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Die Welt zum Besseren verändern - Veitshöchheimer Schüler erfuhren hautnah Transmediale Ausstellung "Missio for life" des Katholischen Missionswerks

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Per Ipad und Scannen von Codes durchquerten in der letzten Schulwoche vor den Weihnachtsferien die Achtklässler des Gymnasiums und die Neuntklässler der Mittelschule den Lernparcour einer interaktiven Ausstellung von "Missio for life".  Das katholische Hilfswerk München ließ diese mobile Ausstellung  entwickeln, um in weiterführenden Schulen im Rahmen des globalen Lernens eine Vorstellung von sozialen Problemen in Asien und Themen wie arrangierte Ehen, Menschenhandel und Prostitution aus Armut näherzubringen. Die Ausstellung ist eine gelungene Kombination von virtuellen Serious Games mit dem haptischen und taktilen Erleben von Szenarien und Exponaten.

Per Ipad und Scannen von Codes durchquerten in der letzten Schulwoche vor den Weihnachtsferien die Achtklässler des Gymnasiums und die Neuntklässler der Mittelschule den Lernparcour einer interaktiven Ausstellung von "Missio for life". Das katholische Hilfswerk München ließ diese mobile Ausstellung entwickeln, um in weiterführenden Schulen im Rahmen des globalen Lernens eine Vorstellung von sozialen Problemen in Asien und Themen wie arrangierte Ehen, Menschenhandel und Prostitution aus Armut näherzubringen. Die Ausstellung ist eine gelungene Kombination von virtuellen Serious Games mit dem haptischen und taktilen Erleben von Szenarien und Exponaten.

Angeleitet von der pädagogischen Fachkraft Christian Homey, der die Ausstellung von missio for life begleitete, stehen die in Gruppen eingeteilten Schüler in den Startlöchern.
Angeleitet von der pädagogischen Fachkraft Christian Homey, der die Ausstellung von missio for life begleitete, stehen die in Gruppen eingeteilten Schüler in den Startlöchern.
Angeleitet von der pädagogischen Fachkraft Christian Homey, der die Ausstellung von missio for life begleitete, stehen die in Gruppen eingeteilten Schüler in den Startlöchern.
Angeleitet von der pädagogischen Fachkraft Christian Homey, der die Ausstellung von missio for life begleitete, stehen die in Gruppen eingeteilten Schüler in den Startlöchern.

Angeleitet von der pädagogischen Fachkraft Christian Homey, der die Ausstellung von missio for life begleitete, stehen die in Gruppen eingeteilten Schüler in den Startlöchern.

Die Jugendlichen hatten in kleinen Gruppen, mit einem Ipad ausgestattet, die Codes der entsprechenden Geschichten einzuscannen. So erfuhren sie Hintergründe und sollten Aufgaben erfüllen, die die Protagonisten auch zu erledigen hatten. Durch die realistischen Requisiten und den Einsatz des Ipads bekamen die Jugendlichen so einen intensiven Eindruck vom Leben der drei Altersgenossen.

In Indien ist dies „Renu", deren Eltern für sie eine große Summe an Mitgift bezahlt haben. Und doch scheint es nicht genug. Die Gier ist unersättlich. Schikanen beginnen und sie wird Opfer eines Mordversuchs.

Auf den Philippinen begegnet ihnen „Mercedes" und "Paulo", beide 15 Jahre alt: Das Mädchen stammt aus dem ländlichen Raum. Ihre eigene Familie verkauft sie, um mit ihr gutes Geld zu verdienen. In der großen Stadt angekommen, landet sie in einem Bordell und muss als Prostituierte arbeiten.

Renu

Die Inderin Renu wurde von ihren Eltern zwangsverheiratet. Sie kannte ihren zukünftigen Mann bis zum Tag der Hochzeit nicht. Ihre Eltern mussten eine hohe Geldsumme als Mitgift an seine Eltern zahlen.

Daraus entstand die Projektaufgabe: Die Schüler sollten aus verschiedenen Dingen solche heraussuchen, die sich als Mitgift eigneten (Teppiche, Schmuck usw.).
Daraus entstand die Projektaufgabe: Die Schüler sollten aus verschiedenen Dingen solche heraussuchen, die sich als Mitgift eigneten (Teppiche, Schmuck usw.).
Daraus entstand die Projektaufgabe: Die Schüler sollten aus verschiedenen Dingen solche heraussuchen, die sich als Mitgift eigneten (Teppiche, Schmuck usw.).

Daraus entstand die Projektaufgabe: Die Schüler sollten aus verschiedenen Dingen solche heraussuchen, die sich als Mitgift eigneten (Teppiche, Schmuck usw.).

