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Letzte Fuhre in Veitshöchheim - Örtliche Winzer erwarten Weine von hervorragender Qualität

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Letzte Fuhre in Veitshöchheim - Örtliche Winzer erwarten Weine von hervorragender Qualität

Die gute Laune nicht verderben ließen sich die Besucher, so wie im Bild diese Seniorinnen, die heute Mittag trotz Dauerregen in den Rathausinnenhof zur letzten Fuhre der hiesigen Winzer Hessler und Glückert kamen.

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Letzte Fuhre in Veitshöchheim - Örtliche Winzer erwarten Weine von hervorragender Qualität
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Dafür schmeckten auch beschirmt die süffigen Federweißer und Federroter um so besser.
Auch der frische Zwiebelkuchen vom Blech und der delikate Zwiebeleskäs in der Laugenstange mundeten hervorragend.

Für eine beschwingte Stimmung sorgte einmal mehr der Musikverein unter der Leitung von Stefan Wagner, sein achter Einsatz für das Gemeinwohl innerhalb einer Woche.

Für eine beschwingte Stimmung sorgte einmal mehr der Musikverein unter der Leitung von Stefan Wagner, sein achter Einsatz für das Gemeinwohl innerhalb einer Woche.

Bürgermeister Jürgen Götz (links) am Stand des Weingutes von Cornelia Hessler und deren Eventmanager Rudi Hepf

Bürgermeister Jürgen Götz (links) am Stand des Weingutes von Cornelia Hessler und deren Eventmanager Rudi Hepf

Statement Weingut Hessler zur diesjährigen Weinlese: Kein Rotwein unter 100 Grad Öchsle

Nach dem Statement des Pensionärs und Fremdenführers Rudi Hepf, der im Weingut Hessler als Hobby Weinproben veranstaltet und bei der Vermarktung hilft, war bei den Hesslers die Weinernte sehr gut. Es sei deshalb ein toller Wein zu erwarten. Man habe mehrere Weine über 100 Öchsle gelesen, die alle über Kabinett und sehr häufig bei Spätlese liegen. Die Hauptsorte ist bei den Hesslers mit 40 Prozent wie in ganz Franken (31 Prozent) der Müller-Thurgau. Der Silvaner hat beim Hessler-Weingut einen Anteil von 20 Prozent (in Franken 28 Prozent). Der Rest entfällt auf Kerner und Bacchus und die vier Rotweine Domina, Portugieser, Spätburgunder und Blauburger. Sehr gut würden heuer auch die Bacchus-Weine ausfallen.

Was nach Hepfs Worten heuer ganz hoch zu bewerten ist, das keiner der vier Hessler-Rotweine unter 100 Öchsle gelesen wurde. So konnte auch bei der letzten Fuhre im Rathaushof ein Portugieser-Federroter mit dieser hohen Öchsle-Zahl ausgeschenkt werden, der sichtlich allen mundete. Ebenso war dies auch beim ausgeschenkten Silvaner-Federweißer der Fall.

Die Menge habe jedoch aufgrund des trockenen Sommers etwas gelitten. Der Müller-Thürgau sei dann die einzige Rebsorte gewesen, die dann innerhalb von 24 bis 48 Stunden sehr stark zum Faulen angefangen habe, als es vor drei Wochen den starken Regen gab. Hepf ist zuversichtlich, dass man noch Jahre über den 2015er Hessler-Wein wegen seiner guten Qualität, seiner passenden Säure und der hohen Öchslegrade reden. Die Lager des Weingutes seien wieder gut gefüllt, wenn auch aufgrund der Trockenheit relativ kleinen Beeren zehn bis zwanzig Prozent weniger. In normalen Jahren würden die sieben Hektar großen Anbauflächen des Weingutes an die 500 Hektoliter Wein abwerfen.

Das von der LWG empfohlene Ausschneiden sei nicht notwendig gewesen, da man bei den Hesslers schon im Frühjahr beim Zurückschneiden nur eine Rute mit vier Augen stehen lasse.

