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MP-Serie Heimat hat Zukunft in Veitshöchheim - Geschichten aus dem Ortsteil Gadheim

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Schmuckstück des Weilers ist der neugestaltete Dorfplatz. Den zuvor schmucklosen, als pflegeleichte Rasenfläche angelegten Platz verwandelten im Frühjahr 2009 Auszubildende des Markushofes nach der Planung des Ausbilders Walter Ziermann in Absprache mit den Gadheimer Bürgern in eine reichlich aufblühenden Sommerblume-Oase unter lauschigen Bäumen . Attraktion der Neugestaltung ist inmitten des Pflanzbeetes ein elf Tonnen schwerer Muschelkalk-Quellstein. Die Caritas-Don-Bosco gGmbH Würzburg sponserte sämtliche Material- und Pflanzkosten, bis auf die für die Pumpe notwendige Elektroanlage. Die Erd- und Pflanzarbeiten übernahmen Jugendliche, die im Markushof als Werker im Zierpflanzen-, Garten- und Landschaftsbau und als Hochbaufacharbeiter ausgebildet werden. Auch die Pflege übernahm der Markushof gemeinsam mit Gadheimer Bürgern.

Schmuckstück des Weilers ist der neugestaltete Dorfplatz. Den zuvor schmucklosen, als pflegeleichte Rasenfläche angelegten Platz verwandelten im Frühjahr 2009 Auszubildende des Markushofes nach der Planung des Ausbilders Walter Ziermann in Absprache mit den Gadheimer Bürgern in eine reichlich aufblühenden Sommerblume-Oase unter lauschigen Bäumen . Attraktion der Neugestaltung ist inmitten des Pflanzbeetes ein elf Tonnen schwerer Muschelkalk-Quellstein. Die Caritas-Don-Bosco gGmbH Würzburg sponserte sämtliche Material- und Pflanzkosten, bis auf die für die Pumpe notwendige Elektroanlage. Die Erd- und Pflanzarbeiten übernahmen Jugendliche, die im Markushof als Werker im Zierpflanzen-, Garten- und Landschaftsbau und als Hochbaufacharbeiter ausgebildet werden. Auch die Pflege übernahm der Markushof gemeinsam mit Gadheimer Bürgern.

Gadheim: Weiler und Ortsteil Veitshöchheims

Urkundlich erwähnt wurde Gadheim (im Bild: der Dorfplatz vor dem St. Markushof; Foto: Gürz) erstmals 1249. Von da an gehörte es zusammen mit Güntersleben, Veitshöchheim und Oberdürrbach zum Kloster St. Stephan. 1579 wechselte Gadheim gemeinsam mit Oberdürrbach in den Besitz des Juliusspitals; ab 1781 bildeten Gadheim und Oberdürrbach eine eigene Gemeinde.

Als Oberdürrbach 1976 nach Würzburg eingemeindet wurde, entschieden die Gadheimer mit großer Mehrheit, sich der Gemeinde Veitshöchheim anzuschließen. Zum Zeitpunkt der Umgemeindung hatte Gadheim eine Fläche von 341 Hektar - was etwa einem Drittel der Fläche von Veitshöchheim entspricht - sowie 108 Einwohner. Mit dieser dazugewonnenen Fläche konnte das Veitshöchheimer Industriegebiet erweitert werden; aktuell sind dort um die 1500 Arbeitnehmer beschäftigt.

Der Weiler Gadheim, der schon immer von der Landwirtschaft geprägt war, hat heute etwa 70 Einwohner und vier Landwirtschaftsbetriebe im Nebenerwerb. Für die Nachkommen der Gadheimer wurde Ende der 90er Jahre am Ortseingang ein kleines Wohngebiet erschlossen.

Das Don Bosco Berufsbildungswerk Würzburg hat in Gadheim eine Außenstelle und betreibt im Ort ein Ausbildungshotel, den St. Markushof. Dort sind insgesamt etwa 200 Beschäftigte tätig, darunter zahlreiche Jugendliche, die dort ausgebildet werden - z.B. zu Fachlageristen, Beiköchen, Bäckereifachangestellten, Gärtnern, Hotelfachangestellten oder auch IT-Fachkräften. Außerdem gibt es ein Wohnheim mit Internat, in dem 24 Auszubildende leben.

Gadheim liegt auf der Hochebene an der Kreisstraße WÜ 3 Veitshöchheim-Güntersleben.

Text: Catharina Hettiger

Walter Dieck lebt gern im Veitshöchheimer Ortsteil Gadheim:

Der 64-jährige Landwirt, Ingenieur für Agrarwirtschaft und Berufsschullehrer lebt bereits in der dritten Generation in Gadheim. Er sieht die Landschaft dort als "fränkische Toskana" und schätzt an seinem Heimatort unter anderem die gute Gemeinschaft (Video: Catharina Hettiger).

Inge Dieck lebt gern in Gadheim, denn:

MP-Serie Heimat hat Zukunft in Veitshöchheim - Geschichten aus dem Ortsteil Gadheim

"Die Bewohner Gadheims sind durch die Landwirtschaft zu einer festen Gemeinschaft verbunden. Das drückt sich auch darin aus, dass wir viele Feste zusammen feiern." So werde zum Beispiel der Maibaum gemeinsam aufgestellt und wieder abgesägt, das Erntedankfest zusammen begangen. Einmal im Monat gibt es einen Stammtisch.

In dem Weiler mit gerade mal 70 Einwohnern ist unter anderem der Dorfplatz ein Ort, an dem man zusammenkommt. "Da treffen wir uns auch mal zur Brotzeit", die 61-Jährige. "Und wenn jemand Geburtstag hat, stoßen wir mit dort mit Sekt an." (Text und Foto: Catharina Hettiger)

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