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Nachlese Mainfrankensäle - Roundtable-Gespräch und Reden beim Festakt am 3.1.2015

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

v.l. Altbürgermeister Rainer Kinzkofer, Bürgermeister Jürgen Götz, Landrat Eberhard Nuß, Bürgermeister Markus Höfling aus Thüngersheim (bis Silvester Beirats-Vorsitzender der Touristik Gmbh im Würzburger Land, Kirsten Stang (Geschäftsführerin der Mainfrankensäle GmbH), Dr. Kathrin Degmair (Leiterin des Studio Franken des BR), Bernhard Schlereth (Präsident des Fastnachtsverbandes Franken) und Moderator Volker Heißmann  (Foto von BR-Online)

v.l. Altbürgermeister Rainer Kinzkofer, Bürgermeister Jürgen Götz, Landrat Eberhard Nuß, Bürgermeister Markus Höfling aus Thüngersheim (bis Silvester Beirats-Vorsitzender der Touristik Gmbh im Würzburger Land, Kirsten Stang (Geschäftsführerin der Mainfrankensäle GmbH), Dr. Kathrin Degmair (Leiterin des Studio Franken des BR), Bernhard Schlereth (Präsident des Fastnachtsverbandes Franken) und Moderator Volker Heißmann (Foto von BR-Online)

Nachlese Mainfrankensäle - Roundtable-Gespräch und Reden beim Festakt am 3.1.2015

Rede des Regierungs-Vizepräsidenten Dr. Andreas Metschke

Die Gemeinde Veitshöchheim hat es nie aus den Augen verloren, dass der Tourismus eine ganz wesentliche Wirtschaftskraft darstellt. Es freut mich, dass Veitshöchheim nicht nur für die Fernsehsendung, sondern darüber hinaus mit dem Um- und Erweiterungsbau der Mainfrankensäle die Voraussetzung geschaffen hat für ein leistungsfähiges und zeitgemäßes Veranstaltungs- und Tagungszentrum.

Als Tagungsstätte auf einem grundsätzlich lukrativen Markt werden sich die Mainfrankensäle allerdings der Erwartungshaltung und der ausgeprägten Preissensibilität von Tagungsgästen und Veranstaltern stellen müssen. Hier werden Professionalität, Originalität und Innovationskraft gefragt sein. Aber ich bin mir sicher, die Verantwortlichen vor Ort werden den Wettbewerb aufnehmen, ihn meistern und sich hier mit den neuen Mainfrankensälen am Markt etablieren und damit zur Attraktivität und zur Wirtschaftskraft von Veitshöchheim beitragen.

Mit der Neuinstandsetzung der Mainfrankensäle als Tagungszentrum hat die Gemeinde Veitshöchheim deshalb die Weichen richtig gestellt. Mit einer guten Verkehrsanbindung durch Bahn und Straße sowie die Nähe zur zukunftsorientierten Wirtschafts- und Forschungsstruktur der Stadt Würzburg mit ihren Hochschulen wird das Tagungsgeschäft nach allen Prognosen weiter steigen. Davon kann auch das städtische Umland profitieren.

Mit der Entscheidung und den Investitionen für die Mainfrankensäle hat der Gemeinderat, damals noch unter der Leitung von Altbürgermeister Rainer Kinzkofer, der mit die entscheidenden Weichen gestellt hat, eine zukunftsweisende Entscheidung zum Wohle der Gemeinde und ihrer Bürgerinnen und Bürger auf den Weg gebracht.

Mit dem heutigen Tag ist die Gemeinde Veitshöchheim um en Prunkstück, wie es die Mainpost beschrieben hat, reicher.

Ein besonderer Dank gilt daher all denen, die zum guten Gelingen des Werkes beigetragen haben, neben den politisch Verantwortlichen vor allem auch den Architekten und Planern und den bei der Bauausführung beteiligten Firmen, ohne die wir heute nicht in einem funktionstüchtigen und einen sehr modernen und ansprechend gestalteten Tagungs- und Veranstaltungszentrum feiern könnten.

Der stellvertretende Regierungspräsident gratulierte sehr herzlich zum gelungenen Werk und freute sich mit allen Bürgern über das neue Veranstaltungszentrum. Er wünschte der Mainfrankensäle GmbH und der Touristik GmbH im Würzburger Land für die Zukunft den allergrößten Erfolg bei ihrer Arbeit.

Nachlese Mainfrankensäle - Roundtable-Gespräch und Reden beim Festakt am 3.1.2015

Rede der Architektin Manuela Jatz vor der Schlüsselübergabe

Die Stunde ist gekommen. Es heißt Abschied nehmen von den Freuden des Entstehens, vom sichtbaren Wachsen des Gebäudes. Auch wenn noch kleine Restarbeiten anstehen und die üblichen Nacharbeiten erledigt werden müssen, wir stehen am Abschluss einer Arbeit, die wir über mehrere Jahre gemeinsam geleistet haben.

