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Gemeinde Veitshöchheim steht gut da - Bürgerversammlung ohne jede Brisanz

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Gemeinde Veitshöchheim steht gut da - Bürgerversammlung ohne jede Brisanz

Die nach der Bayerischen Gemeindeordnung mindestens einmal im Jahr vorgeschriebene Bürgerversammlung stellt eine wichtige Möglichkeit zur Beteiligung der Bürger dar. Sie dient der Information, der Erörterung gemeindlicher Angelegenheiten und der Verabschiedung von Empfehlungen an den Gemeinderat.

Nach zwei Jahren im Exil des Hauses der Begegnung freute sich Bürgermeister Jürgen Götz, dass die Bürgerversammlung an diesem Donnerstagabend wieder in den Mainfrankensälen über die Bühne gehen konnte. An die 200 Veitshöchheimer bekundeten durch ihr Erscheinen ihr Interesse am Gemeindeleben.

Breiten Raum nahm die anschaulich bebilderte Information des Bürgermeisters mit sehr vielen Zahlen, Fakten und Informationen ein, mit der er das vergangene Jahr Revue passieren ließ, um dann mit einem Blick in die Zukunft darüber zu sprechen, welche Projekte aktuell bearbeitet oder realisiert werden sollen.

Nach einer kurzen Pause nahm er dann zu sechs schriftlich vorliegenden Eingaben Stellung. Im Anschluss daran nutzten nur drei Bürger die Gelegenheit, sich zu Wort zu melden, so dass Bürgermeister Jürgen Götz nach 100 Minuten sein Schlusswort sprechen konnte.

Rückblick des Bürgermeisters

Mainfrankensäle

  • Ein erstes Highlight des Jahres war gleich am 3. Januar der Festakt zur Eröffnung der Mainfrankensäle, nach knapp zweijähriger Sanierungs- und Umbauphase mit 250 geladenen Gästen. Die Gemeinde hat hier knapp 13,5 Millionen Euro in die Sanierung und Erweiterung gesteckt um somit die Mainfrankensäle wieder auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Der reguläre Betrieb konnte planmäßig mit Beginn des Jahres starten und der Kostenrahmen wurde eingehalten.
  • Einen Tag später, am 4. Januar waren dann auch die Mitbürger zum „Tag der offenen Türe“ eingeladen hinter die Kulissen der neuen MFS zu blicken und sich am bunten, von Vereinen und der Gemeinde organisierten Programm, von Konzerten bis zum Kabarett zu erfreuen.
  • Die Auslastung der Säle ist bislang sehr gut und übertrifft die Planungen für das erste Jahr. Sowohl kommerzielle Veranstalter, örtliche Vereine, die Gemeinde mit ihren verschiedenen Veranstaltungen nehmen die Säle und auch die neuen Konferenzräume sehr gut an.
  • Auch der Fasching konnte wieder ohne Baustelleneinschränkungen in die Mainfrankensäle zurückkehren, was natürlich nicht nur für die 27. Fernsehsitzung Fastnacht in Franken, sondern auch für die beiden Faschingsvereine VCC und TSG von Vorteil war. Ein Höhepunkt im Fasching war auch wieder der Rosenmontagszug, der in diesem Jahr bereits zum 47. Mal stattgefunden hat.

Bei der Sportlerehrung am 20. März in der Dreifachturnhalle wurden 50 Sportlerinnen und Sportler aus 12 Sportarten ausgezeichnet, Sie hatten allesamt auf Landes oder Bundeseben mindestens einen Podestplatz erreicht. Die Ehrung und das Rahmenprogramm wurde von 400 Besuchern verfolgt. Die Übergabe der diesjährigen Sportabzeichen findet am Montag, 23.11. statt.

Nach vielen Jahren findet am 16. Mai wieder einmal der Feldgeschworenentag der Vereinigung rechts des Mains in Veitshöchheim statt. Mehr als 200 Feldgeschworene und viel politische Prominenz waren zum Gottesdienst und zur Kundgebung im Rathausinnenhof gekommen.

An Pfingsten konnte unsere Feuerwehr ihr 150 jähriges Jubiläum mit einem großen Zeltfest am Main gebührend feiern. Bei bestem Wetter und einem tollen und abwechslungsreichen Programm war das Zelt an drei von vier Festtagen bestens gefüllt. Auch am farbenprächtigen und beindruckenden Festzug am Sonntag nahm insbesondere die örtliche Bevölkerung großen Anteil.

Erneut gefordert war die Feuerwehr beim Kreisfeuerwehrtag, der im Juni in den Mainfrankensälen stattfand. Von 114 Feuerwehren im Landkreis waren 100 der Einladung gefolgt um an der „Jahreshauptversammlung“ teilzunehmen.

Nach 19 Jahren Pause konnte Veitshöchheim vom 31.7. bis zum 3.8. wieder ein Weinfest im Rokokogarten feiern. Möglich machte dies eine Zusage von Finanz- und Heimatminister Söder, der das Fest auch höchstpersönlich eröffnete. Nachdem der Ort keine Weinprinzessin hat, ist der Weingott Bacchus, in Person von Oswald Bamberger hier kurzfristig eingesprungen. Ein herzlicher Dank den vier ausrichtenden Vereinen: Tanzsportgarde, VCC, Turngemeinde und Sportverein. Der neue Termin steht schon fest: Es soll eine Wiederholung geben vom 29.7. bis 1.8.2016

Am 30.6. geht im Veitshöchheimer Rathaus eine Ära zu Ende. Der Geschäftsleitende Beamte der Gemeinde Dieter Gürz, der diese Tätigkeit 37 Jahre ausübte tritt in den wohlverdienten Ruhestand. Seit seiner Einstellung bei der Gemeinde Veitshöchheim am 1.7.1978 als Geschäftsleitender Beamter hatte Verwaltungsrat Dieter Gürz nur mit drei Bürgermeistern zu tun: bis 1986 mit Erich Steppert, bis 2014 mit Rainer Kinzkofer und das letzte Jahr mit Jürgen Götz. Dieter Gürz hat sich in all den Jahren seiner Tätigkeit über das normale Maß hinaus für die Gemeinde eingesetzt. Beispielhaft sei hier nur die Aktion "Veitshöchheim blüht auf" zu erwähnen, bei der die Gemeinde 2009 die Goldmedaille erreichte. Federführend als Projektleiter verantwortlich hierfür zeichnete Dieter Gürz. Darüber hinaus war er seit Anfang seiner Tätigkeit bis heute für die Pressearbeit in Veitshöchheim zuständig, was er erfreulicherweise auch weitermacht, ebenso wie seinen privaten Blog, Veitshöchheim News, auf welchem alle Neuigkeiten in und um Veitshöchheim erfahren werden können. Bürgermeister Götz: "An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei Herrn Gürz recht herzlich für seinen Einsatz und sein Engagement für unsere Gemeinde auch im Namen der Bürgerschaft recht herzlich bedanken. Wir wünschen Ihnen, Herr Gürz an dieser Stelle noch einmal alles Gute für ihren Ruhestand und weiterhin beste Gesundheit."

