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Konrektor-Wechsel beim Gymnasium Veitshöchheim - Jutta Merwald löst Michael Schmitt ab

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Michael Schmitt informiert seine Nachfolgerin Jutta Merwald über ihre Aufgaben als Stellvertreterin des Schulleiters Dieter Brückner (stehend) ein.
Michael Schmitt informiert seine Nachfolgerin Jutta Merwald über ihre Aufgaben als Stellvertreterin des Schulleiters Dieter Brückner (stehend) ein.

Michael Schmitt informiert seine Nachfolgerin Jutta Merwald über ihre Aufgaben als Stellvertreterin des Schulleiters Dieter Brückner (stehend) ein.

Der letzte Schultag am Freitag ist zugleich auch der letzte Arbeitstag von Studiendirektor Michael Schmitt nach fünfjähriger Tätigkeit als Ständiger Stellvertreter des Schulleiters am Gymnasium Veitshöchheim. Ab 1. August erklimmt der Pädagoge die nächste Karriereleiter als Schulleiter des Deutschhaus-Gymnasiums in Würzburg, das sich wie das Veitshöchheimer Gymnasium ebenfalls in der Trägerschaft des Landkreises Würzburg befindet. Für Schmitt ist es keine neue Schule, war er doch dort schon Lehrer, bevor er dann vor seiner Veitshöchheimer Zeit für sieben Jahre beim Landtagsamt in München arbeitete.

Als Ständiger Stellvertreter des Schulleiters war Schmitt an allen Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse der Schule maßgeblich beteiligt. In seine spezielle Zuständigkeit fielen so die Betreuung und Organisation der Einführungsklasse, Terminplanung und –koordination für schulische Veranstaltungen, Vertretungsplan, Schüler im Ausland und aus dem Ausland, Betreuung des Jahresberichtes, Fachbetreuung Sozialkunde. Er hat die Vortragsreihe „Jenseits des Tellerrandes“ ins Leben gerufen. Darüber hinaus hat er die Fächer Deutsch, Geschichte und Sozialkunde unterrichtet.

In den Ferien am Gymnasium Veitshöchheim einarbeiten muss sich nun Studiendirektorin Jutta Merwald als Schmitts Nachfolgerin. Sie wurde vom Ministerium ab 1. August 2015 als Ständige Stellvertreterin von Oberstudiendirektor Dieter Brückner berufen. Die Würzburgerin, die die Fächer Deutsch, Englisch an der Julius-Maximilians-Universität studierte, ist nach einem einjährigen Auslandsaufenthalt in Großbritannien seit 2002 Lehrerin für Deutsch und Englisch an dem sich damals noch in Aufbau befindlichen Gymnasium Veitshöchheim. Seitdem gehört sie aktiv auch dem Arbeitskreis „Innere Schulentwicklung“ an.

Ihr Haupt-Augenmerk legte sie hier neben dem Unterricht in all den Jahren in die innere und außerschulische Projektarbeit mit dem Ziel der Öffnung der Schule in den kommunalen Raum.

So rief Merwald 2008 das Lokal-regionale Lesenetzwerk ins Leben, das 2013 den zweiten Platz des Deutschen Vorlesepreises erhielt. Grundschulen, Kindergärten und Kindertagesstätten links und rechts des Mains werden von den jedes Jahr an der Schule ausgebildeten Lesescouts besucht, die dort die Freude am Buch vermitteln.

Sie absolvierte die Ausbildung als Kompetenznachweis-Kulturberaterin der Bundesvereinigung für kulturelle Jugendbildung. Als solche ist sie berechtigt, den Lesescouts für ihr Engagement in der Leseförderung die erworbenen Fach-, Sozial- und Methodenkompetenzen mit dem Zertifikat, den Kompetenznachweis Kultur, zu bescheinigen

2014 imitierte die Studiendirektorin einen Kooperationsvertrag mit dem Arena Verlag Würzburg nach dem Modell Schule/Wirtschaft, der vorsieht, dass die Lesescouts als Rezensenten der Neuerscheinungen auftreten, bei Redaktionskonferenzen zugegen sind, den Verlag bei Medienkampagnen sowie bei der Präsentation von Novitäten auf der Frankfurter Buchmesse unterstützen.

Im Jahr 2009 rief sie das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ mit einer 9. Klasse ins Leben, das in die Titelverleihung der Schule im Herbst 2011 mündete. Im Rahmen dieses Projekts gab es beispielsweise ein Patenschaftsprojekt mit einem Oberstufenseminar für Flüchtlingskinder der Gemeinschaftsunterkunft Würzburg, das 2014 den dm-Preis für Engagement erhielt sowie den Jugendintegrationspreis „Alle Kids sind VIPs“ der Bertelsmann Stiftung.

Überregional tätig ist Merwald als freie Mitarbeiterin des Arena Verlags und als Beraterin und Autorin des Schulbuchverlags Klett Leipzig, als Regionalbeauftragte für Leseförderung und Schulbibliothek in Unter-/Oberfranken und Gutachterin am ISB Leseforum Bayern, als Referentin an der Akademie für Lehrerbildung und Personalführung in Dillingen mit Publikationen in Fachzeitschriften.

Als Fachreferentin für Deutsch bei der Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Unterfranken ist sie zuständig für Qualitätsstandards, Überprüfung von Leistungserhebungen, Unterrichtsbesuchen von Lehrkräften an Privatschulen, Fortbildung und Vernetzung der Fachleiter Deutsch in den 44 unterfränkischen Gymnasien als Impulsgeberin. Außerdem arbeitet sie mit dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) und dem Bayerischen Staatsministerium in Fragen der Qualitätssicherung und –entwicklung im Fach Deutsch zusammen.

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