ist eine Umstellung auf Sommerzeit theoretisch machbar aber aufwendig.

Nicht unerwähnt darf bleiben die Idee der Wiederinstallierung einer Sonnenuhr am Rathaus sowie deren Finanzierung. In etwas anderer Art und an anderer Stelle ist sie schon an der Fassade der Königlichen Wein-, Obst- und Gartenbauschule zu erkennen. Sie funktioniert ziemlich genau. Allerdings ist eine Umstellung auf Sommerzeit theoretisch machbar aber aufwendig.

Aufgrund der Vereinsziele war es dann schon zwangsläufig und folgerichtig, dass der Verschönerungsverein die Teilnahme am Bundeswettbewerb Entente florale anregte und auch dann tatkräftig unterstützte, was 2009 bei unserer erstmaligen Teilnahme zu unserer großen Freude und mit emotionaler Begeisterung im Fernsehgarten in Mainz mit der Goldmedaille  honoriert wurde.

Aufgrund der Vereinsziele war es dann schon zwangsläufig und folgerichtig, dass der Verschönerungsverein die Teilnahme am Bundeswettbewerb Entente florale anregte und auch dann tatkräftig unterstützte, was 2009 bei unserer erstmaligen Teilnahme zu unserer großen Freude und mit emotionaler Begeisterung im Fernsehgarten in Mainz mit der Goldmedaille honoriert wurde.

Über 250 unterschiedlichste Veranstaltungen und Projekte ,Beiträge zum Natur- und Klimaschutz, zur Energieeffizienz, zum sanften Tourismus, zur Sauberkeit im Ort und auch Veranstaltungen, die das kulturelle Eigenleben fördern und helfen soziale Spannungen abzubauen, hinterließen nachhaltige Eindrücke und Ergebnisse.

Mit Hilfe unserer bekannten überörtlichen Einrichtungen, von 29 Firmen, 31 örtlichen Vereinen und zahlreichen Privatpersonen konnte die Gemeinde durch finanzielle Spenden, Materialbereitstellung, Projekdurchführung (u.a. Friedhof in der Gartensiedlung) und sog. Grünpaten über 40 öffentlichen Flächen eine bemerkenswerte, langfristige Aufwertung erfahren.

So verwendet der Verschönerungsverein heute als Erkennungszeichen das bekannte Logo, das während des Wettbewerbs an vielen Projekten heftete.

Konsequent, kreativ und engagiert wurde traditionell nach der Wiedergründung des Verschönerungsvereins sein Hauptanliegen „Unser Ort soll schöner werden“ – auch mit Unterstützung der Gemeinde – der Blumenschmuck-Wettbewerb weiter verfolgt, der sich auf Hausfassaden, Balkone, Vorgärten und Gartenanlagen bezieht. Unser Ort blüht so gleichsam jedes Jahr neu auf.

Mitbürger und Mitbürgerinnen, ja ganze Hausgemeinschaften werden so zur Mitgestaltung ihres unmittelbaren Lebensraumes gewonnen und angeregt. So leistet der Verschönerungsverein einen gewichtigen Beitrag zur Stärkung von Grundanliegen und Grundwerten des menschlichen Lebens wie Geborgenheit, Gemeinsinn, Bürgerengagement und Bürgerkultur. Eine menschliche Ansiedlung wird letztlich erst durch Grün, durch Blumenschmuck zum tatsächlichen Zuhause. Sie sorgen für Abwechslung, erfreuen das Auge und machen die Umwelt freundlicher und menschlicher.

So beeinflussen Hausgärten, Fassadenbepflanzungen, Dachbegrünungen oder Hofbegrünungen auch das Kleinklima, ergänzen öffentliches Grün, verschönern die Bausubstanz, haben Vorbild- und Signalcharakter und machen unsren Ort noch lebens- und liebenswerter, was durch Touristen und Gäste auch immer wieder besonders im Altort bestätigt wird. Schließlich bereiten die jeweiligen Teilnehmer nicht nur anderen Freude, sondern vielleicht auch ein bißchen sich selbst. Nicht umsonst sagt man, die Freude, die man anderen bereitet, kehrt ins eigene Herz zurück (hoffentlich!) So kann die Freude, die man schenkt, die ehrenamtliche Belastung etwas abmildern und ggf. mögliche Unbilden abschwächen.

Deshalb gebührt dem bemerkenswerten ehrenamtlichen Engagement, das mitunter auch sehr zeitaufwendig sein kann, wenn ich nur an die jährliche Jury-Begehung und Bewertung denke, unsere hohe Anerkennung.

Deshalb seien hier nur stellvertretend die langjährigen Vorstände Josef Götz (+) und die Herren Burkard Löffler, Bernd Wiek genannt, die seit vielen Jahren „Farbe bekennen“."