Die Nachfolge als Geschäftsleiterin übernommen hat seit 01.07. die Juristin Eva Marietta Freifrau von Vietinghoff-Scheel. Frau von Vietinghoff war zuletzt als Leiterin des Bauamtes beim Landratsamt Würzburg tätig. Der Bürgermeister wünschte ihr für ihre Tätigkeit in der Gemeinde alles Gute und eine glückliche Hand.

Die Bücherei im Bahnhof und auch unser Jugendzentrum begehen in diesem Jahr ihr 25- jähriges Jubiläum. Dies wurde bei den verschiedenen Veranstaltungen gefeiert, wie z.B. beim Bahnhofsfest mit Büchereiflohmarkt am 4. Juli oder auch beim Tag der offenen Türe im JUZ. In beiden Einrichtungen hat es auch personelle Veränderungen gegeben. Im Jugendzentrum hat Tamara Strotmann seit August die Leitung von Frau Alin übernommen, die die Gemeinde verlassen hat und Verena Schmitt ist in der Bücherei seit August als Elternzeitvertretung von Yvonne Bräunig neu im Team. Passend im Jubiläumsjahr konnte sich die Bücherei gleich über mehrere Auszeichnungen freuen. So wurde sie im Juli mit dem Kinderbibliothekspreis der Bayernwerk AG ausgezeichnet, welcher mit 5000 Euro dotiert war. Außerdem konnte die Bücherei beim bundesweiten desweiter Leistungsvergleich des Deutschen Bibliotheksverbands Ergebnisse in allen vier Dimensionen erreichen. Sie kam in allen vier BIX-Disziplinen (Angebot, Nutzung, Effizienz und Entwicklung) in die „Gold-Gruppe“. Für den Vergleich wurden die Daten aller Bibliotheken Deutschlands herangezogen.

Ein ausgiebiges kulturelles Angebot konnte auch in diesem Jahr dargeboten werden, woran sich zahlreiche Künstler und Hobbykünstler beteiligten. Angefangen von den Tagen der offenen Ateliers über Kunst vor Ort, bis hin zu zahlreichen hochwertigen Ausstellungen. Aktuell noch zu sehen ist die Ausstellung zum 70. Todestag von Peter Würth im Sitzungssal.

Die Promenadenmischung an der Mainlände mit dem Hobbykünstlermarkt, durchmischt mit musikalischen Angeboten war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg.

An den Sonntagen in den Sommerferien finden seit 2008 regelmäßig die sogenannten Sommerkonzerte im Synagogenhof statt, welche auch in diesem Jahr ein abwechslungsreiches Programm geboten haben und sehr gut besucht waren.

Eine Neuerung: Die Gemeinde gibt wieder einen gedruckten Veranstaltungskalender in einem Ansprechenden Design heraus, der im vierteljährlichen Turnus erscheint und übersichtlich und kompakt über die vielen Veranstaltungen in unserer Gemeinde informieren soll.

Mit allen vier Partnerschaften gab es im ablaufenden Jahr Kontakte. Den Auftakt machte das 20-jährige Jubiläum mit der französischen Partnerstadt Pont-LÉveque, welches mit einem Konzert im Bacchuskeller „Cafe de la Mer“ am 1. März begann. Die eigentlichen Feierlichkeiten wurden beim Besuch der französischen Gäste Mitte Mai bei einem Festabend in den Mainfrankensälen begangen. Den Abschluß bildete eine Käseweinprobe im Oktober im historischen Weinkeller in der Herrnstraße. Die bisherige Partnerschaftsbeauftragte Christel Teroerde und der bisherige Schatzmeister des Partnerschaftskomitees Wolfgang Klopsch hatten zum Jubiläum ihre Ämter niedergelegt. Der Bürgermeister bedankte sich bei beiden noch einmal für ihr Engagement um die Partnerschaft sehr herzlich. Als potentielle Nachfolgerin für das Amt der Partnerschaftsbeauftragten steht Eva Trampe zur Verfügung. Sie ist zur Zeit noch Studienreferendarin mit den Fächern Latein und Französisch an einem Würzburger Gymnasium und hofft auf eine heimatnahe Stelle als Gymnasiallehrerin. Endgültig klärt sich dies erst im Januar 2016.

Zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober konnte die Gemeinde das 25 jährige Jubiläum mit der sächsischen Partnerstadt Geithain feiern. Dazu waren knapp 90 Gäste einschließlich des neuen Bürgermeistersneuem Bürgermeister aus der Partnerstadt nach Veitshöchheim gekommen, um das Jubiläum bei einem Festakt und beim anschließenden Schützentanz gebührend zu feiern.

Wie im letzten Jahr beim 20 jährigen Jubiläum vereinbart, fand im Oktober eine Bürgerreise in die italienische Partnerstadt Greve statt, an der 47 Personen teilgenommen haben. Neben einem Sightseeing Programm in und um Greve wurde die Gruppe auch im Rathaus empfangen.

Seit 50 Jahren ist Veitshöchheim nun Garnisonsstandort der Bundeswehr. Am 1.10.1965 konnte das Sanitätsbataillon in die nach dem berühmten Baumeister des Barock und Rokoko, Balthasar Neumann, benannte Kaserne verlegt werden, ebenso auch Feldjägerkompanie, Nachschubkompanie, Heeresmusikkorps, Ausbildungskompanie 6/12 und weitere kleinere Dienststellen. Das Jubiläum wurde am 11. Juni bei einem Festakt in der Kaserne gebührend gefeiert. Mit Wirkung vom 01. Januar 2015 wurde die Division Süd in 10. Panzerdivision umbenannt. Generalmajor Bernd Schütt konnte zahlreiche hochrangige Besucher der Kaserne begrüßen, unter ihnen auch der katholische Militärbischof Dr. Franz Josef Overbeck, gleichzeitig auch Bischof von Essen. Das Heeresmusikkorps Veitshöchheim erlebte einen Stabwechsel. Der bisherige Leiter Oberstleutnant Burkard Zenglein verabschiedete sich mit einem Konzert in den Mainfrankensälen und gab den Taktstock weiter an Oberstleutnant Kahle.

Auch an der Grundschule gab es einen Stabwechsel. Nach 36 Jahren, davon 27 Jahre als Konrektor, wurde Hans Winzelmaier in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Die neue Konrektorin Julia Heres kam aus Rottendorf mit Beginn des neuen Schuljahres an die Grundschule.