Bauliche Veränderungen

Die Mainfrankensäle wurden nicht nur renoviert und modernisiert sondern auch erweitert und verändert, auch in der Nutzung. Baulich verändert wurde der Riegel am Haupteingang, durch den Main gleich sichtbar, wurden Tagungsräume untergebracht, die flexibel und in der Größe unterschiedlich nutzbar sind.

Wir haben ein Foyer mit einer doppelten, fast dreifachen Größe, als das Foyer im alten Gebäude, wir haben eine wunderbare Ausstellung „Fastnacht in Franken“ integriert, es wurde das Touristik Zentrum hier mit untergebracht, aber auch die nötigen Nebenräume, Technik usw.

Ebenso baulich erweitert wurde die Bühne hier, die Höhe wurde zeitgemäß angepasst, benötigte Abstellflächen wurden angebaut. Im Hintergrund wurden Flächen geschaffen, auch Technik wurde integriert. Räume für die ehemalige Hausmeisterwohnung, die nicht mehr genutzt wurde, wurden umfunktioniert für zusätzliche Umkleideräume, die Umkleideräume wurden auch mit Nasszellen entsprechend ausgestattet, modernisiert.

Erwähnen möchte ich natürlich auch die neu gestaltete, sehr einladende Gaststätte. Auch im Untergeschoss wurden einige Veränderungen vorgenommen. Wir hatten hier auch Flächen, die „brach“ gelegen waren, beispielsweise die ehemalige Kegelbahn, Bewirtschaftungsflächen, die sehr viel Fläche, fast 200 qm, eingenommen hat. Die Flächen haben eine neue Funktion gefunden.

Wir haben neue Technikräume benötigt. Das Gebäude wurde mit neuester Technik, Belüftungstechnik, Heizung usw. ausgestattet. Auch sowas benötigt Platz.

Alles in Allem wurde die Mainfrankensäle in Zahlen ausgedrückt von gut 4.000 qm auf fast 5.000 qm Grundfläche oder Nutzfläche vergrößert. Die Masse oder umbauter Raum, wir haben das Gebäude von ca. 20.000 m³ auf ca. 27.000 m³ vergrößert.

Technische Modernisierung

Die Modernisierung erfolgte aber auch in technischer Hinsicht. Zusätzliche Aufzüge ermöglichen die Bestückung von Saal, Bühne, Küche, Cateringflächen parallel und auf allen Ebenen. Auch das war vorher nicht möglich im Altbestand.

Auch die Barrierefreiheit mit einem separaten Zugang mit Rampen, mit entsprechenden Aufzugsanlagen, auch hier um in das Obergeschoss und das Erdgeschoss zu kommen wurden nachträglich mit installiert.

Die Medientechnik, Beschallung, Lichttechnik auch die wurden zeitgemäß erneuert. Ein leistungsstarker Beamer, wir sehen hier sehr große Leinwände, auch da ein kleines Alleinstellungsmerkmal hier in den Mainfrankensälen zu erwähnen.

Sämtliche Tagungs- und Gruppenräume wurden alle gleichwertig ausgestattet mit entsprechender Medientechnik, auch Beschallung usw.

Auch erwähnenswert, der Saal hier und auch die Tagungsräume haben eine Hörhilfsanlage für Hörgeschädigte installiert bekommen.

Wir haben eine Be- und Entlüftung, die für ein angenehmes Raumklima bei unterschiedlich besetzten Räumen sorgt, aber auch sicherheitstechnisch, Brandschutz, auch hier wurde einiges erneuert, überarbeitet und auf einen zeitgemäßen Stand gebracht.

Rückblick

Erlauben Sie mir einen kurzen Blick zurück auf den Beginn der Baumaßnahme im Februar 2013. Vor der Erneuerung und Erweiterung wurde wochenlang zunächst nur zurückgebaut, entkernt, Materialien entsorgt. Das Bestandsgebäude war enorm mit Schadstoff befallen. Das Entdecken dieser Schadstoffmassen in diesem Ausmaß in jedem Winkel des Gebäudes war zunächst ein kleiner Supergau für uns. Waren doch die Arbeiten für die im Jahr 2014 auf der Baustelle geplante Faschingsveranstaltung „Fastnacht in Franken“ genauestens getaktet.

