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Gute Berufschancen im Landschaftgartenbau für alle unterfränkischen Gärtner und Werker - Pressegespräch nach Prüfungen im Gadheimer Markushof

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Gute Berufschancen im Landschaftgartenbau für alle unterfränkischen Gärtner und Werker - Pressegespräch nach Prüfungen im Gadheimer Markushof

Was er nach seiner mit Bravour (Notendurchschnitt 1,7) bestandenen Prüfung nach dreijähriger Ausbildung zum Werker im Gartenbau (Fachrichtung Landschaftsbau) zu leisten imstande ist, führte der 20jährige Alexander Kasch bei einem Pressetermin im Veitshöchheimer Markushof des Caritas-Don Bosco-Berufsbildungswerkes Würzburg (BBW) einem fachkundigen Publikum vor Augen: v.l.n.r. Dietmar Lindner (Regionalvorsitzender Verband für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau VGL Bayern) und sein Stellvertreter Ulrich Meyer, Bernd Sauer (BBW-Ausbilder Landschafts-Gartenbau), Frank Nikol (BBW-Ausbildungsleiter), Ulrich Mehling BBW-(Ausbilder) und ganz rechts BBW-Direktor Andreas Halbig, sowie Alfred Zehnter (Würzburger Naturrsteinzentrum als Sponsor von Prüfun), Joachim Lukas (Bildungsberater im Gartenbauzentrum Bayern Nord am Amt für Ernährung ... - AELF) und Veitshöchheims Bürgermeister Jürgen Götz

So wie Werker Alexander Kasch absolvierten am letzten Freitag im Veitshöchheimer Markushof im Ortsteil Gadheim noch weitere fünf Werker sowie 13 Gärtner im Garten- und Landschaftsbau aus ganz Unterfranken ihre praktische Prüfung, nach dem sie schon vor einem Monat in der Berufsschule den schriftlichen Teil abgelegt hatten.

Beim Pressetermin nach der Prüfung zeigten sich Joachim Lukas vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) und Regionalvorsitzender Dietmar Lindner vom Verband für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL Bayern) sehr dankbar über die verlässliche Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk der Caritas-Don Bosco gGbmH in Würzburg (BBW). Sie dankten auch einigen regionalen Firmen, die für die praktischen Prüfungen Materialien zur Verfügung stellten, so wie Alfred Zehnter vom Würzburger Natursteinzentrum einheimische Muschelkalk-Steine.

Voller Stolz äußerte denn auch BBW-Direktor Andreas Halbig, dass seine Außenstelle in Gadheim schon seit vielen Jahren durch ihre optimalen Bedingungen mit Bodenhalle, Vor- und Nachbereitungen Prüfungsstandort für alle unterfränkischen Werker und Gärtner im Gartenlandschafts- und Zierpflanzenbau sein kann.

Beim Pressetermin zugegen war auch Alexander Kasch aus dem badischen Assamstadt, der nun im Markushof seine dreijährige Ausbildung zum Werker im Gartenbau (Fachrichtung Landschaftsbau) absolviert hat, nachdem er zuvor im Rahmen einer einjährigen Berufsvorbereitung in Bad Mergentheim den Hauptschulabschluss geschafft hatte. Im BBW-Internat in Würzburg am Schottenanger wohnend, hieß es für ihn jeden Werktag früh um sechs Uhr aus dem Haus zu gehen, um mit Straßenbahn und Bus pünktlich um 7.15 Uhr zum Ausbildungsbeginn in Gadheim zu sein. Abends ging es dann um 16.30 Uhr wieder zurück. Während das Mittagessen im Speisesaal des Hotelrestaurants eingenommen wird, müssen sich im Internat die Lehrlinge in einer Zehner-Gruppe morgens und abends selbst versorgen. Die Ausbildungsstelle als Werker im Markushof hatte ihm die Agentur für Arbeit vermittelt, nach dem sie ihm bei der Berufsvorbereitung einen Reha-Status zuerkannt hatte und somit auch die Kosten der Ausbildung und des Internats.

Wie BBW-Direktor Andreas Halbig beim Pressetermin sagte, durchlaufen in seinem Berufsbildungswerk 320 Jugendliche die einjährige Berufsvorbereitung. 230 junge Leute im Alter von 16 bis 23 Jahren absolvieren in 43 Berufsfeldern die von der Agentur für Arbeit geförderte dreijährige Berufsausbildung zum Fachwerker.

Auf dem Markushof können so unter anderen 21 Werker im Garten- und Landschaftsbau ausgebildet werden. Alexander Kasch ist ein Beispiel dafür, dass man auch mit Förderschul-Abschluss in einen anerkannten Ausbildungsberuf eines Gärtners durchstarten kann. Mit seinem in der Prüfung erreichten Notendurchschnitt von 1,7 muss er nun nur noch ein Jahr Ausbildungszeit zum Gärtner-Vollberuf dranhängen. Er ist seit einigen Jahren der erste Gartenwerker, der diese ebenfalls von der Agentur für Arbeit geförderte Vollausbildung in Gadheim absolvieren kann. Im Bereich des gesamten BBW schaffen laut Halbig etwa 20 Prozent der Werker-Absolventen diesen Einstieg in den Vollberuf. Wenn ihr Notendurchschnitt allerdings schlechter als 2,5 ist, dauert diese Voll-Ausbildung zwei Jahre.

Die Chancen, im ersten Arbeitsmarkt unterzukommen, sind nach den Worten von Ausbildungsleiter Frank Nikol aber auch als Fachwerker im Garten- und Landschaftsbau sehr gut, denn es herrsche ein großer Bedarf bei den Landschaftsgartenbaufirmen. Fachwerker seien mehr praktisch veranlagt und hätten wie Alexander gelernt, selbständig zu pflastern und zu pflanzen, könnten Radlader, Minibagger, Fräsen und andere Kleingeräte bedienen. Alexander, dem sein Beruf nach eigenem Bekunden sehr viel Spaß macht, legen die Steinarbeiten mehr als die Vegetationstechnik.

So hatte er auch keine Mühe, bei der praktischen Gartenwerker-Abschluss-Prüfung innerhalb von drei Stunden einen Ausführungs-Plan für die Anlage eines Kleingartens mit Betonpflaster, Betonpalisaden, Betonplatten, Holzschwelle, Rasen, Pflanzfläche und Hecke mit unterschiedlichen Höhen umzusetzen.

Praktische Erfahrungen hierzu sammeln konnte Alexander während seiner dreijährigen Werkerausbildung vor allem auch in vier 14tägigen Praktikas. So tat er dies unter anderem bei der Stadtgärtnerei Bad Mergentheim und bei der Firma Landschaftsbau Kellermann in Crailsheim. Auch ist er im Besitz eines PKW-Führerscheins.

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