Die Mittelschule konnte in diesem Jahr ebenfalls ihr 50 jähriges Jubiläum feiern. Insbesondere auch wegen des Baus der Kaserne war im Jahr 1965 der Bedarf an Schulfläche soweit angewachsen, dass damals die Eichendorff- Schule entstanden ist. Ganz aktuell wurde in dieser Woche bereits der 8. Berufsinformationstag in Zusammenarbeit mit lokalen Betrieben durchgeführt, mit dem Ziel Schülern gezielte Informationen für über einzelne Berufe zu geben und so die Berufswahl zu erleichtern.

Das Gymnasium Veitshöchheim hat sich auch in diesem Jahr mit zahlreichen Projekten und Veranstaltungen in das Gemeindeleben eingebracht, auch bei einem Projekt zum Radwegekonzept hatten sich Schüler des Gymnasiums beteiligt. Seit diesem Schuljahr ist auch am Gymnasium die Stellvertretung des Schulleiters neu geregelt. Studiendirektorin Jutta Merwald wird die Nachfolgerin von Studiendirektor Michael Schmitt , der als Schulleiter an das Deutschhaus Gymnasium in Würzburg wechselt.

Die Sing- und Musikschule glänzte unter der bewährten Leitung von Dorothea Völker bei zahlreichen Konzerten und Aufführungen. Höhepunkt hierbei war sicherlich das Requiem von Dvorak, welches der Projektchor im April zusammen mit den Hofer Symphonikern vor 700 Besuchern in der Johanniskirche aufführte. Seit diesem Schuljahr neu ist eine Kooperation im Bereich Chorklasse zwischen der Sing- und Musikschule Veitshöchheim und der Grundschule Veitshöchheim.

Eine Notunterkunft für Flüchtlinge hat die Regierung von Unterfranken im September kürzlich in der Balthasar Neumann Kaserne eingerichtet. Die Unterkunft wird direkt von der Regierung betrieben, es handelt sich um eine Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung Schweinfurt. Die Gemeinde hat diesbezüglich hier in den MFS am 8.10.2015 eine Informationsveranstaltung durchgeführt um aus erster Hand zu informieren. In dieser Veranstaltung hatte der Vertreter der Regierung eröffnet, dass ab dem nächsten Tag die ersten Flüchtlinge kommen sollten. Inzwischen sind einige Wochen vergangen, die bisher max. Zahl der Flüchtlinge in der Unterkunft betrug 453. Zur Zeit sind ca. 350 Flüchtlinge in der Unterkunft untergebracht. davon ca. 70 Kinder. Herkunft: Syrien, Afghanistan, Ukraine. Das Kulturamt mit Frau Heußner und insbesondere Frau Dr. Edelmann haben die Koordination von Hilfsangeboten und Ehrenamtlichen Helfern übernommen. Im Moment sind ca. 140 ehrenamtliche Helfer in vier Arbeitsgruppen aktiv. Helferkreise: Fahrdienst, Sprache, Kinder/Freizeit, Sachspenden. Unterstützung durch: Bundeswehr, Pfarrgemeinden Veitshöchheim, Turngemeinde, Feuerwehr, Schulen, Nachbarschaftshilfe, Gymnasium, BFW - Informationen auf Internetseite der Gemeinde Veitshöchheim.

Der 23. Informationsgang der Gemeinde führte in diesem Jahr vom Waldfriedhof über die Sandäcker ins Gewerbegebiet. Dort konnte vor einem rekordverdächtigen Publikum über laufende, abgeschlossene und zukünftige Projekte berichtet werden. Den Schlusshock gab es nach einer Besichtigung der im neuen Bistro von Mehlig und Heller. Der Startpunkt des Info- Ganges, der Waldfriedhof konnte beim Wettbewerb "Unser Friedhof - Ort der Würde, Kultur und Natur" des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege überzeugen und wurde im September für vorbildliche Leistungen um Gestaltung, Pflege und Erhalt eines würdevollen Friedhofes ausgezeichnet. Diesen Preis haben in erster Linie auch die Bauhofmitarbeiter verdient, die sich tagtäglich um die Pflege des Friedhofes kümmern.

Das Thema Klimaschutz spielte auch in diesem Jahr eine große Rolle. Die bewährte Vortragsreihe des Klimaschutzmanagers konnte fortgesetzt werden. Es wurde eine Energiesparprämie für den Neukauf von Kühl- oder Gefriergeräten ausgezahlt. In Zusammenarbeit mit dem Agenda Arbeitskreis wurde erst letzte Woche ein Vortrag zum Thema Klimaerwärmung mit Prof. Paeth im Sitzungssaal abgehalten.

Beim Stadtradeln konnten wieder Rekordergebnisse erzielt werden, insbesondere was die zurückgelegten Kilometer betrifft: knapp 35.000 km wurden von 141 Radlern zurückgelegt, die in 21 Teams organisiert waren.

Im Sinne der Nachhaltigkeit organisierten der gemeindliche Klimaschutzmanager Jan Speth und Daniel Schiel im Oktober bereits zum 4. Mal in Repair Cafe in der Eichendorff Schule. Von den ca. 90 reparaturbedürftigen Gegenständen waren 83% elektrische und elektronische Geräte. 7% entfielen jeweils auf Näharbeit und Fahrradreparaturen, der Rest entfiel auf sonstige Reparaturen. Über die Hälfte der Reparaturen war erfolgreich, in elf Fällen konnte eine Fehleranalyse betrieben werden, in 14 Fällen war keine Reparatur mehr möglich.

Gemeindliche Projekte:

Nun kam der Bürgermeister zu den gemeindlichen Projekten, die in diesem Jahr, bzw. seit der letzten Bürgerversammlung abgeschlossen werden konnten:

  • Ein äußerst positives Ergebnis brachte der Forstwirtschaftsplan, den die Gemeinde Veitshöchheim Ende 2013 in Auftrag gegeben hatte. Rund ein Jahr hat Forstsachverständiger Michael Junginger den ca. 230ha großen Wald nach einem gesetzlich vorgeschriebenen Plan und vermaß und begutachtet. Als FFH Gebiet eingestuft ist der Veitshöchheimer Wald auch als Bannwald geschützt und gehört zum Netzwerk Natura 2000. 90% Laubholz und lediglich 10% Nadelholz – überdurchschnittlich hohe Eichen- und Buchenbestände zeichnen den Veitshöchheimer Wald aus.
  • Seit dem 12. Oktober ist ein neuer Busfahrplan in Kraft getreten. Nach mehreren Gesprächen mit dem Kommunalunternehmen zur Überplanung bzw. Neuerstellung des Fahrplanes der Buslinien 11 und 19 konnte erreicht werden, dass Anregungen und Wünsche im neuen Fahrplan teilweise berücksichtigt werden konnten. Insbesondere die Einbindung der Bürger in den Planungsprozess hat dazu beigetragen, dass Fahrbahnlücken geschlossen und eine regelmäßige Bedienung erreicht werden konnte.
  • Was lange währt wird endlich gut. Seit 20 Jahren hatten sich die Gemeinde und die Gadheimer Bürgerinnen und Bürger für einen sicheren Fußgängerübergang in Gadheim eingesetzt. Seit Dezember letzten Jahres ist es nun soweit. Gadheim hat eine Fußgängerampel.
  • Der Ausbau der Friedenstraße konnte nach über einem Jahr Bauzeit- mit Unterbrechung über den Winter- im Oktober abgeschlossen werden. In zwei Abschnitten wurden neben dem Ausbau der Friedenstraße selbst auch der Umbau der Kreuzung in die Günterslebener Straße und die Verlängerung des Radwegs von der Geithainer Allee bis zur Bushaltestelle Heidenfelder Straße in dem rund 1,2 Millionen Euro teuren Projekt realisiert.
  • Keinen Umweg mehr in Kauf nehmen müssen zukünftig die Veitshöchheimer, insbesondere die Bewohner des Seniorenheims St. Hedwig, wenn sie von der Würzburger Straße zu den Einkaufsmärkten auf dem neuen REWE-Gelände bzw. zum Fußweg entlang der Pont lÉveque – Allee gelangen wollen. Auf eine Länge von ca. 90 m konnte der 2m breite Fußweg im Juni diesen Jahres eröffnet werden. Die Baukosten betrugen rund 40.000 Euro.
  • Ein erster Schritt zur Sanierung der Günterslebener Straße konnte in den Sommerferien abgeschlossen werden. Aufgrund der massiven Schäden im Kurvenbereich wurde der Straßenabschnitt ab der Engstelle der Bahnhofstraße bis zur Brücke über die B 27 auf einer Länge von 150 Meter für rund 175.000 Euro saniert. Die beiden Bushaltestellen wurden im Zuge des Gehwegausbaus barrierefrei umgebaut, das heißt es wurden hier Sonderborde und im Bereich des vorderen Buseinstiegs Bodenindikatoren eingebaut. Im Rahmen des beauftragten Radwegkonzepts wurde im Bereich Gernecksplatz bis zur Brücke über die B27 ein bergwärts führender Schutzstreifen für Radfahrer aufmarkiert.
  • Noch rechtzeitig vor Eröffnung der Freibadesaison am 1. Mai konnte auf dem Steilhang südlich der Liegewiese des Geisbergbades eine Photovoltaik-Anlage installiert werden. Die 270 Module der PV-Anlage erbringen eine Gesamtleistung von 70,2 kWp. Sie kann komplett zur Reduzierung des Stromverbrauchs im Freibad eingesetzt werden. Die Amortisationszeit der Anlage beträgt 10 Jahre.

Laufende Projekte:

  • Auch in diesem Jahr wurde die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED- Technik weiter vorangetrieben. Für den Haushaltsansatz in Höhe von 200.000 Euro sollen noch bis zum Jahresende weitere Lampen umgerüstet werden. Aktuell werden die Lampen im Bereich der Gartensiedlung umgestellt. Durch die Umstellung sind bis zu 80% Stromeinsparungen möglich, ohne Einschränkung der Einschaltdauer. Eine Kostenamortisation erfolgt bereits nach 7 Jahren.
  • Die Gemeinde hat vor zwei Jahren im Gebiet vom Main bis zur Bahnlinie das Schmutz- und Mischwasserkanal-Netz auf einer Länge von 9,6 Kilometer mit der Kamera zur Suche größerer Grundwasser-Eindringstellen befahren lassen. Nach der Auswertung liegt der von den Fachbehörden immer wieder beanstandete Fremdwasseranteil in der Kanalisation im Mittel bei 34 Prozent. Die im Altort festgestellten Schäden wurden in diesem Jahr auf einer Länge von ca. 1,3 Kilometer mit einem Kostenaufwand von ca. 500.000 Euro abgedichtet. Das ganze wurde im Inlinig- Verfahren durchgeführt um teure Aufgrabungen zu vermeiden. Die Maßnahme wird im Jahr 2016 fortgesetzt.
  • Die Erschließungsmaßnahme ist ein Novum in Veitshöchheim, denn die Tiergartenstraße wurde noch nie ordnungsgemäß hergestellt, obwohl sie schon seit Jahrzehnten bebaut ist. Die unregelmäßig breiten Wegflächen waren nur provisorisch bituminös und nicht frostsicher befestigt und nur zwei Straßenleuchten vorhanden. Deshalb sah der Bebauungsplan "Tiergarten" vom April 1986 eine Ausbaubreite von 6,0 Meter nebst Gehweg von 1,5 Meter vor. Hier laufen bisher auch noch Schmutz- und Regenwasser in einen Kanal, obwohl ansonsten im Altort die Abwässer im Trennsystem beseitigt werden. Aber erst durch die von den Wasserbehörden geforderte Regenwasserkanal-Verlegung zur Erweiterung des Trennsystems fasste der Gemeinderat im Dezember 2008 einen Grundsatzbeschluss zum Ausbau. Gleichzeitig zu dieser Erschließungsmaßnahme saniert die Schloss- und Gartenverwaltung, vertreten durch das staatliche Bauamt, den historischen Kanal, welcher vom Wasserturm im Hofgarten bis zum Main und damit durch die Tiergartenstraße fließt. Die Kosten der Maßnahme belaufen sich insgesamt auf ca. 800.000 €. Die Bauarbeiten begannen im August, bis Weihnachten diesen Jahres sollen die Kanalbauarbeiten einschließlich der Ertüchtigung des historischen Kanals der Schlösserverwaltung und der Neuverlegung von Versorgungsleitungen wie Strom und Wasser abgeschlossen werden. Der Straßenneubau in Asphalt- und Pflasterbauweise soll dann im Frühjahr 2016 bei geeigneter Witterung beginnen und bis Ende Oktober 2016 zum Abschluss kommen.
  • Thema Breitbandausbau: Die Gemeinde hat bereits im Dezember 2012 sich um die Teilnahme am bayerischen Hochgeschwindigkeitsförderungsprogramm beteiligt. Im Zuge dessen erfolgte damals ein Markterkundungsverfahren, welches zum Ergebnis hatte, dass die Telekom als Investor eigenwirtschaftlich ein Hochgeschwindigkeitsnetz flächendeckend ausbauen will, im ganzen Ortsgebiet einschl. Gewerbegebiet und Gadheim. Für die Gemeinde fallen dabei keine Kosten an. Im Förderverfahren wären lediglich das Gewerbegebiet und Gadheim berücksichtigt worden - alleine dieser Bereich hätte die Gemeinde trotz Förderung von rd. 50% satte 125.000 € gekostet. Götz: "Insofern freuen wir uns über die Investition der Telekom, die nach Presseinformationen bei ca. 1,5 Millionen Euro liegen dürfte." Für den Eigenausbau der Telekom sind natürlich Kabelverlegungsarbeiten notwendig, welche sie derzeit überall im Ort auch sehen können. Diese erfolgt in teils offener Bauweise d.h. Gehwege werden aufgegraben, größtenteils jedoch in geschlossener Bauweise durch das Einziehen der Leitungen in Leerrohren. Bei Hausanschlüssen, die bis zu 400 Meter Kabellänge vom Verteilerkasten entfernt ist, soll der Download-Wert noch 80 Mbit/s, bei 600 Meter an die 50Mbit/s Download betragen. Auch nach dem Selbstausbau der Telekom, der der Gemeinde keinen Cent kostet, bleibt laut Telekom der Wettbewerb erhalten, sind die Anschlussnehmer nicht an die Telekom gebunden. Garantiert sind 50MBit/S im Download!
  • Im Juni 2011 hatte der Gemeinderat beschlossen, das in drei Abschnitten 1971, 1979 und 1992 mit einer Gesamtgröße von 39,5 Hektar entstandene Gewerbegebiet um 8,5 Hektar in einem vierten Bauabschnitt zu erweitern, da eine große Nachfrage auch von bereits ansässigen Betrieben nach Erweiterungsflächen bestand. Vier Jahre später ist nun die Erschließung des Erweiterung-Gebietes praktisch abgeschlossen. In diesen Tagen wird noch der Asphalteinbau vervollständigt. Insgesamt hat die Gemeinde hier mit Grunderwerb, einschließlich Ausgleichsflächen, Planungs- und Erschließungskosten rund 2,7 Millionen Euro investiert, welche jetzt durch den Verkauf der Grundstücke refinanziert werden. Stand heute sind praktisch bereits 5 der 12 Grundstücke verkauft - das heißt der notarielle Vollzug erfolgt nächste Woche – dies entspricht ca. 42% der neuen Gewerbeflächen. Noch von Interesse: die 105 Betriebe im Gewerbegebiet bieten rund 1500 Arbeitsplätze.