Die Schwiegermutter hasste Renu. Eines Tages, als Renu eine Suppe kochen sollte, warf diese eine brennende Gasflasche in die Küche zu Renu. Die Schüler verfolgen diesen versuchten Mitgiftmord auf ihrem Tablet in einer animierten Spielszene mit.

Renu wachte mit vielen Verletzungen erst im Krankenhaus wieder auf. Die Eltern reagierten mit großer Enttäuschung und nicht mit Unterstützung für Renu. hre Zimmernachbarin im Krankenhaus gab Renu eine Nummer von einer Frau, die ihr helfen könne. Renu hatte das Glück, dass diese Frau ein Frauenhaus leitete, in das Frauen mit solchen und ähnlichen Schicksalen flüchten können. Renu vertraute dieser Frau und durfte in das Frauenhaus ziehen.

Diese Schüler stehen vor einer nachgebauten Küchenzeile. Mit Hilfe eines Tablets scannen sie die nachmodellierten Zutaten für ein indisches Lammcurry.
Diese Schüler stehen vor einer nachgebauten Küchenzeile. Mit Hilfe eines Tablets scannen sie die nachmodellierten Zutaten für ein indisches Lammcurry.

Diese Schüler stehen vor einer nachgebauten Küchenzeile. Mit Hilfe eines Tablets scannen sie die nachmodellierten Zutaten für ein indisches Lammcurry.

Paulo

Die zweite Geschichte handelte von Paulo, der - wie so viele arme Jungs auf den Philippinen - auf und vom Müll lebte. Der Junge ist von zu Hause weggerannt. Seitdem schlägt er sich als Straßenkind durch. Er durchsucht Müllberge nach allem, was sich gut recyceln lässt und wofür er ein wenig Geld erhält. Leider kannte auch Paulo – wie die anderen – keinen anderen Ausweg als zu Stehlen.

Damit auch die Schüler einen Eindruck bekamen, wie schwer es ist, vom Müll zu leben, sollten sie im Projekt in einen Pappeberg greifen, und die Gegenstände, die sie ertasten, einscannen. Sie merkten, wie schwer es ist, etwas im Müll zu finden, was man zu Geld machen kann, um davon zu leben.
Damit auch die Schüler einen Eindruck bekamen, wie schwer es ist, vom Müll zu leben, sollten sie im Projekt in einen Pappeberg greifen, und die Gegenstände, die sie ertasten, einscannen. Sie merkten, wie schwer es ist, etwas im Müll zu finden, was man zu Geld machen kann, um davon zu leben.
Damit auch die Schüler einen Eindruck bekamen, wie schwer es ist, vom Müll zu leben, sollten sie im Projekt in einen Pappeberg greifen, und die Gegenstände, die sie ertasten, einscannen. Sie merkten, wie schwer es ist, etwas im Müll zu finden, was man zu Geld machen kann, um davon zu leben.
Damit auch die Schüler einen Eindruck bekamen, wie schwer es ist, vom Müll zu leben, sollten sie im Projekt in einen Pappeberg greifen, und die Gegenstände, die sie ertasten, einscannen. Sie merkten, wie schwer es ist, etwas im Müll zu finden, was man zu Geld machen kann, um davon zu leben.

Damit auch die Schüler einen Eindruck bekamen, wie schwer es ist, vom Müll zu leben, sollten sie im Projekt in einen Pappeberg greifen, und die Gegenstände, die sie ertasten, einscannen. Sie merkten, wie schwer es ist, etwas im Müll zu finden, was man zu Geld machen kann, um davon zu leben.

Die Schüler sollten dann als Projektaufgabe versuchen, Paulo dabei zu helfen und möglichst lange nicht die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zu ziehen. Paulo wurde aber doch von der Polizei erwischt und eingesperrt. Im Gefängnis wurde er von den anderen Häftlingen gequält und misshandelt.

Auch ihn erreichte das Glück, und eine Frau von einer Jugend-Schutz-Organisation besuchte das Gefängnis. Sie befreite Paulo aus der Haft und brachte ihn in ein Jugendheim. Auch dort lebten viele Jungs, die das gleiche erlebt hatten.

Im Gefängnis galt es für die Schüler, unter anderem eine Toilette zu putzen.
Im Gefängnis galt es für die Schüler, unter anderem eine Toilette zu putzen.

Im Gefängnis galt es für die Schüler, unter anderem eine Toilette zu putzen.

Mercedes

Die dritte Geschichte handelt von Mercedes, einem Mädchen, das mit ihrem Vater in einem kleinen Dorf auf den Philippinen in armen Verhältnissen lebte. Ihr Vater trank sehr viel Alkohol, und da die Mutter gestorben war, musste Mercedes die ganze Hausarbeit machen. Sie hoffte auf ihre Chance, ein besseres Leben zu führen, und ihre Großmutter sagte ihr immer, man solle Chancen nutzen.