Quelle: u.a. Thomas Struchholz: Veitshöchheim – eine Chronik aus Franken

Günter Stadtmüller
Günter Stadtmüller

Festrede Günter Stadtmüller

Mit seiner launigen Festrede erfüllte der pensionierte Veitshöchheimer Mittelschullehrer Günter Stadtmüller, bestens bekannt auch durch seine über 20jährige Tätigkeit als Leader des Kabaretts Frei & Frank und als Regisseur der LWG-Theatergruppe und früher des Theaters am Hofgarten, hervorragend den Auftrag von der Vorstandschaft, mit einem vor Humor triefenden gedanklichen Bukett zur geistigen Verschönerung des Abends beizutragen.

Hier einige Auszüge aus seinem "zündenden" Vortrag

  • Mein Gott ..ist das schön…. in diesem wunderschönen Raum, bei so wunderschönen Leuten, ist ja auch keine Wunder, wir sind ja beim Verschönerungsverein und ich hab` das Gefühl aus diesem Grunde hat sich heute jeder noch einmal extra schön feierlich rausgeputzt also wenn ich zum Beispiel all die vielen Sänger betrachte, ich darf also dabei sein bei so vielen fröhlichen Gesichtern….bei so vielen fränkischen Gesichtern….bei so vielen für Franken relativ fröhlichen Gesichtern…was hab` ich mich da drauf gefreut…. natürlich auch …über die Prominenz …den Herrn Pfarrer, die Frau Pfarrer ……also nicht seine Frau… sondern die evangelische Frau Pfarrer…..ich freue mich natürlich auch über die Politiker ….denn was wäre so ein Abend ohne Politiker, das wär doch wie eine Weinschorle ohne Wein oder ein frisch gezapftes Pils auf dem die Schaumkrone zusammengeklappt ist."
  • 120 Jahre …. das hat dieser …bodenständische, traditionsbewusste, innovative und auch die fränkische Leitkultur immer im Auge habende Verein geschafft.
  • Aber ich hab`s immer gewusst, der echte VVVler ist zäh…und ausdauernd, der real existierende Orts-Verschönerer, was hat der schon alles weggesteckt…Vogelgrippe und Schweinepest ….Mehltau und Hantavirus Prozessionsspinner und Blattfäulnis… ….und natürlich jede Menge verdorrte Geranien, ausgewachsene Petunien und verwelkte Tagetesli und was sonst noch alles aus den Pflanzkübeln so herauswuchert oder von der gemeinen Nacktschnecke heimgesucht wird.
  • Und einer, der das schon früh geahnt hat ….dass sich das einmal so entwickelt…..das war mit Sicherheit der Fürstbischof von Würzburg. Deswegen hat er sich auch in weiser Voraussicht gesagt….da ….in den Ort…..nach Veitshöchheim da bau ich meine Sommerresidenz hin…das wird einmal so ein schöner Ort…da bau ich ein Schloss und außen rum einen Ro Ro koko …..einen Garten halt und dann gab`s noch so einen Visionär, das war der König Ludwig, der hat sich extra seinen eigenen Bahnhof daher bauen lassen. Nein die haben sicher damals schon geahnt…was für ein Kleinod dieses Veitshöchheim wird …und dass die irgendwann dann noch einmal einen Eis-Stefan kriegen…und dadurch wird ja der Ort noch einmal aufgewertet…also durch den Fruchtbecher oder die Fitnesstüte.
  • …mir ist das ja damals, als ich das erste Mal hierher kam auch sofort auf gefallen, was das für ein schöner Ort ist ……..dass die hier extra so Weinberge angelegt haben und den Main so schön dran vorbeileiten
  • in diesen wunderschönen Ort mit seinen netten aufgeschlossenen Leuten…..und ich sag` ja immer ….es sind die Leut` die die Schönheit eines Ortes letztlich ausmachen…..so seh` ich es zumindest heut
  • Und noch einmal …ich erinnere mich…wie ich damals hierher gekommen bin…da hab` ich mir gleich gedacht…mein lieber Freund…was ist da los …ist da Bundesgartenschau oder was ….überall Blumen…wo du hin geschaut hast …das hat ja dermaßen geduftet und geleuchtet und noch einmal geduftet.
  • Ich hab` mich dann gleich erkundigt…warum das hier so toll ist…und da hat`s geheißen…ja da gibt`s einen unheimlich rührigen Verein….der nennt sich Verschönerungsverein und der hat zwar einen Zickzackweg, steuert aber keinen Zickzackkurs und der hat sich zum Ziel gesetzt, den Ort einfach immer noch schöner zu machen.