  • Geplantes Neubaugebiet Sandäcker: Das ganze Vorhaben beschäftigt den Gemeinderat bereits seit 2007. Der Gemeinderat hatte beschlossen zur Verwirklichung der Maßnahme einen Erschließungsträger für die ersten Phasen zu beauftragen. So führte die Gemeinde im Mai diesen Jahres mit der beauftragten KFB-Baumanagement GmbH drei Informationsveranstaltungen für die Grundstückseigentümer durch. Dort wurden Möglichkeiten und Wünsche der Grundstückseigentümer erörtert. Das Vermessungsamt hat zwischenzeitlich eine mögliche Neuordnung der Grundstücke vorgenommen. Diese werden von der KfB und vom Vermessungsamt bis Anfang Dezember, also in den nächsten Tagen in Einzelgesprächen mit allen Eigentümern abgeklärt. Falls in diesen Gesprächen eine Einigung zu erzielen ist, könnte dann im neuen Jahr das Bebauungsplanverfahren fortgesetzt werden. Götz: "Wir streben hier an den Bebauungsplan bis Ende 2016 zum Abschluss zu bringen. Entscheidend hierfür ist jedoch die Grundstückssicherheit um ein langwieriges Umlegungsverfahren zu vermeiden. Die Gemeinde hat hier in den letzten drei Jahren in den Sandäckern immer wieder Flächen erworben, und hierfür ca. 3,3 Millionen Euro ausgegeben, so dass wir derzeit in Besitz von 4,6ha bzw. 33% der 13,8ha großen Fläche sind." Der derzeitige Bebauungsplanentwurf sieht demnach 33 Einfamilienhäuser, 34 Doppelhäuser, 76 Reihenhäuser und 188 Wohnungen im Geschoßwohnungsbau vor. Insgesamt also 324 Wohneinheiten.
  • Der Sicherheitsbericht 2014 der Polizeiinspektion Würzburg Land wurde Mitte April 2015 an die Gemeinde übermittelt. Das Fazit der Polizei: Mit durchschnittlich 20,4 Straftaten pro 1.000 Einwohner (insgesamt 2437 Fälle) zählt der Landkreis Würzburg zu den sichersten im Freistaat Bayern. Zum Vergleich ist diese Zahl unterfrankenweit mit 42,14 doppelt so und liegt bayernweit sogar bei 51,54. Veitshöchheim liegt hier voll im Landkreistrend. Es gab örtlich 201 Kriminalstraftaten. Dies sind bei 9.736 Einwohnern 20,65 Fälle pro 1.000 Einwohner. Aufgeklärt wurden davon 133, was einer Aufklärungsquote von 66,1 Prozent entspricht. Diese ist erfreulicherweise sehr hoch. Eine negative Tendenz ist bei der Zahl der Wohnungseinbrüche zu erkennen - diese lag 2013 noch bei 48 Fällen, und verdoppelte sich im Jahr 2014 fast auf 93.
  • Insbesondere auch durch die Spendenbereitschaft der Mitbürger konnte die Gemeinde in diesem Jahr ein neues HvO Helfer vor Ort-Fahrzeug anschaffen. Über 14.000 Euro waren die Bürger bereit zu spenden, was die Anschaffung des rd. 48.000 Euro teuren Fahrzeugs ermöglichte. Es ist damit auch weiterhin möglich noch vor dem Eintreffen eines Notarztes erste Hilfe zu Leisten und so Menschenleben zu retten. Ein Zeitvorteil von ca. 3 Minuten der im Ernstfall entscheidend sein kann. In diesem Jahr hatte die 14 köpfige HvO Gruppe bereits 428 Einsätze zu leisten. Der HvO Dienst findet ja im Ehrenamt statt, was natürlich bedeutet, dass während der normalen Arbeitszeiten auch die HvO´ler nur bedingt einsatzbereit sind. Götz: "Um jedoch auch im Tagesdienst wieder einsatzfähig zu sein haben wir in den vergangenen Monaten Gespräche mit der Bundeswehr geführt, mit dem Ziel den Tagesdienst über die am Standort verfügbaren Soldaten abzudecken. Nach erfolgreichen Gesprächen werden also ab dem Frühjahr 24 Soldaten der Bundeswehr für den Tagesdienst zur Verfügung stehen. Ein herzliches Dankeschön hierfür an dieser Stelle an den Standortältesten Oberst Rupp, der sich hierfür eingesetzt hat."
  • Kinderbetreuung: Insgesamt ist festzustellen, dass der Bedarf an Kinderbetreuung in den letzten Jahren kontinuierlich steigt. So können, nachdem das Angebot mit dem neuen Schuljahr erneut dem Bedarf angepasst wurde, derzeit 679 Kinderbetreuungsplätze in den verschiedenen Einrichtungen in Veitshöchheim vorgewiesen werden. Die noch einmal auf 1,4 Millionen Euro gewaltig gestiegenen Kosten in diesem Bereich sind zum einen auf neue Hortgruppen aber zum Teil auch auf eine Erhöhung des Basiswertes durch den Qualitätsbonus Plus, also eine gesetzliche Änderung zurück zu führen.
  • Die neuesten Zahlen des Freibades zeigen im Ergebnis fast eine Halbierung des Defizites von ca. 142.000,- auf ca. 78.000,- Euro (jeweils ohne Abschreibung gerechnet), was natürlich auf die heißen Tage, insbesondere im Juni, Juli und August und damit auf eine neue Rekordbesucherzahl von 112.570 Badegästen zurückzuführen ist.
  • Zur aktuellen Haushaltslage der Gemeinde und des Eigenbetriebes gab es Erfreuliches zu berichten: Das Ergebnis des Haushaltes 2015 wird wohl deutlich besser ausfallen als veranschlagt. Eine im Haushalt vorgesehen Neuaufnahme von Krediten in Höhe von 1,8 Millionen Euro war nicht erforderlich, außerdem kann voraussichtlich, dies allerdings bedingt durch eine geringere Investitionstätigkeit als ursprünglich veranschlagt, eine freie Finanzspanne von rund 1,7 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Der Haushaltsansatz hatte hier lediglich 116.300 Euro betragen. Erfreulich ist zudem, dass die Liquiditätsreserven in Höhe von rund 8,7 Millionen Euro nicht gebraucht wurden. Veranschlagt war hier ursprünglich eine Entnahme von ca. 4,25 Millionen Euro. Götz: "Zusätzlich zu diesen erfreulichen Zahlen kann ich Ihnen berichten, dass wir die Verschuldung von 4.817 Millionen auf 4.263 Millionen, also um knapp 466.000 Euro senken konnten. Damit rd. 165.000 Euro mehr getilgt als veranschlagt. Ohne die verbleibenden rd. 3,7 Millionen Schulden für die Mainfrankensäle, welche durch Sanierung und Umbau erst in den letzten beiden Jahren aufgenommen wurden, haben wir praktisch nur rentierliche, sprich durch Einnahmen im jeweiligen Bereich abgesicherte Schulden."

