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Erschließung der Gewerbegebietserweiterung schreitet voran - Noch sechs Baugrundstücke zu haben - Sachstand laut Info-Gang der Gemeinde 2015 - Teil 2

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Ausführliche Erläuterungen zur Erschließung der Gewerbegebietserweiterung gaben beim Infogang der Gemeinde Bürgermeister Jürgen Götz, Bauamtsleiter Gerhard Reichert.(im Bild) und Tiefbauingenieur Jürgen Hardecker.

Ausführliche Erläuterungen zur Erschließung der Gewerbegebietserweiterung gaben beim Infogang der Gemeinde Bürgermeister Jürgen Götz, Bauamtsleiter Gerhard Reichert.(im Bild) und Tiefbauingenieur Jürgen Hardecker.

Rechtskräftiger Bebauunsplan Gewerbegebiet Ost, Teil 2, 1. Änderung

Rechtskräftiger Bebauunsplan Gewerbegebiet Ost, Teil 2, 1. Änderung

Bereits trockenen Fußes auf geschotterten Straßen konnten die 120 Teilnehmer des Informationsganges der Gemeinde Veitshöchheim sich einen Überblick über das neue Gewerbegebiet machen.

Im Juni 2011 hatte der Gemeinderat beschlossen, das in drei Abschnitten 1971, 1979 und 1992 mit einer Gesamtgröße von 39,5 Hektar entstandene Gewerbegebiet um 8,5 Hektar in einem vierten Bauabschnitt zu erweitern, da eine große Nachfrage auch von bereits ansässigen Betrieben nach Erweiterungsflächen bestand.

Erschließung der Gewerbegebietserweiterung schreitet voran - Noch sechs Baugrundstücke zu haben - Sachstand laut Info-Gang der Gemeinde 2015 - Teil 2
Erschließung der Gewerbegebietserweiterung schreitet voran - Noch sechs Baugrundstücke zu haben - Sachstand laut Info-Gang der Gemeinde 2015 - Teil 2Erschließung der Gewerbegebietserweiterung schreitet voran - Noch sechs Baugrundstücke zu haben - Sachstand laut Info-Gang der Gemeinde 2015 - Teil 2

Vier Jahre später ist nun die Erschließung des Erweiterung-Gebietes entsprechend dem seit 29. September 2014 rechtsverbindlichen Bebauungsplan "Gewerbegebiet Ost, Teil II, 1. Änderung" in vollem Gang. Den Auftrag dazu hatte der Gemeinderat in der Sitzung am 26. April 2015 der Firma Strabag zum Preis von 826.000 Euro erteilt. Das Ingenieurbüro Holm ging in seiner Schätzung noch von 1,31 Millionen Euro aus. Hinzugerechnet werden müssen noch weitere Kosten wie Kampfmittel- und Baugrunduntersuchungen, Planungsleistungen, Straßenbeleuchtung, so dass die Erschließung auf insgesamt 1,06 Millionen Euro kommt. Davon entfallen auf Kanal und Wasser 300.000 Euro.

Wie bei der letzten Erweiterung des Gewerbegebiets ist eine Straßenbreite von 6,5 Meter vorgesehen, zuzüglich gepflastertem Parkstreifen mit einer Breite von 2,00 Meter und einem Gehweg mit 1,50 Meter Breite, Borde und Rinnen in Granit. Die Fertigstellung der Asphaltarbeiten ist für die 1. Novemberwoche 2015 eingeplant.

Die im September 2013 eingeleitete Baulandumlegung konnte Ende 2014 zum Abschluss gebracht werden. Der Gemeinde war es nach langwierigen Verhandlungen gelungen, den Großteil des Erweiterungsgebietes in ihren Besitz zu bringen. Lediglich ein bereits ansässiges Unternehmen hatte sich die für seine Expansion benötigen Flächen direkt vom Grundstückseigentümer gesichert.

Zeitgleich zum Umlegungsverfahren wurde der Bebauungsplan geändert. Gegenüber der
Ursprungsplanung konnte durch eine Modifizierung der Erschließung auf eine "Ost-West
Verbindungsstraße" verzichtet, dadurch 180.000 Euro Baukosten eingespart und es kann die entfallene Straßenfläche von 1.500 Quadratmeter veräußert werden.

Bei einer Gesamtfläche des Planungsgebietes von 8,5 ha wurden 14 zwischen 3.500 und 9.100 Quadratmeter große Baugrundstücke gebildet. Davon befinden sich zwölf im Gemeindebesitz mit einer Gesamtfläche von 58.353 Quadratmeter. In der letzten Sitzung vor der Sommerpause legte der Gemeinderat den Verkaufspreis unter Berücksichtigung der topographischen Lage ausgehend von 75,00 €/m² die Staffelpreise mit 60,00 €/m² (20%) und 50,00 €/m² (35%) fest. Darin enthalten sind die vollständigen Straßenbaukosten. Die Herstellungsbeiträge für die Kanalisations- und Wasserversorgungsanlage werden nach örtlichem Aufmaß mit Bescheid abgerechnet. Alle übrigen Erschließungskosten wie Strom, Gas und Breitbandkabel sind an die betreffenden Versorgungsunternehmen zu entrichten.

Nach der Festlegung des Kaufpreises konnte das Liegenschaftsreferat der Gemeinde die Vermarktung der Quadratmeter großen gemeindlichen Gewerbegrundstücke vorantreiben. So war der Gemeinderat in der letzten Sitzung am 29. September 15 in der Lage, bereits die Hälfte der gemeindeeigenen Baugrundstücke mit einer Gesamtfläche von 26.930 Quadratmeter zu vergeben.

