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Inklusive Bilder an einem inklusiven Ort - Kunst von Menschen, die anders sehen im Veitshöchheimer BFW - Stilvolle Ausstellungseröffnung mit Werken aus dem Blindeninstitut Würzburg

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Die anwesenden Künstlerinnen Silke, Anna, Stefanie, Steffi, Tamara, Marcel, Daniela, Melanie und Sila waren bei der Vernissage im BFW Veitshöchheim sichtlich stolz auf ihre Bilder, die nun bis zum Sommer das Foyer und den Flur zum Casino im BFW schmücken.

Die anwesenden Künstlerinnen Silke, Anna, Stefanie, Steffi, Tamara, Marcel, Daniela, Melanie und Sila waren bei der Vernissage im BFW Veitshöchheim sichtlich stolz auf ihre Bilder, die nun bis zum Sommer das Foyer und den Flur zum Casino im BFW schmücken.

An diesem Donnerstag fand im BFW Würzburg die erste Ausstellungseröffnung in diesem Jahr statt. Das besondere an der Ausstellung ist nicht nur der Ort, das Berufsförderungswerk in Veitshöchheim, sondern die Werke, die dort zu sehen sein werden. Kunst von Menschen, die anders sehen.

Die großformatigen, ausdrucksstarken Acryl-Strukturbilder auf Leinwand, wurden von jungen Bewohnerinnen und Bewohner vom Blindeninstitut Würzburg gemalt. Die Künstlerinnen und Künstler sind Mitglieder der „Kreativgruppe Malen“ am Blindeninstitut und sind allesamt Menschen mit starker Sehbeeinträchtigung, Blindheit, mit geistiger, körperlicher Behinderung oder Mehrfachbehinderungen.

Alle Besucher der Vernissage zeigten sich beeindruckt von den leuchtenden Farben, den starken Formen und den Aussagen der Bilder.

Bis zum Sommer können die Bilder nun im BFW in der Helen-Keller-Str. 5, werktäglich von 9.00 bis 17.00 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Im Bild die Redner bei der von BFW-Marketingleiterin Irene Girschner moderierten Vernissage v.l. Harald Tief, Jürgen Götz und Thomas Abersfelder

Im Bild die Redner bei der von BFW-Marketingleiterin Irene Girschner moderierten Vernissage v.l. Harald Tief, Jürgen Götz und Thomas Abersfelder

Thomas Abersfelder, Leiter Administration des BFW, sprach in seiner Begrüßung von inklusiven Bildern an einem inklusiven Ort. Die wunderbaren großformatigen und farbenfrohen AcryiStrukturbilder würden nicht nur die Freude der jungen Künstler am Gestalten ausdrucken, sondern auch Lebensfreude und Stolz am Geschaffenen vermittelen. Und damit seien diese Bilder und mehr noch die Künstler, beste Beispiele dafür, was alles möglich ist, wenn man sich traut, Dinge auszuprobieren und dabei vielleicht auch noch etwas Unterstützung in Anspruch nimmt.
Und genau in dieser Situation seien auch die Teilnehmer, wenn Sie zu Umschulungs- oder Fördermaßnahmen ins BFW kommen. Wenn man sich einlasse und die vorhandene Hilfe annimmt, werde vieles möglich, was vorher unmöglich schien. Abersfelder: "Damit sind die anwesenden Künstlerinnen und Künstler auch für uns und unsere Teilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes VOR-Bilder". Die Ausstellung sei deshalb gelebte Inklusion. Sie zeige eindrucksvoll, was Menschen trotz eines Handicaps schaffen können.

Bürgermeister Jürgen Götz sagte in seinem Grußwort, er sei auch als Beiratsmitglied des BFW sehr gerne zur Vernissage dieser besonderen Ausstellung gekommen, da sie deutlich mache, wie kreativ Menschen trotz schwerer Behinderung sein können. Es gehöre eine hohe Fertigkeit dazu, quasi nur mit dem "inneren Auge" mit Phantasie oder Vorstellungskraft etwas in ein Bild zu fassen, ohne es zu sehen, etwas umzusetzen, dessen Ausdruck, dessen Wirkung man nicht überprüfen könne.

Harald Tief, Ansprechpartner der Förderstätte des Blindeninstituts Würzburg Erwachsene, stellte das Projekt "Malen" vor, das vor einigen Jahren als Angebot der tagesstruktierenden Maßnahmen in seiner Förderstätte begann. Tief: "Wir, das sind die Betreuten aus der Malgruppe und die Mitarbeiterlnnen, die beim Malen begleiten und unterstützen, hatten und haben immer noch unseren Spaß, haben beim Bilder malen viel Neues gelernt."