Zukunftsprojekte:

  • Eine in diesem Winter durchzuführende Maßnahme wird die Entfernung von einigen Hybridpappeln am Mainufer sein. Nachdem insbesondere im Frühjahr und im Sommer immer wieder einzelne Äste, teilweise in großer Zahl von den Papeln am Fußweg vom Steg zur Kläranlage abgebrochen sind, hat die Verwaltung unter Einbeziehung der Gemeinderatsfraktionen, Bund Naturschutz und untere Naturschutzbehörde eine Begehung und Sichtung der entsprechenden Pappeln vorgenommen. Die gesamte Kommission hat die Baumbeschau mit sehr viel fairer und sachlicher Diskussion und Fachwissen durchgeführt. Im Vordergrund stand stets der Erhalt der Bäume. Nach Abwägen von Für und Wider sind die vorgeschlagenen sieben Baum-Fällungen von allen gemeinschaftlich befürwortet worden. Dieser Empfehlung folgte auch der Gemeinderat in vollem Umfang. Von der Fällung betroffen sind auch die beiden Mittleren der vier Pappeln am Güßgraben betroffen. Die Pappeln am Sportplatz wurden ebenfalls begutachtet. Hier hat man sich darauf verständigt, diese in engeren Abständen zu kontrollieren.
  • Durch den Anbau einer Außentreppe auf der Südseite wird die Vitusschule einen zweiten baulichen Rettungsweg erhalten. Derzeit laufen die Planungen zu dieser Maßnahme. Umgesetzt werden soll sie dann in den Pfingst- und Sommerferien. Die Treppe wird bis zum Fenster des Dachgeschosses geführt und dieses somit auch angeschlossen. Die Kosten sind auf rund 309.000 Euro veranschlagt, darin enthalten sind auch der Abriss des Car-Ports und die erforderlichen Maßnahmen innerhalb des Gebäudes wie der Einbau von Brandschutztüren T30 zur Bildung von Brandabschnitten im gesamten bestehenden Treppenhaus.
  • Die Straßenbaumaßnahmen werden uns in den nächsten Jahren verstärkt beschäftigen. Das dies notwendig ist, sieht man, wenn man mit offenen Augen durch den Ort geht. Deshalb gibt es seit einigen Jahren eine Dringlichkeitsliste je nach Straßenzustand, welche auch immer wieder aktualisiert wird.
  • Ganz oben steht die Oberdürrbacher Straße. Zur Sanierung der Straße ist der Auftrag bereits erteilt. Der Baubeginn ist für März 2016 vorgesehen. Die Maßnahme wird in 3 Abschnitten ausgeführt, beginnend vom Nordtor der Balthasar Neumann Kaserne bis zur Benzstraße, im 2. Abschnitt dann bis zum Haupttor der Kaserne und als letztes erfolgt dann der Abschnitt bis zur Zufahrt Maincenter. Die Kosten lt. Ausschreibungsergebnis belaufen sich auf ca. 1 Million Euro. Die Anlieger, auch der Bund als Eigentümer der Kaserne sind an den Kosten zu beteiligen.
  • Die Kirchstraße und in Verlängerung auch die Würzburger Straße ist in einem immer schlechter werdenden Zustand. Auf Grund der gemeindlichen Verkehrssicherungspflicht sind bauliche Maßnahmen zeitnah zwingend notwendig. Einzig die Art und Weise des Ausbaus und die Neugestaltung ist noch in der Diskussion. Die Gemeinde hatte zur Datensammlung und Grundlagenermittlung ein Verkehrsplanungsbüro beauftragt, welches Möglichkeiten für Verkehrsbeschränkungen geprüft, die derzeitigen Verkehrsbelastungen und Beziehungen ermittelt und die Konsequenzen einer Sperrung, wie sie von manchem Mitbürger ins Gespräch gebracht wird, zu untersuchen. Die Vorstellung der Datenerhebung und eventuell möglicher Alternativen erfolgte kürzlich im Gemeinderat. Geplant ist, im Frühjahr 2016 auch sie als Bürger am Konzeptionsprozess in Form einer öffentlichen Veranstaltung zu beteiligen und nach einer dann vom Gemeinderat zu treffenden Entscheidung über die Ausbauart und zukünftige Straßenwidmung noch in 2016 in die Planung einzusteigen, so dass im Jahr 2017 mit dem Ausbau begonnen werden sollte. Eines scheint jedoch sicher - nämlich dass auf Grund fehlender Alternativen auch weiterhin der Busverkehr durch den Altort gehen muß.
  • Die Sanierung der Günterslebener Straße ist ebenfalls eines der dringenden Verkehrsprojekte. Die Günterslebener Str. zählt zu den am meisten befahrenen Straßen im Ort, der Zustand ist insbesondere im Bereich der Einmündung zur Leichtackerstraße problematisch. Wie in der Dringlichkeitsliste zu sehen, ist geplant, die Günterslebener Straßen in mehreren Abschnitten von unten nach oben zu sanieren. Der erste Abschnitt im Bereich Gernecksplatz wurde bereits in diesem Jahr abgeschlossen. Geplant ist ein Vollausbau der Gehwege in Pflasterbauweise und die Sanierung der Fahrbahn. In 2016 sollen die Planungen abgeschlossen werden. Ausführungsbeginn für die Gehwege könnte evtl. noch in 2016 sein, die Sanierung der Fahrbahn ist für 2017/18 vorgesehen. Die Gesamtkosten der Maßnahme werden auf 1,2 Millionen Euro geschätzt.
  • Zukunftsprojekt Lärmsanierungsmaßnahmen entlang der Bahnstrecke Würzburg- Aschaffenburg: Am 08.12.14 wurden vom Eisenbahnbundesamt die Pläne für die „Lärmsanierung – Ortsdurchfahrt Veitshöchheim“ der Regierung von Unterfranken vorgelegt. Die Unterlagen wurden jedoch zurückgegeben. Grund hierfür war die Feststellung der Regierung, dass sich die schalltechnischen Untersuchungen aus den Jahren 2012 bis 2013 nicht auf die aktuelle Förderrichtlinie beziehen, sondern auf die Richtlinie vom März 2005, die nur bis zum 31.12.2014 Anwendung fand. Die Regierung hat trotz Vorlage der Unterlagen im Dezember 2014 auf die Anwendung der seit 01.01.2015 geltenden Rechtslage bestanden, da das Planfeststellungsverfahren von der Regierung nicht bis zum 31.12.2014 eröffnet wurde. Die zugesagte und erhoffte Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für 2015 war trotz aller Bemühungen durch die Gemeinde, nicht möglich. Auf Grund dieses Sachverhaltes werden aktuell nunmehr die Neuberechnungen unter Berücksichtigung der seit Januar 2015 geltenden Richtlinie vorgenommen. Der Zeitpunkt über den Abschluss der Überrechnung kann derzeit nicht konkret benannt werden. Tatsache ist jedoch, dass auf Grund der geltenden Richtlinie 2015 mehr Gebäude bzw. Streckenabschnitte in den Genuss von Lärmsanierungsmaßnahmen kommen könnten. Nach erneuter Rücksprache mit der DB Projektbau GmbH München – Herrn Poschenrieder - am 06.11.2015, wurde der Gemeinde mitgeteilt, dass die DB wenig Einfluss auf die beauftragten Ing.-Büros aufgrund der Vielzahl der anstehenden „Überrechnungen“ nehmen kann. Zielsetzung auch von Seiten der DB ist die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für das Frühjahr 2016. Da für 2016 ein Bauverbot für Bayern in den Streckenabschnitten besteht, sollte in diesem Zeitraum das Planfeststellungsverfahren und die damit verbundene Schaffung der Baureife genutzt werden, damit zeitnah im Jahr 2017 mit den Lärmsanierungsarbeiten begonnen werden kann.
  • Energetische Sanierung Eichendorff-Schule: Hier ist ebenfalls eine abschnittsweise Ausführung vorgesehen. Zunächst soll mit dem BA II, den sie hier auch im Bild sehen begonnen werden. Es gab bereits in diesem Jahr Voruntersuchungen und Berechnungen zu diesem Thema. Im Jahr 2016 soll dann das endgültige Konzept erstellt sowie die Planung und Förderanträge bearbeitet werden. Die Kosten werden auf rund 2,2 Millionen Euro geschätzt, wobei wir ganz grob mit rund 900.000 Euro an staatlichen Zuschüssen rechnen.
  • Die Frühförderstelle von Stadt- und Landkreis ist in diesem Jahr aus dem Mittelbau des Rathausinnenhofes ausgezogen. Vor einer Neuvermietung sollen hier notwendige Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Dies betrifft insbesondere das Dach, welches in diesem Zuge auch beim Rathaus saniert werden soll. Der Kavaliersbau steht unter Denkmalschutz. Dementsprechend wurden das Landesamt für Denkmalpflege und der Bezirk Unterfranken in die Planungen mit einbezogen. In diesem Zusammenhang wird auch das Thema Barrierefreiheit mit überprüft. Derzeit läuft bereits eine statische Überprüfung sowie die Prüfung auf mögliche Bezuschussungen. Nach Abschluss der Prüfungen werden die Maßnahmen konkretisiert und umgesetzt.
  • Bundeswehrwohnanlage Wolfstal- und Heidenfelder Str.: Hier ist vorgesehen die notwendigen Sanierungen von Dächern und Fassaden anzugehen und im Jahr 2016 hierfür eine Planung zu erstellen und dann beginnend im Jahr 2017 die Bauausführung in Abschnitten - möglicherweise Hausweise umzusetzen. Die entsprechenden Haushaltsmittel werden eingestellt.
  • Ein mehr oder weniger privates Zukunftsprojekt ist der geplante Neubau der Energie im Bereich der Abfahrt B 27 Nord zwischen Steige und Sendelbachstraße. Nachdem an dieser Stelle über viele, viele Jahre scheinbar keine Bebauung möglich war, vielleicht optisch eine Verbesserung der Ortseinfahrt dieser Stelle. Baubeginn wird wohl im Frühjahr nächsten Jahres sein.
  • Zukunftsprojekt neuer Mainsteg: Bauherrr ist hier die Gemeinde Margetshöchheim, wobei das Verfahren in der Hand der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, sprich des Wasserstraßenneubauamtes Aschaffenburg liegt. Nachdem die Planungsunterlagen zur Einleitung des Planfeststellungsverfahrens nun wohl vorliegen, fand letzten Woche erneut eine Besprechung im Rathaus Margetshöchheim statt. Dabei wurde vereinbart, dass die Planung den beiden Gemeinderatsgremien in einer gemeinsamen Sitzung im Januar erläutert werden soll. Bestandteil der Planungsunterlagen ist auch ein Terminplan, aus dem hervorgeht, dass der Baubeginn sich erneut nun auf Januar 2018 verschoben hat. Der geplante Kostenrahmen ist in etwa gleich geblieben, so dass nach Abzug der Zuschüsse für die Gemeinde Veitshöchheim ca. 600.000,- Euro Kostenanteil zu zahlen sein werden.

