Overblog
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog

„Voll die Party“ – Erfolgreiche Zusammenarbeit von Jugendsozialarbeit der Mittelschule und der Gemeindejugendarbeit Veitshöchheim zur Alkoholprävention

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Warm-Up

Warm-Up

„Auf die Party, fertig, los!“ – für alle drei achten Klassen der Mittelschule Veitshöchheim ging es jeweils von Mittwoch, 04.03. bis Freitag, 06.03.2015 im Jugendzentrum ran an die Spielchips. Von diesen sollten die insgesamt 60 Schülerinnen und Schüler im Laufe des Rollenspiels „Voll die Party“ so viele als möglich sammeln. Die Chips standen nicht nur für die konsumierte Alkoholmenge, sondern bildeten die Dynamik der Gruppe bzw. den Gruppendruck ab. Im Spiel durchlebte jeder Jugendliche im Rahmen seiner Rolle aus dem Leben gegriffene Situationen, die im Zusammenhang mit Alkoholkonsum auftreten könnten. Anfangs konnte das Überwinden von Hemmungen und Schüchternheit als positiver Effekt des Alkohols erlebt werden. Mit zunehmendem Konsum machten sich aber auch negative Folgen bemerkbar: Während manche auf der Polizeistation oder im Krankenhaus landeten, endete der eine oder andere alkoholbedingte Unfall auch tödlich.

Simulationsspiel

Simulationsspiel

Nach einem kurzen Warm-Up und einer Rollenverteilung folgte die 30-minütige Rollenspielphase. Jeder Jugendliche erhielt eine Namenszuweisung, seinen Trinkfestigkeitsgrad und seine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. So wurde die „Bar“ gestürmt. Alleine oder mit der Gruppe – je nachdem wie oft man an die Bar kam – gab es entsprechend Chips, oder auch die eine oder andere Aktionskarte, wie beispielswiese: „Du hast mit dem Roller deines Bruders alkoholbedingt einen Unfall gebaut. Der Sachschaden liegt bei 500 Euro. Gehe zur Polizeistation. Dein Vater wird dich später abholen.“. Für andere Jugendliche ging die Party mit Musik, Spaß und guter Laune bis zur letzten Runde weiter.

Auswertung

Auswertung

Neben dem gemeinsamen Spaß am Spiel waren den ausrichtenden Sozialpädagoginnen Heidi Körbel (Jugendsozialarbeit an der Mittelschule) und Valentina Alin (Gemeindejugendarbeit) die anschließende Auswertung und der Transfer ausschlaggebend: „Wie war das Erleben der Spielsituation?“, „Welche Aha-Effekte gab es für dich?“, „Was kannst du für dich mit ins echte Leben nehmen?“.

Der erhobene Zeigefinger wurde außen vor gelassen. „Nicht frontal, sondern spielerisch“ war an den drei Vormittagen ab zehn Uhr für etwa 2,5 Stunden die Devise. Mit spannenden Diskussionen, die die Jugendlichen miteinander führten und auch Informationen zum Thema Alkohol wurde der Raum zur Auseinandersetzung und zum Austausch optimal genutzt. Für die Jugendlichen galt: Jede Meinung zählt! Auch Nichttrinker wurden in ihrer Position ermutigt und bestärkt.

Was als gemeinsame Fortbildung der beiden Sozialpädagoginnen bei der Aktion Jugendschutz e.V. begann, kann in Zusammenarbeit, Durchführung und Ergebnis nur als voller Erfolg gewertet werden. Dabei erhielten sie bei der Umsetzung tatkräftige Unterstützung durch die jeweiligen Klassenlehrer sowie deren aktuellen Lehramtsanwärtern. Alle Beteiligten wünschen sich auch für die Zukunft wiederholt solch gelungene Projektkooperationen.

Fotos JUZ

„Prävention im Team“ / PIT –Woche an der Mittelschule Veitshöchheim

Neben „Voll die Party! – ein Planspiel zu Alkoholprävention bei Jugendlichen“ mit den drei 8. Klassen fand in der vergangenen Woche (wie immer im zweijährigen Rhythmus) eine „Prävention im Team“ / PIT –Woche an der Mittelschule Veitshöchheim statt.

Schwerpunkte lagen bei Alkohol und Medien.

Es sollten alle Klassen bzw. Altersstufen mit einem passenden Angebot erreicht werden.

In der 5. Klasse wurde (abweichend vom diesjährigen selbstgewählten Schwerpunkt Alkohol/Medien) gemäß dem original-PIT-Konzept der Themenbereich „Eigentum“ gewählt. Dazu wurde die 5. Klasse von Polizeihauptmeister Norbert Schwarz, PI Würzburg-Land, Kontaktpolizist für die Mittelschule Vhh, besucht.

Für beide 6. Klassen und die 7. Klasse wurde der Anti-Alkohol-Parcours „KiK – Klar im Kopf“ des LRA Würzburg ins Haus geholt. Einzelne Durchläufe wurden von Klassen der benachbarten Rupert-Egenberger-Schule wahrgenommen. Durchführende war Frau Kuhn, Kommunale Jugendarbeit (FG 31a), mit Studentinnen der Sozialen Arbeit.

Für die 7. Klasse wurde das Planspiel „Bloßgestellt im Netz – ein Planspiel zur Prävention von Cybermobbing“ in den Gruppenräumlichkeiten der Offenen Ganztagsschule an der Mittelschule Vhh angeboten. Durchgeführt wurde das Planspiel von der Jugendsozialarbeiterin an der Mittelschule Vhh, Heidi Körbel, gemeinsam mit dem Jugendsozialarbeiter der Mittelschule Margetshöchheim, Tillmann Schnell. Beide Klassenlehrer begleiteten den Prozess der Jugendlichen während des Spieles und der Auswertungsphase.

Für die beiden 9. und 10. Klassen (insgesamt 95 Schüler/innen) wurde ein Vortrag von Lambert Zumbrägel, Medienfachberatung Bezirksjugendring Unterfranken angeboten: „Alles Handy, oder was? – Tipps, Tricks und Wissenswertes rund ums Smartphone“.

Im Laufe dieser Woche (10. KW) sollen noch die eine oder andere Oberstufenklasse (9. oder 10. Klasse) von Anonymen Alkoholikern besucht werden, die aus ihrem Leben erzählen und somit Auseinandersetzung und Diskussion anstoßen.

Für die Durchführung der Rollenspiele „Bloßgestellt in Netz“ und „Voll die Party!“ wurden von den Jugendsozialarbeitern der Mittelschule und Margetshöchheim und Vhh (Herr Schnell und Frau Körbel) wie auch von der Gemeindejugendarbeiterin (Frau Alin) die entsprechenden Fortbildungen der Aktion Jugendschutz, Landesstelle Bayern e.V. besucht. Diese bayerische Fachinstitution im erzieherischen Kinder- und Jugendschutz bietet nicht nur innovativen Konzepte und Angebote an, sondern erstellt unter anderem auch Fachliteratur und Arbeitshilfen.

Kommentiere diesen Post