Durch den Verkauf kann die Gemeinde nun den Großteil ihrer beträchtlichen Ausgaben für Grunderwerb und Erschließung nach und nach revitalisieren. Laut Bürgermeister Jürgen Götz belaufen sich die Gesamtinvestitionen der Gemeinde in die Gewerbegebietserweiterung auf 2,68 Millionen Euro. Die notwendige Ausgleichsfläche von 3,01 Hektar wird auf einem Grundstück innerhalb der Gemarkung Güntersleben nachgewiesen. Die Kosten für die Herstellung der Kompensationsmaßnahmen betragen ohne Grunderwerb 90 000 Euro.

Die GRZ liegt nach Bebauungsplan bei 0,8 Prozent, die Baumassenzahl bei 9,0 und die Firsthöhe in der GI-Fläche westlich der um 225 Meter verlängerten Schleehofstraße bei 13 Meter und östlich davon in der GE-Fläche bei zehn Meter. Der Gewerbesteuer-Hebesatz beträgt in Veitshöchheim 315 Prozent.

Für die nach Bebauungsplan mögliche Wohnnutzung von maximal 25 Prozent der Geschossfläche erhebt die Gemeinde zum Kaufpreis einen Aufschlag von 15 Euro pro Quadratmeter. Er wird allerdings erst fällig nach Vorlage eines entsprechenden Bauantrages. Bis zur Inanspruchnahme des Wohnbaurechts ist der Betrag grundbuchamtlich zugunsten der Gemeinde Veitshöchheim zu sichern. Eine Wohnnutzung ist in den gewerblichen Gebäudekomplex zu integrieren. Separate Wohngebäude sind nicht zulässig.

Es besteht eine Bauverpflichtung innerhalb von drei Jahren mit mindestens 50prozentiger Ausnutzung des Baugrundstückes, abgesichert durch ein Rückkaufrecht der Gemeinde, auch bei Weiterveräußerung von unbebauten Teilflächen.

Das Gewerbegebiet ist nach den Worten des Bürgermeisters interessant hinsichtlich der Gewerbesteuereinnahmen (allerdings verbleibt nur ein Fünftel der Gemeinde) und ortsnaher Arbeitsplätze. Im Gewerbegebiet sind etwa 1500 Arbeitnehmer beschäftigt. Unter den 105 hier angesiedelten Betrieben sind sehr bedeutende wie Wegmann automotive GmbH & Co.KG, Michaelis GmbH& Co.KG, NKM Noell Special Cranes GmbH, Frankonia Schokoladenwerke GmbH; Viktor Müller Rolladenbau GmbH, Metronic AG, Mehlig & Heller GmbH, Staudigel GmbH; DIMA Diamanthonleistungen GmbH. Die Struktur ist sehr vielschichtig, keine Monostruktur und auch keine Betriebe, die besondere Belästigungen für die Anlieger mit sich bringen.

Eine Dammhöhe von 3,00 Meter ergab sich für die östliche Querstraße, damit das Straßen-Oberflächenwasser noch den beiden bestehenden Mischwasserkanäle in der Schleehofstraße und in der Raiffeisenstraße zugeführt werden kann. Das Baugelände kann bis zur nach Oberdürrbach führenden WÜ 21 nach einem Gemeinderatsbeschluss aufgefüllt werden.
Eine Dammhöhe von 3,00 Meter ergab sich für die östliche Querstraße, damit das Straßen-Oberflächenwasser noch den beiden bestehenden Mischwasserkanäle in der Schleehofstraße und in der Raiffeisenstraße zugeführt werden kann. Das Baugelände kann bis zur nach Oberdürrbach führenden WÜ 21 nach einem Gemeinderatsbeschluss aufgefüllt werden.

Eine Dammhöhe von 3,00 Meter ergab sich für die östliche Querstraße, damit das Straßen-Oberflächenwasser noch den beiden bestehenden Mischwasserkanäle in der Schleehofstraße und in der Raiffeisenstraße zugeführt werden kann. Das Baugelände kann bis zur nach Oberdürrbach führenden WÜ 21 nach einem Gemeinderatsbeschluss aufgefüllt werden.

Zwischenlager für Aushubmaterial
Da Aushub von sämtlichen Tiefbaumaßnahmen als "Abfall" zu bezeichnen ist, muss dieser laut Tiefbauingenieur Jürgen Hardecker vor der Entsorgung deklariert werden. Der Entsorgungsweg ist entsprechend dem Schadstoffgehalt zu wählen. So sind über Mischproben (Haufwerke mit max. 500 cbm) die Belastungs- bzw. Zuordnungsklassen zu ermitteln. Dies ist Sache des Auftraggebers und darf nicht dem Auftragnehmer überlassen werden. Ein direktes Abfahren von Aushub auf eine Deponie ist nicht möglich. Die Beprobung hat auf einer geeigneten Fläche zu erfolgen.
Nötig ist ein Kanalanschluss in Verbindung mit einer befestigten Oberfläche (asphaltgebunden), damit Oberflächenwasser nicht versickert sowie eine Einzäunung.

Der Hauptausschuss genehmigte nun in der Sitzung am 13.10.2015 im Gewerbegebiet ein entsprechendes Zwischenlager auf gemeindeeigenen Flächen zu errichten, die einer Bebauung nur schwer zugeführt werden können. Die Kosten belaufen sich auf 50.000 Euro.

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