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Beppe Gambetta, ein ganz Großer der Akustik-Gitarren-Szene faszinierte im Veitshöchheimer Bacchuskeller mit Canzoni - Italienische Poesie in Liedern

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Beppe Gambetta, ein ganz Großer der Akustik-Gitarren-Szene faszinierte im Veitshöchheimer Bacchuskeller mit Canzoni - Italienische Poesie in Liedern

"Es ist phantastisch, wieder in Veitshöchheim zu sein und so viele gute Freunde wieder zu treffen" so begrüßte der italienische Gitarrist und Sänger Beppe Gambetta die 80 Gäste im total ausverkauften Bacchuskeller. Begeistert über diese Resonanz zeigte sich denn auch Ilse Feser, die Veitshöchheimer Partnerschaftsbeauftragte. Ihr gelang es im Rahmen der Städtepartnerschaft von Veitshöchheim und Greve in Chianti innerhalb von zwölf Jahren den Genueser Ausnahmekönner auf der Akustikgitarre bereits zu seinem siebten Konzert in Veitshöchheim zu gewinnen.

Der Liedermacher, Komponist und Poet mit Zweitwohnsitz im amerikanischen New Jersey ist mit der in seiner Heimat Italien nahezu unbekannten Technik des Gitarrenpicking einer der besten Flatpicker weltweit in der akustischen Gitarrenszene. In Auseinandersetzung mit verschiedenen europäischen und amerikanischen Spieltechniken entwickelte er seinen eigenen unverwechselbaren Stil. Er verfügt aber nicht nur über eine famose Gitarrentechnik, sondern hat auch kompositorisches Talent, eine angenehme Stimme und jenen typisch italienischen Charme, mit dem der Künstler, Autor und Dozent seine Musik erfolgreich auf allen internationalen Bühnen präsentiert. Als Solist absolvierte er bereits ausgedehnte Tourneen in Europa, Kanada, USA, Argentinien und Australien.

Trotz seiner regelmäßigen Auftritte in Veitshöchheim begeistern die Konzerte des charismatischen Stahlsaitenkünstlers jedes Mal aufs Neue, präsentierte er dem Publikum auch dieses Mal wieder bis auf wenige Ausnahmen hier noch nicht gespielte Stücke.

Beppe Gambetta hat den schier unerschöpflichen Reichtum des traditionellen italienischen Liedguts wiederentdeckt. Neu arrangiert gibt der begnadete Gitarrist aus Genua den Werken der italienischen Liedermacher mit seinem Projekt „Canzoni - Italienische Poesie in Liedern“ eine ganz besondere Bühne. Er erzählte über zwei Stunden lang Geschichten, übersetzte Texte, sang in verschiedenen regionalen Dialekten und nahm so auch mit einigen instrumentalen Stücken seine Gäste auf eine wunderbare musikalische Reise durch Italien mit. Er brachte das restlos begeisterte Publikum auch immer wieder zum Lachen, etwa als er seinen Namen auf deutsch übersetzte mit "Josef Kurzbein" und auf österreichisch mit "Seppl Kurzhaxer".

Beppe Gambetta, ein ganz Großer der Akustik-Gitarren-Szene faszinierte im Veitshöchheimer Bacchuskeller mit Canzoni - Italienische Poesie in Liedern
Beppe Gambetta, ein ganz Großer der Akustik-Gitarren-Szene faszinierte im Veitshöchheimer Bacchuskeller mit Canzoni - Italienische Poesie in Liedern
Beppe Gambetta, ein ganz Großer der Akustik-Gitarren-Szene faszinierte im Veitshöchheimer Bacchuskeller mit Canzoni - Italienische Poesie in Liedern
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Beppe Gambetta, ein ganz Großer der Akustik-Gitarren-Szene faszinierte im Veitshöchheimer Bacchuskeller mit Canzoni - Italienische Poesie in Liedern
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Beppe Gambetta, ein ganz Großer der Akustik-Gitarren-Szene faszinierte im Veitshöchheimer Bacchuskeller mit Canzoni - Italienische Poesie in Liedern
Beppe Gambetta, ein ganz Großer der Akustik-Gitarren-Szene faszinierte im Veitshöchheimer Bacchuskeller mit Canzoni - Italienische Poesie in Liedern
Beppe Gambetta, ein ganz Großer der Akustik-Gitarren-Szene faszinierte im Veitshöchheimer Bacchuskeller mit Canzoni - Italienische Poesie in Liedern

