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Das geschichtsträchtige Kehr'sche Haus (Bahnhofstraße 10) aus dem Jahr 1581 erstrahlt in neuem Glanz

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Das Kehr'sche Haus vor und nach der Fassadenrenovierung
Das Kehr'sche Haus vor und nach der Fassadenrenovierung

Das Kehr'sche Haus vor und nach der Fassadenrenovierung

Das geschichtsträchtige Kehr'sche Haus (Bahnhofstraße 10) aus dem Jahr 1581 erstrahlt in neuem Glanz

Die Zeit der Vollsperrung durch die Sanierung der Günterslebener Straße am Gernecksplatz nutzten Anlieger in der Engstelle für notwendige Fassadenrenovierungen. Seitdem erstrahlt nicht nur das Haus der Fasenacht in neuem Glanz, sondern auch das geschichtsträchtige Kehr’sche Haus an der Einfahrt in die Engstelle der Bahnhofstraße gegenüber dem Bacchuskeller.

Hier investierten die Grundstückseigentümer, die Eheleute Elke und Bernd Sedlacek 30.000 Euro, um ihr zu den Sehenswürdigkeiten von Veitshöchheim zählendes Anwesen Bahnhofstraße 10 aufzupäppeln. Mit Zuschüssen beteiligten sich der Bezirk Unterfranken mit 2.500 Euro und die Gemeinde Veitshöchheim mit 1.000 Euro.

Bereits vor drei Jahren hatte das Ehepaar 17.000 Euro in die Sanierung der historischen Ortsmauer investiert, die das unter Denkmalschutz stehende Anwesen begrenzt. Der morsche Mörtel, bröckelnde Steine und eingewachsene Pflanzenteile wurden entfernt, Fehlstellen mit passenden Natursteinen ergänzt und verfugt. Denkmalpflegerische Bedeutung hat die sanierte Mauer als Bestandteil der historischen Ortsmauer, die Veitshöchheim einst umschloss und Tore besaß. Wegen der denkmalpflegerischen Bedeutung der Mauer schossen 2012 die Unterfränkische Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken 2.800 Euro und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege 2.500 Euro zu.

Bereits vor drei Jahren hatte das Ehepaar 17.000 Euro in die Sanierung der historischen Ortsmauer investiert, die das unter Denkmalschutz stehende Anwesen begrenzt. Der morsche Mörtel, bröckelnde Steine und eingewachsene Pflanzenteile wurden entfernt, Fehlstellen mit passenden Natursteinen ergänzt und verfugt. Denkmalpflegerische Bedeutung hat die sanierte Mauer als Bestandteil der historischen Ortsmauer, die Veitshöchheim einst umschloss und Tore besaß. Wegen der denkmalpflegerischen Bedeutung der Mauer schossen 2012 die Unterfränkische Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken 2.800 Euro und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege 2.500 Euro zu.

Das geschichtsträchtige Kehr'sche Haus (Bahnhofstraße 10) aus dem Jahr 1581 erstrahlt in neuem Glanz
Das geschichtsträchtige Kehr'sche Haus (Bahnhofstraße 10) aus dem Jahr 1581 erstrahlt in neuem Glanz
Das geschichtsträchtige Kehr'sche Haus (Bahnhofstraße 10) aus dem Jahr 1581 erstrahlt in neuem Glanz
Ein geschichtsträchtiges Anwesen

Die Geschichte des Hauses erforschte Konservator Dr. Tilman Kossatz vom Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg. Nach dessen Ermittlungen war berühmtester Besitzer des Hauses der Würzburger Domkapitular Reichard von der Kehre († 1583), durch dessen Stiftung die Martinskapelle renoviert werden konnte und dem in Veitshöchheim sieben Anwesen und Höfe gehörten, darunter eines der beiden Schlösschen und die Mühle. Sein Wappen, der Greifenfuß, ziert seit der Renovierung den Rundbogen des alten Hauseingangs in der Bahnhofstraße. Es ist auch eine auf das Jahr 1581 datierte Inschrift zu sehen. Der gesamte Grundbesitz von Reichard v.d.K. ging auf Dietrich Echter von Mespelbrunn über (einem Bruder des Bischofs), der 1608 verstarb.