Um zu verstehen, wie schwer und anstrengend es ist, wenn man vom Vater ständig hin und her geschickt wird und den ganzen Haushalt alleine machen muss, sollten die Schüler auf dem Ipad virtuell Sachen transportieren und Aufgaben erledigen, die zu Mercedes Alltag gehören.

Die Welt zum Besseren verändern - Veitshöchheimer Schüler erfuhren hautnah Transmediale Ausstellung "Missio for life"  des Katholischen Missionswerks
Die Welt zum Besseren verändern - Veitshöchheimer Schüler erfuhren hautnah Transmediale Ausstellung "Missio for life"  des Katholischen Missionswerks
Die Welt zum Besseren verändern - Veitshöchheimer Schüler erfuhren hautnah Transmediale Ausstellung "Missio for life"  des Katholischen Missionswerks
Die Welt zum Besseren verändern - Veitshöchheimer Schüler erfuhren hautnah Transmediale Ausstellung "Missio for life"  des Katholischen Missionswerks
Die Welt zum Besseren verändern - Veitshöchheimer Schüler erfuhren hautnah Transmediale Ausstellung "Missio for life"  des Katholischen Missionswerks
Die Welt zum Besseren verändern - Veitshöchheimer Schüler erfuhren hautnah Transmediale Ausstellung "Missio for life"  des Katholischen Missionswerks
Die Welt zum Besseren verändern - Veitshöchheimer Schüler erfuhren hautnah Transmediale Ausstellung "Missio for life"  des Katholischen Missionswerks

Eines Tages bekam Mercedes Besuch von einer Frau, die ihr anbot, das Dorf zu verlassen und mit ihr zu kommen, um einen Job als Kindermädchen zu beginnen. Sie nahm das Angebot an und zog in die Stadt. Leider wurde sie jedoch von der Frau getäuscht und musste in einem Bordell arbeiten. Mercedes berichtete, dass es leider häufig vorkomme, dass Mädchen vom Land mit gut bezahlten Jobs in die Stadt gelockt werden, um dann als Zwangsprostituierte zu arbeiten.

Während sie im Bordell arbeitete, erinnerte sie sich immer wieder an die Worte ihrer Großmutter. Irgendwann hielt sie es nicht mehr aus und beschloss, wegzulaufen.

Im Projekt sollten die Schüler ihr sozusagen dabei helfen, den richtigen Weg zur Polizei zu finden. Leider traf sie auf einen korrupten Polizisten, der Mercedes in der Hoffnung auf viel Geld als Belohnung wieder zurück ins Bordell brachte. Mercedes wurde schwanger und wusste keinen Ausweg mehr.

Eines Tages sprach eine Frau sie an und sagte ihr, dass sie Mitglied einer Frauenschutzorganisation sei. Sie bot Mercedes an, dass sie sie aus dem Bordell befreien könne, wenn Mercedes dies wolle. Sie dachte wieder an die Worte ihrer Großmutter und vertraute der Frau, und mit Hilfe der Frau und der Organisation gelang es Mercedes sogar, einen eigenen Friseursalon zu eröffnen.

Mit anderen Augen sehen

Von der Ausstellungskonzeption mit Schautafeln, realistischen Requisiten und Ipads waren die Schüler begeistert. Sie setzten sich zwangsläufig spielerisch mit ihnen unbekannten Lebenssituationen auseinander und lernten die unerbittliche Realität kennen, die in fernen Ländern herrscht. Die Geschichten gehen alle gut aus, weil die missio for life-Partner zu Hilfe kamen und Renu, Mercedes und Paulo retteten. Andere haben jedoch nicht so viel Glück. Die Leben der drei Protagonisten warfen viele allgemeine Fragen über Menschenwürde und soziale Ungerechtigkeiten auf.

"Wir haben es echt gut", sagte eine Schülerin. Sie habe einiges dazugelernt. Das war auch das Ziel, verdeutlichte die stellvertretende Schulleiterin Jutta Merwald. Die spielerische Ausstellung sollte den Blick auf die Welt und das Miteinander verändern. Sie habe verdeutlicht, wie wichtig es sei, sein Leben selbst gestalten zu können und dass es sich lohnt, sich sozial zu engagieren.

Christian Homey: "Unser Anliegen ist es, Schülerinnen und Schülern eine Vorstellung von sozialen Problemen in der Welt zu vermitteln, mit denen viele ihrer Altersgenossen täglich konfrontiert sind. Gleichzeitig zeigen wir, wie sich jeder einsetzen kann, damit die Welt zum Besseren verändert wird und Menschen in mehr Würde leben können."

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