Hier möchte ich zum ersten Mal meinen Dank aussprechen an alle Beteiligten. Das Zusammenarbeiten der Beteiligten, die Flexibilität, kurzfristig geänderte Bauabläufe umzusetzen, haben dann letztendlich doch zur erfolgreichen Umsetzung der Faschingsveranstaltung geführt.

Vorbildlich ist die Energieeffizienz dieses neuen alten Gebäudes. Während der Bestandsbau höchst energieeffizient saniert wurde, wurde der Neubau gleich in Annäherung an den Passivhaus-Standard errichtet. Das Gebäude wurde mit Dämmung eingepackt. Es verfügt unter anderem über ein eigenes kleines Blockheizkraftwerk zur Beheizung und einer kleinen Gasbrennwerttherme zum Abruf von Spitzenleistungen. Die Kühlung erfolgt über eine vorhandene Brunnenanlage, die weiterhin genutzt wird. Die Lüftung erfolgt durch eine hocheffiziente Belüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung, die Lüftungsgeräte haben zusätzlich noch Erhitzer- und Kühlaggregate, um auch zur Klimatisierung der Räume beizutragen. Auch durch die hauseigene PV-Anlage auf dem Dach wird Strom erzeugt und zur Eigennutzung hinzugezogen. Technische Betriebskosten können ohne große Abhängigkeit von Energiepreissteigerungen auf einem absoluten Kostenminimum gehalten werden.

Durch die deutliche Reduzierung des CO2-Ausstoßes wird die Umwelt noch dazu stark entlastet. Die Gemeinde Veitshöchheim hat mit diesem Gebäude vorbildlich und übertragbar einen zukunftsfähigen Weg in der Gebäudekonzipierung demonstriert. Gerade im Rückblick auf das vor Bau- und Planungsbeginn im Jahr 2011 für den gesamten Ort erstellte integrierte Klimaschutzkonzept.

Danksagung

Aber jetzt möchte ich der Gemeinde Veitshöchheim meinen Dank aussprechen. Danke für das Vertrauen, das sie mir und meinem Team entgegengebracht haben aber auch und vor allem für die unkomplizierte und offene Zusammenarbeit, Ihnen Herr Bürgermeister Götz, auch dem Altbürgermeister Herrn Kinzkofer, den Mitarbeitern des Hochbaus, Herrn Wolf, der inzwischen ausgeschieden ist, Frau Ziegler, die Interim geleitet hat, so nenne ich es mal, die bis zum Eintritt von Frau Bechold, die bei ihrem Eintritt mit diesem Projekt ins kalte Wasser geschmissen wurde. Ich möchte auch allen weiteren Beteiligten danken, die mitgewirkt haben, dieses Projekt zu verwirklichen. Meinem ARGE-Partner Herrn Schilling für seine Unterstützung in allen Entwurfs- und Gestaltungsfragen, samt seinem Vertrauen, mir die Federführung der Projektabwicklung zu überlassen. Ich möchte der Projektsteuerung danken, Herrn Kess mit seinem Partner Herrn König für eine schnelle und kompetente Lösungsfindung in allen Fragen, die den Bau betrafen.

Aber auch die Fachplaner, Statiker. Ohne ein gemeinschaftliches integrales Planen ist die Umsetzung eines solchen Gebäudes mit solcher Technik nicht möglich. Die Firmen und Handwerker, ohne deren Zuverlässigkeit und unermüdliches Mitwirken Termine und Fristen überhaupt erst gar nicht eingehalten werden können.

Auch dem Bayer. Rundfunk und dem Fastnachtverband Franken, den künftigen Nutzern, ohne deren Tipps und Erfahrung auf Funktion und Abläufe nicht eingegangen werden kann und zu guter Letzt die Nachbarn für ihre Geduld und Toleranz und die Bereitschaft, auch mal Einschränkungen hinzunehmen.

Damit ist der Augenblick gekommen an dem die Mainfrankensäle ihrer Bestimmung übergeben werden können.. Ich habe jetzt die große Ehre, ihnen Herr Bürgermeister den Schlüssel der Mainfrankensäle zu überreichen und wünsche Ihnen damit für den künftigen Betrieb viel Freude und vor allem Erfolg.

Nachlese Mainfrankensäle - Roundtable-Gespräch und Reden beim Festakt am 3.1.2015

Kirchliche Segnung

Robert Borawski, kath. Pfarrer

Wir haben uns versammelt, um unsere renovierte Mainfrankensäle und alles was darin zum Wohle unserer Gemeinde geschehen soll unter den Segen Gottes zu stellen. Wir bringen damit zum Ausdruck, dass Gott die tragende Kraft unseres Lebens und unserer Gemeinschaft ist.