Leider gab es laut Hepf erstmals im Weingut Probleme bei den Erntehelfern. Trotz Zahlung des Mindestlohnes von 8,50 Euro sei es schwierig gewesen, welche zu kriegen. Deshalb und weil schnell gelesen werde musste, habe man erstmals bei drei Weinbergen Vollernter einsetzen müssen.

Stand des Winzers Oskar Glückert mit Gemeinderätin Rosi Wittstadt und deren Tochter

Stand des Winzers Oskar Glückert mit Gemeinderätin Rosi Wittstadt und deren Tochter

Fazit des Nebenerwerbswinzers Oskar Glückert zur diesjährigen Weinlese:

"Wir sind bis jetzt sehr zufrieden. Wir haben Spitzenweine, von der Qualität her hervorragend, alle so an die 90 Grad Öchsle, von der Menge zwar etwas weniger. Wenn wir vom Wetter weiterhin Glück haben bekommen wir beim Silvaner noch eine Spätlese, wenn nicht gar eine Auslese."

Glückert bewirtschaftet insgesamt Rebflächen von einem Hektar der Rebsorten Müller, Silvaner und Portugieser. Darunter seien viele ältere Weinberge, deren Besatz aber die Hitze viel besser vertragen hätte als die jüngeren Anlagen. Er hatte der Natur freie Hand gelassen und aufgrund der Hitze nichts ausgeschnitten.

Glückert setzt auf alte Rebsorte Malvasia

Große Erwartungen hegt Glückert hinsichtlich der Sorte in südlichen Ländern sehr verbreiteten Rebsorte Malvasia, die antiken griechischen Ursprungs ist und deren Traube einen süßen, aromatischen Dessertwein, der sich reger Nachfrage auch aus europäischen Königshöfen erfreute und so den Beinamen „Wein der Könige“ erhielt. Diese sehr viel Wärme benötigende Rebe ist nach Glückerts Worten hier zwar wenig bekannt, gleichwohl habe er sich aufgrund der Klimaveränderung sich dafür entschieden, traditionell etwas Altes zu machen und vor drei Jahren acht Zeilen mit rund zehn Ar angebaut. Da diese Rebsorte die Hitze gut vertrage, erwartet der Winzer, dass diese Sorte in der Zukunft weniger Probleme macht als beispielsweise der Ortega oder der Bacchus, der im Aussterben sei. Die Malvasia-Rebsorte gehe in Richtung Traminer, habe dessen Farbe, große Beeren und ganz große Blätter, was von der Beschattung optimal sei. habe große Er sei schon gespannt auf den Jungfernwein im nächsten Jahr. Glückert ist guter Dinge, dass diese Neuerung etwas Besonderes wird.

Gute Miene zum Regen machten auch Bürgermeister Jürgen Götz (re.) und sein Stellvertreter Winfried Knötgen (3.v.re.) zusammen mit den Vertretern des für die Organisation verantwortlichen Verkehrs- und Gewerbevereins v.l. Günther Girster (1. Vorsitzender), Julia Gerhart (Schriftführerin), Wolfgang Röhm (Kassier) und Irene Schwarz (2. Vorsitzende). Denn die letzte Fuhre ist ein Fest, das die Lebensfreude eines Winzerortes ausdrückt. Dieses traditionelle Fest zum Ende der Weinlese sei nicht nur bei Einheimischen beliebt, es habe gleichermaßen einen symbolischen Charakter und sei gut für den Fremdenverkehr.

Gute Miene zum Regen machten auch Bürgermeister Jürgen Götz (re.) und sein Stellvertreter Winfried Knötgen (3.v.re.) zusammen mit den Vertretern des für die Organisation verantwortlichen Verkehrs- und Gewerbevereins v.l. Günther Girster (1. Vorsitzender), Julia Gerhart (Schriftführerin), Wolfgang Röhm (Kassier) und Irene Schwarz (2. Vorsitzende). Denn die letzte Fuhre ist ein Fest, das die Lebensfreude eines Winzerortes ausdrückt. Dieses traditionelle Fest zum Ende der Weinlese sei nicht nur bei Einheimischen beliebt, es habe gleichermaßen einen symbolischen Charakter und sei gut für den Fremdenverkehr.

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