Canzoni - Italienische Poesie in Liedern

Mit traumwandlerischer Sicherheit huschten Gambettas Finger über den Gitarrenhals, mal in atemberaubender Geschwindigkeit und mitreißender Dynamik, dann wieder ungemein sanft und ruhig.

Zu hören bekamen die Gäste so auch mehrere instrumentale Eigenkompositionen von Gambetta, wie "Acadian dream" (siehe Video unten), die moderne Tarantella "Light in Torraca" und "Fandango per la Bionda" (siehe Video unten).

Den meisten Platz räumte Gambetta dem 1999 verstorbenen Genueser Cantautore Fabrizio de André ein, aus dessen Repertoire er etliche Songs darbot. Dessen Song „Valzer per un amore“, drückt das große Bedauern über eine zurückgewiesene Liebe aus (siehe Video unten). „Jammina“ ist ein erotisches Lied über eine sexy Lady. "La citta vecchia" ist ein lustiges, volkstümliches Stück im Stile der Mazurka (siehe Video unten). "Sinan Capudan Pascia" (Video siehe unten) ist ein historisches Lied über einen versklavten Matrosen, der vor 500 Jahren durch die Rettung seines Schiffes vor einem Felsenriff plötzlich viel Ehre zuteil wurde. Der rasante Song „Bocca di rosa“ im Tarantella-Rhythmus erwies sich mit seiner grotesken Geschichte über ein hübsches Girl, das viele Männer liebt, die sich weinend auf einem Bahnhof einfinden, als wahrer Zungenbrecher. Ein Superhit von André ist dagegen der ins Ohr gehende Song "Il pescatore" .

Das traditionelle Lied "Ave Maria" (siehe Video unten) hat Gambetta vor vier Jahren für eine Hochzeit neu arrangiert und es dann auch beim Begräbnis seines Mentors in North Carolina vorgetragen.

Zu hören gab es mit Unterstützung des Publikums das volkstümliche Kabarettlied „Vengo anch’io“, ein Mix aus Polkas und Klängen wie von einem Hackbrett von Enzo Jannacci und das Superlied "Margaritin" (siehe Video unten) über ein tanzendes Mädchen, das alle lieben, bei dessen Refrain ebenfalls die Zuhörer einstimmten.

Sehr traurig war der Song "Amara terra mia", das Domenico Modugno den Auswanderern nach Amerika widmete. Höchst originell und faszinierend der Glockenspieler-Song "Ligurian bells melody" von Angelo Ferrari. Auch eine Sonate durfte bei der Reise durch die italienischen Melodien nicht fehlen. So spielte Gambetta die "Sonata in la" (siehe Video unten) von Pascal Taraffo unplugged.

Als letztes Stück des regulären Programms spielte Beppe Gambetta „Der Wind trägt sie davon“ (siehe Video unten) aus dem Programm des deutschen Felix Meyer vor, ein musikalisches Globalisierungsbeispiel: ein italienischer Gitarrist, der einige Monate im Jahr in New Jersey, USA lebt, singt ein französisches Lied in deutscher Übersetzung.

Erst nach mehreren Zugaben ließ das begeisterte Publikum den 60jährigen von der Bühne ziehen.

So erfuhr das Publikum noch, dass beim flotten „Chipmunk“ (siehe Video unten) das Treiben der flinken Streifenhörnchen im Garten von Gambettas Zweitwohnsitz in New Jersey anschaulich beschrieben wird.

Und als Zuschauerwunsch gab der Künstler noch "Madame guitar" (siehe Video unten) und zum Schluss zum Mitsingen ein Matrosenlied zum Besten.

Margaritin

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