Im Lehensbuch Sankt Stephans (Staatsarchiv Würzburg) von 1599 wird das spätestens 1608 an das Hochstift Würzburg verkaufte Anwesen mit "zwei Kellern" beschrieben. Wegen der "Einfahrt" in diese Keller kassiert die Veitshöchheimer Kirche jährlich ein Pfund Wachs als Zins. Das Hochstift entrichtet jährlich der Gemeinde Veitshöchheim einen Frohnzins von zwei Batzen und 24 Kreuzer (so auch in der Veitshöchheimer Gemeinderechnung von 1684 dokumentiert).

1663 ist in einer Amtsrechnung bezeugt, dass in dem Haus Vater Georg Ott und Sohn Hans Ott wohnen, beide als Hofgärtner Beamte des Würzburger Hochstiftes. Diese berühmte Gärtnerfamilie betreute über Generationen bis zum Ende des alten Reiches den Hofgarten, wobei Georg Ott erstmals 1629 in einer Schrift auftaucht. Aus einer Amtsrechnung von 1687 geht hervor, dass die Hofgärtner das Haus unentgeltlich bewohnen dürfen unter der Auflage, die Reparaturen selber zu tragen. Das Haus erhielt um 1690 eine barocke Erweiterung um einen Flügel.

Im Lauf der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zieht der Hofgärtner in das für ihn im Hofgarten neben dem Haupttor errichteten Neubau um. Seit dem bewohnt der Revierjäger das Haus. 1795 werden das Gärtnerhaus und das Jägerhaus von dem Würzburger Tünchermeister Bruch für 41 Gulden renoviert.

Nach der Säkularisation 1803 bleibt das Haus im Besitz des Staates und wird 1809 als ehemaliges Jägerhaus bezeichnet. Wann der Staat das Anwesen verkauft, ist unbekannt.

Später wohnte dort der Gastwirt Michael Lutz und danach dessen Sohn Peter. Der Gastwirt und Bruder Johann Lutz erhielt 1891 das Nutzungsrecht für beide Keller "für alle Zeiten und Nachfolger". Für dieses Kellerrecht muss der Besitzer sogar einen eigenen Zugang schaffen. 1894 werden laut Steuerkataster von 1900 im Hinterhaus Wohnungen eingerichtet.

1897 wohnt hier der Gastwirt Michael Schäflein, 1919 der Feld- und Waldhüter Michael Schäflein und 1957 ist die Erbengemeinschaft Schäflein als Eigentümer aufgeführt. .

1988 ging es in den Besitz des Statikers Bernd Sedlacek und dessen Frau Elke über, die dann das Haus im Rahmen der Altortsanierung von 1989 bis 1991 von Grund auf nach den Auflagen der Denkmalpflege und der Städtebauförderung sanierten und neben Wohnungen auch eine Arztpraxis einrichteten.

Geschichts-Quellen: Dr. Tilman Kossatz

Die riesigen Gewölbekeller im Haus des Hauses in der Engstelle der Bahnhofstraße sind wahrscheinlich noch älter als 1581..
Die riesigen Gewölbekeller im Haus des Hauses in der Engstelle der Bahnhofstraße sind wahrscheinlich noch älter als 1581..
Die riesigen Gewölbekeller im Haus des Hauses in der Engstelle der Bahnhofstraße sind wahrscheinlich noch älter als 1581..
Die riesigen Gewölbekeller im Haus des Hauses in der Engstelle der Bahnhofstraße sind wahrscheinlich noch älter als 1581..

Die riesigen Gewölbekeller im Haus des Hauses in der Engstelle der Bahnhofstraße sind wahrscheinlich noch älter als 1581..

Das geschichtsträchtige Kehr'sche Haus (Bahnhofstraße 10) aus dem Jahr 1581 erstrahlt in neuem Glanz
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Das geschichtsträchtige Kehr'sche Haus (Bahnhofstraße 10) aus dem Jahr 1581 erstrahlt in neuem Glanz

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