II. Schriftliche Eingaben von Bürgern

  1. Harald Bückner brachte drei Anliegen vor.
  • Für die erste Einfahrt nach Veitshöchheim (gegenüber der Shell-Tankstelle) wird nach seiner Meinung dringend eine Ampel benötigt. Im Berufsverkehr sei es kaum möglich in den Ort abzufahren. Laut Bürgermeister sehen Fachbehörden sehen an dieser Stelle eine Vollsignalisierung als problematisch an. Der Dialog diesbezüglich zwischen Gemeinde und Baulastträger (Landkreis und Bund) werde natürlich weitergehen.
  • Weiter hält er ein Halteverbot in Höhe von Günterslebener Str. 32 - 36 für angebracht, da die Straße von einer Bewohnerin der Günterslebener Str. 32 als privater Parkplatz genutzt werde. Jedes Auto, auch jeder Bus von der Siedlung kommend, müsse muß bei Gegenverkehr anhalten. Gerade in den Wintermonaten sei dies sehr gefährlich. Für den Bürgermeister haben parkende Fahrzeuge den Vorteil, dass sie den Verkehr beruhigen.
  • Weiter fragte er, wann die Bauarbeiten in der Lindentalstraße beginnen. Diese Straße sei seit Jahren eine "Buckelpiste". Dazu führte der Bürgermeister aus, dass diese Maßnahme abschnittsweise für 2017 – 19 in der Dringlichkeitsliste enthalten sei, zusammen mit Gas- und Wasserleitungstausch sowie Kanalverstärkungen.

2. Rainer Göb

  • Er forderte als erstes zwischen den beiden Abfahrten der B 27 im Ortsbereich Tempo 80 und ein Überholverbot. Laut Bürgermeister bemüht sich die Gemeinde seit Jahrzehnten vergeblich, eine Reduzierung zu erreichen. Die Genehmigungsbehörde habe dies bisher wegen der zu geringen Unfallhäufigkeit abgelehnt. Im August dieses Jahres habe die Gemeinde erneut einen Antrag auf Tempolimit an das zuständige Staatliche Bauamt gestellt, dieses Mal aufgrund der neuen Lärmkartierung des Bayerischen Landesamtes für Umwelt.
  • Als zweites sprach Göb die Parkproblematik im Altort an. Er fordert hier Kurzzeitparkplätze mit Parkscheibe. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass solche innerhalb der Bahnhofstraße, der Thüngersheimer Straße und der Würzburger Straße ausgewiesen sind. In der Kirchstraße seien solche nicht vorhanden. Hier sei nur das Be- und Entladen erlaubt.

3. Kurt Wittmann

  • Er regte Ausführungen zum Radroutenkonzept an und dass es wünschenswert sei, dass auch die Gemeinderatsmitglieder öfters mit dem Fahrrad unterwegs sein sollten, um festzustellen wo Gefahrstellen und Barrieren sind und sich nicht nur auf die Aussagen von Bürgern zu verlassen. Dazu verwies der Bürgermeister auf den stattgefundenen Bürgerworkshop und auf die geplante Klausurtagung des Gemeinderates hin, bevor es dann zur Entscheidung im Gemeinderat kommt. Selbstverständlich würden auch viele Gemeinderatsmitglieder mit dem Fahrrad im Ort unterwegs sein.
  • Weiter forderte er Radar-Kontrollen und zusätzliche Schilder in mehreren Ortsstraßen, in denen zu schnell gefahren werde und die Ergebnisse dann zu veröffentlichen. Dazu sagte der Bürgermeister, dass regelmäßig der fließende Verkehr überwacht werde, Veröffentlichungen aber nicht sinnvoll seien.

4. Christa Schelbert

  • Sie regt an, die im Kreuzungsbereich Günterslebener Straße/Heinestraße/Eichendorffstraße geltenden Geradeaus-Fahrverbote sowie die 30 km/h-Beschränkung in der Günterslebener Straße von der Helen-Keller-Straße bis zum Kreisverkehr aufzuheben. Der Bürgermeister sicherte eine Überprüfung zu.

5. Volker Neese

  • Er bemängelt das Überfahren der Flachbordsteine in der Wolfstalstraße und Würzburger Straße durch Autofahrer. Dazu der Bürgermeister: "Wir können hier nur an die Vernunft der Autofahrer appellieren. Diesbezüglich wird auch, insbesondere für die Wolfstalstraße, ein entsprechender Appel im jetzt erscheinenden Mitteilungsblatt stehen."

6. Dr. Michael Schmidt

  • Er bittet um Überprüfung, ob der laut Rektor von der Gemeinde geschlossene Fahrradkeller der Grundschule wieder geöffnet werden kann. Laut Bürgermeister stehe der Raum nach wie vor zur Verfügung.

Wortmeldungen in der Versammlung

1. Monika Buhla

  • Bezüglich des Fluglärms sei ihr aufgefallen, dass seit diesem Jahr Flugzeuge vom Schenkenturm kommend, verstärkt Richtung Altort fliegen. Sie würde gerne wissen ob die Flugroute geändert worden ist oder dies nur eine Überschreitung sei. Der Bürgermeister sicherte eine Überprüfung und ggf. die Anbringung von Bügeln zu.

2. Beate Hofstetter

  • Sie fragte an, ob die Rechts-vor-links-Regelung bei der Ausfahrt der Sonnenstraße in die Friedenstraße noch gelte, da dies zunehmend seit der Fertigstellung der Straße nicht mehr beachtet werde. Sie regte die Aufstellung eines Straßenschildes an. Der Bürgermeister sicherte eine Überprüfung zu, ob dies möglich oder sinnvoll ist.

3. Maria Koller

  • Sie sprach die Verkehrssituation in der Kirchstraße an. Das Schild "Spielstraße" sei dort deplatziert, weil dort zu viele Autos parken und keines Schrittgeschwindigkeit fahre. Der Bürgermeister verwies auf seine Ausführungen zur geplanten neuen Verkehrskonzeption für die Kirchstraße. Dabei werde man sich auch Gedanken über die künftige Widmung der Straße machen.

Schlusswort des Bürgermeisters

"Sie haben gemerkt, meine sehr geehrten Damen und Herren, kommunalpolitische Arbeit ist ungemein vielfältig, spannend und birgt auch in den alltäglichen Abläufen immer wieder Überraschendes, weil der Mensch im Mittelpunkt unseres Handelns steht. Wie in keinem anderen politischen Bereich ist es Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger möglich, die Entscheidungen zu verfolgen und ihre Auswirkungen konkret zu überprüfen."

Jeder habe die Möglichkeit, als Zuhörer sich ein unmittelbares Bild vom Verlauf der Entscheidungsfindung in den Sitzungen der Gremien zu machen. Jeder, der es bereits versucht hat, wisse, dass die Türen im Rathaus offen sind. Götz: "Wir bemühen uns um ständige intensive Information durch Aushänge, durch unseren Internetauftritt und Veröffentlichungen. Insofern kann ich Sie nur auffordern nehmen sie diese Angebote auch weiterhin an."

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