  • Und es ist ja auch so…..die Entwicklung …die steht ja nicht still, also dieses Schönerwerden geht ja ständig weiter. Es ist ja unglaublich, was in diesem Ort alles geschieht, um ihn schöner zu machen. Da werden Stromkästen bemalt, da werden Häuser abgerissen und wieder aufgebaut, da werden Blumenkästen aufgehängt …..so üppig, dass du dich gar nicht getraust drunter durchzugehen, weil du Angst haben musst, sie fallen dir auf den Kopf.
  • Da werden Vorgärten an Weihnachten aufgerüstet, dass sogar das Fernsehen anrückt. Da werden auch die Bocksbeutel ….die leeren nicht weggeworfen…nein …die werden zu kunstvollen Arrangements drapiert.
  • Und deswegen kommen auch so viele Besucher zu uns, ganze Schiffsladungen, Karawanen von Bussen…Heerscharen von Radfahrern …..Schwärme von Jungseniorinnen… Invasionen von Frührentnern und die kommen nicht nur wegen dem Eis-Stefan….und nicht nur wegen dem Hofgartenweinfest und nicht nur weil`s beim Ulsamer billigen Silvaner gibt, nein sie kommen, weil sie den wunderbaren Ort sehen wollen, den Blumenschmuck, die sauber gekehrten Gassen, die wunderbar gestalteten Fassaden. Fassaden, wo du auch nicht gleich erkennen kannst, wie es dahinter aussieht. Nein, die wollen schlicht und ergreifend mit der Schönheit des Ortes vereint sein.
  • Und ich denk` mir`s immer, wenn ich unten am Mainufer promeniere…wo bist du jetzt….bist du in Nizza…oder am Lago Maggiore…oder am Genfer See….aber nein …ich erkenne dann …ich bin in Veitshöchheim und ich sitz dann auf dem Bänkle und schau dann auf einen anderen Kontinent….auf Afrika gewissermaßen…also nach Marokko…
  • Ich denk` mir dann immer: Ist das schön. So schön. Und die Schönheit hat ja noch einmal so richtig Fahrt aufgenommen vor ein paar Jahren bei uns mit dem Entente Florale…was für ein Highlight….mit getragen vom Verschönerungsverein .... es war eine einzigartige Verschönerungsmaßnahme …Was ist der Ort damals aufgeblüht….allein 14000 Tulpenzwiebel sind gesteckt worden….im Ort hat`s geblüht und geduftet, dass es eine wahre Wonne war….
  • Ja ich denke, da kann man noch viel tun…Man muss sich halt auch ständig wieder was Neues sich einfallen lassen. Und ich bin sicher der VVV der bleibt da nicht untätig, der macht sich da sicher weiter Gedanken, die er dann auch dem Gemeinderat vorträgt und der wiederum lässt sich bestimmt entsprechend inspirieren.
  • Da gibt`s sicher noch Möglichkeiten. Ich hab`auch schon einmal drüber nachgedacht. Man könnte zum Beispiel die Kirchstraße noch umgestalten. Die Maingassen und die Bahnhofstraße gleich mit dazu. Wenn es nach mir ginge… Die Fahrbahn kommt raus. Das Ganze wird ausgebaggert und dann geflutet. Ich war jüngst in Venedig …da haben sie das auch gemacht…sieht sehr gut aus und es bringt einem Ort sehr viel Ruhe….also wenn ich mir das einmal so vorstelle: Gondolieros staken da durch…ein Lied auf den Lippen….Wenn am Klärwerk die rote Sonne im Main versinkt…sie biegen dann am Esca Vinum scharf links ab paddeln durch die Maingasse ….kurzer Landgang im Meegärtle mit Kaffeepause und dann geht´s zurück. Also ich denke das hätt` was
  • Also, was die Schönheit und die Attraktivität eines Ortes anbelangt …da ist auf der Richterskala nach oben immer noch Platz. In diesem Sinne wünsche ich dem VVV weiterhin alles Gute, kreative Gedanken und das entsprechende Händchen, die Gedanken auch Realität werden zu lassen. Weil…immer nur den Grillplatz vermieten….ist auf die Dauer auch ein bisschen langweilig.
Burkard Löffler
Burkard Löffler

Das Fazit des Vorsitzenden Burkhard Löffler: "Unser Jubiläumstag in den Mainfrankensälen war ein großer Erfolg. Ich habe nur lobende Worte gehört, vor allem darüber, wie unser kleiner Verein dieses Jubiläum aufgezogen und gestemmt hat."

Chancen, den Ort weiter zu verschönern, sieht er bei der anstehenden Neugestaltung der Kirchstraße und des Rathausinnenhofes sowie im Bereich des zum Verkauf anstehenden Quartiers der Landesanstalt in der Herrnstraße. Für die Adventszeit regte Löffler an, den Ortseingang am alten REWE-Markt durch festliche Lichter aufzuwerten. Im Bereich des Zickzack-Wanderweges im Birkental will der Verein anstelle der desolaten Unterstellhütte eine bedachte Sitzbank-Garnitur zu installieren.

(alle Fotos vom Festakt: Günter Röhm)

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