Es sei nicht einfach für sehende Menschen sich vorzustellen, wie blinde oder stark sehbeeinträchtigte Menschen mit noch weiteren Handicaps Bilder malen.
Wie jetzt im BFW, habe die Malgruppe in den letzten Jahren schon öfters die Gelegenheit gehabt, ihre Bilder zu zeigen.

Wie die großformatigen Gemälde in der Förderstätte am Blindeninstitut Würzburg entstanden sind, erläuterte dann die Kunstpädagogin Andrea Seifert.  In der von ihr geleiteten Kreativgruppe Malen entstehen die abstrakten Acryl-Kunstwerke in gemeinsamer Arbeit in vier Schritten: Zunächst werden mit verschiedenen Materialien Collagen hergestellt. Dickeres Papier, Kaffeesatz oder Reis sorgen für haptische Komponenten. Diese Collage wird mit weißer Farbe von den Malerinnen und Malern grundiert und danach mit breiten Pinseln mit Farben verziert. Zum Schluss werden Schwamm, Pinsel oder Spachtel eingesetzt. Interessante Farbverläufe, fröhliche, bunte und ausdrucksstarke Bilder entstehen auf diese Weise.

Wie die großformatigen Gemälde in der Förderstätte am Blindeninstitut Würzburg entstanden sind, erläuterte dann die Kunstpädagogin Andrea Seifert. In der von ihr geleiteten Kreativgruppe Malen entstehen die abstrakten Acryl-Kunstwerke in gemeinsamer Arbeit in vier Schritten: Zunächst werden mit verschiedenen Materialien Collagen hergestellt. Dickeres Papier, Kaffeesatz oder Reis sorgen für haptische Komponenten. Diese Collage wird mit weißer Farbe von den Malerinnen und Malern grundiert und danach mit breiten Pinseln mit Farben verziert. Zum Schluss werden Schwamm, Pinsel oder Spachtel eingesetzt. Interessante Farbverläufe, fröhliche, bunte und ausdrucksstarke Bilder entstehen auf diese Weise.

Wie die großformatigen Gemälde in der Förderstätte am Blindeninstitut Würzburg entstanden sind, erläuterte dann die Kunstpädagogin Andrea Seifert. In der von ihr geleiteten Kreativgruppe Malen entstehen die abstrakten Acryl-Kunstwerke in gemeinsamer Arbeit in vier Schritten: Zunächst werden mit verschiedenen Materialien Collagen hergestellt. Dickeres Papier, Kaffeesatz oder Reis sorgen für haptische Komponenten. Diese Collage wird mit weißer Farbe von den Malerinnen und Malern grundiert und danach mit breiten Pinseln mit Farben verziert. Zum Schluss werden Schwamm, Pinsel oder Spachtel eingesetzt. Interessante Farbverläufe, fröhliche, bunte und ausdrucksstarke Bilder entstehen auf diese Weise.

Alle Mitglieder der Malgruppe seien mit Freude bei der Sache. So habe Sila auf die Frage, warum sie mitmache, erklärt: "Ich male sehr gerne, da muss ich nicht nachdenken, da male ich einfach."

Inklusive Bilder an einem inklusiven Ort - Kunst von Menschen, die anders sehen im Veitshöchheimer BFW - Stilvolle Ausstellungseröffnung mit Werken aus dem Blindeninstitut Würzburg
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Das Blindeninstitut Würzburg

Seit über 160 Jahren kümmert sich das Blindeninstitut um blinde und sehbehinderte Menschen und schafft individuelle Voraussetzungen für optimale Förderungen. Die Blindeninstitutsstiftung ist in vielen Stadtteilen präsent, in der Sanderau, in Lengfeld, mitten in der City. Rund 550 Menschen leben, lernen und arbeiten in den Einrichtungen und gemeinsame Kooperationen finden mit Schulen, Sportvereinen und Unternehmen statt.

Die Förderstätte im Blindeninstitut Würzburg bietet so Lebensperspektiven für erwachsene blinde oder sehbehinderte Menschen mit weiteren schweren Behinderungen. Eingebettet in tagesstrukturierende Maßnahmen können die betreuten Menschen hier wohnen, arbeiten und ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen. Da sie aufgrund ihrer komplexen Behinderung nicht in der Spezialwerkstatt arbeiten können, besuchen die Erwachsenen täglich von Montag bis Freitag die Förderstätte.

Dort gehen sie ihren Fähigkeiten entsprechend einer individuellen Tätigkeit nach, die sie fordert und fördert. So haben sie auf ihre Weise Teil am Arbeitsleben und bauen darüber Selbstvertrauen und Selbstwert auf. Im Rahmen der Förderstättenarbeit wird auch die Kreativgruppe Malen angeboten, in der die abstrakten Acryl-Kunstwerke entstehen.

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