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Appell des Veitshöchheimer Bürgermeisters an alle Hundehalter, deren Hunde unangeleint in Wald und Flur Wildtieren nachstellen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Appell des Veitshöchheimer Bürgermeisters an alle Hundehalter, deren Hunde unangeleint in Wald und Flur Wildtieren nachstellen

Liebe Hundebesitzer!

Leider ist es zum wiederholten Male zum Riss von Rehwild in den gemeindlichen Wäldern, insbesondere angrenzend an die Gartensiedlung, gekommen. Die Bilder von gerissenem Wild möchten wir Ihnen hier ersparen.

Als Hundehalter haben Sie eine besondere Verantwortung Ihrem Tier gegenüber übernommen. Dies schließt nicht nur die artgerechte Haltung ein, sondern auch die Beachtung gesetzlicher Vorschriften, die auch Einschränkungen im Interesse des Naturschutzes für den Hundehalter vorsehen. Bedenken Sie bitte, dass Sie beim Ausführen Ihres Hundes eine größere Naturnutzung für sich in Anspruch nehmen als beispielsweise „normale“Spaziergänger.

Unangeleint darf Ihr Hund nur laufen, falls er sich in Ihrem Einwirkungsbereich befindet, d.h. der Hund muss sicher auf Pfiff oder Zuruf gehorchen und zu Ihnen kommen und er darf beim Freilauf keine Wildtiere aufspüren oder ihnen nachstellen, denn dadurch würde er wildern.

Der Einwirkungsbereich hängt entscheidend davon ab, wie gehorsam der Hund Ihren Anweisungen folgt. Das kann bedeuten, dass ungehorsame Hunde im Freien grundsätzlich anzuleinen sind.

Da es in der Vergangenheit immer wieder zu Konflikten zwischen Hundehaltern und Jägern kam, möchten wir Ihnen nachfolgend die wesentlichen gesetzlichen Regelungen auszugsweise näher bringen.

Art. 42 Abs. 1 Bayerisches Jagdgesetz ermöglicht die zur Ausübung des Jagdschutzes berechtigten Personen (Revierinhaber) wildernde Hunde zu töten. Hunde gelten als wildernd, wenn sie im Jagdrevier erkennbar dem Wild nachstellen und dieses gefährden können.

Ferner handelt nach Art. 56 Abs. 2 Nr. 9 Bayerisches Jagdgesetz ordnungswidrig, wer Hunde in einem Jagdrevier unbeaufsichtigt frei laufen lässt. Diese Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 5000,- € geahndet werden.

Als Hundehalter wollen Sie verständlicherweise dem Freiheitsbedürfnis Ihres vierbeinigen Freundes Rechnung tragen. Zu einem Interessenskonflikt kommt es aber in den Fällen, in denen Halter Ihre Hunde unkontrolliert herumlaufen lassen.

Jeder Hund hat einen natürlichen Jagdtrieb der ihn verleitet Wild aufzuspüren, es zu verfolgen und nicht selten zu verletzen oder gar zu töten. Beim Ausführen Ihres Hundes muss deshalb der Schutz der frei lebenden Tiere Vorrang genießen. Auch sollten Sie beim Ausgang Lebensräume, in denen Wildtiere Schutz und Deckung suchen, meiden.

Daneben werden durch freilaufende Hunde auch unbeteiligte Personen, wie beispielsweise Spaziergänger, Freizeitsportler, Land- und Forstwirte sowie Straßenverkehrsteilnehmer in ihrem Sicherheitsbedürfnis beeinträchtigt.

Wir hoffen, Ihnen Informationen an die Hand gegeben zu haben, der Ihnen hilft, beim Ausführen Ihres Hundes eventuelle Konflikte mit Jägern und Naturliebhabern zu vermeiden.

Jürgen Götz

1. Bürgermeister

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Robert 04/03/2020 07:33

Also welcher Hund reist ein Reh? Kann mir keinen Hund vorstellen der das alleine schafft. Sogar Wölfe brauchen für sowas ein Rudel...
Trotzdem sollte man natürlich seinen Hund unter Kontrolle haben.

Marco Hepf 09/22/2015 11:17

Tja, vielleicht sollte man die Politessen auch mal oben am Seelein vorbei schicken - dort oben ist es Gang und Gebe, Hunde unangeleint laufen zu lassen. In so einem Bereich sind bis zu 2,500€ Geldstrafe fällig - wäre besser wie ein Strafzettel. Nachdem ich dort oben von freilaufenden Hunden angegangen worden bin - bin selbst Hundebesitzer, aber lasse meine nicht von der Leine in oder um Waldgebieten - habe ich bei der Polizei angerufen - mir wurde nahe gelegt, sobald man freilaufende Hunde in Waldgebieten sieht, eine Streife zu benachrichtigen; dies werde ich auch machen, den wir laufen auch mit Kinder dort oben. Den ein Aufruf, Herr Bürgermeister, wird nichts bringen - erst wenn es ans Geld geht bzw. wenn das Tier dem Halter entzogen wird bei Wiederholung, begreifen es die Menschen. Veröffentliche dies auch noch auf Facebook.