Silke Wolfrum, evang. Pfarrerin

Ich habe die Mainfrankensäle hier in Veitshöchheim als einen besonderen Ort kennengelernt von Beginn an. Es ist nicht nur ein Veranstaltungsraum mit angeschlossenen Tagungsmöglichkeiten sondern noch mit vielem Anderen. Die Mainfrankensäle sind für uns hier in Veitshöchheim für die Bürgerinnen und Bürger ein gutes Stück Heimat im besten Sinn des Wortes. Diese Räume geschaffen nicht nur zum Leben mit Identität.

Und als ich vorhin im Foyer in die Gesichter der Gäste geschaut habe, da habe ich ein Leuchten ein Schmunzeln und auch ein Stück Erleichterung gesehen, dass diese vertrauten, Heimat stiftenden Räume auch sehr schön geworden sind.

Wenn es nun so ist, dass wir als Vertreter der christlichen Kirchen gebeten werden, ein Haus zu segnen, dann wird deutlich, das Haus soll mehr sein ist als nur ein Veranstaltungsort, eine willkommene Gelegenheit für Fernsehsendungen oder Tagungsräume. Es soll ein Symbol für Menschen sein, mit guter Absicht und hehren Zielen.

Volker Heißmann

Vielen Dank für die wunderbare Segnung für das Gebäude. Ich glaube es ist wichtig, dass wir das unter den Schutz unseres Herrn Jesus Christus stellen. Damit wir hier viele Male lachen können und dass uns hier auch viele gute Sachen einfallen.

Nachlese Mainfrankensäle - Roundtable-Gespräch und Reden beim Festakt am 3.1.2015

Diskussionsrunde unter Moderation von Volker Heißmann

Volker Heißmann

Meine Damen und Herren, natürlich gibt es viele Menschen, die heute Nachmittag, heute Abend und jetzt schon bereits reden würden. Um das ein bisschen abzukürzen, wollen wir eine kleine Diskussionsrunde hier machen.

Lieber Rainer Kinzkofer, du warst das, der das angestoßen hat, vor 5 Jahren haben wir gerade gehört. Was waren die Beweggründe?

Nachlese Mainfrankensäle - Roundtable-Gespräch und Reden beim Festakt am 3.1.2015
Rainer Kinzkofer, Altbürgermeister

Die Beweggründe nach 25 Jahren, das ist 6 Jahre her, als wir im Rahmen der Touristik Sitzung gesagt haben, dass an sich hier die Mängel zu groß sind. Das war einfach technisch, du hast vorhin ja so schön geschildert, wenn du auf der Garderobe warst, hast du einen Kompass gebraucht, dass du das WC gefunden hast, weil zu wenige Räume da waren. Wenn Tagungen waren, dann haben teilweise die Arbeitskreise in der Kegelbahn oder oben im Lokal getagt. Es hat eine Vielzahl von Gründen gegeben, räumlich und natürlich auch technisch und auch energetisch selbstverständlich funktional und auch ein bisschen ästhetisch wie jetzt das Foyer vergrößert wurde mit mehr Helligkeit. Die dauerhafte Ausstellung, deshalb haben wir ja auch den Zuschuss bekommen von 2 Mio. von der Wirtschaftsförderung um hier etwas auch dauerhaft dem Besucher zugänglich zu machen. Wie gesagt, das waren alles so Gründe. Übrigens 1981 sind ja die Mainfrankensäle erbaut worden, also vor 33 Jahren, und da hat man auch festgestellt nach relativ kurzer Zeit, die Küche ist zu klein. Wir haben für 1 Mio. vergrößert. Und, jetzt hören sie zu, bei diesem Gutachten, das vorhin genannt worden ist, wurde festgestellt, die Küche ist zu groß. So ändern sich also die Zeiten auf Grund der Technik, weil die Geräte anders sind. Und diese Bühne haben wir auch kurzfristig erhöht, natürlich, weil sie in den hinteren Reihen nichts mehr gesehen haben. Das ist eine verstellbare Hubbühne, die natürlich den Nachteil hatte, wenn die hinterste Treppe stand, dann war der Chorsänger oder wer auch immer an der oberen Decke. Das waren alles so Mängel, Anlieferung usw. Das hat den Gemeinderat dazu veranlasst, das war also nicht ich, wir haben viele Jahre gerungen, etwas neues, funktionales auf die Beine zu stellen. Und zwischenzeitlich habe ich auch den Schlagbaum erschlossen, warum der hier steht und am Geländer. Den könnte man kippen, dass in Zukunft viele Leute bei erhobenem Schlagbaum die Räume nutzen, sich freuen und mit vielen anderen kommunizieren. Also viel Erfolg also den Verantwortlichen für die Mainfrankensäle.

Volker Heißmann

Herr Götz, sie haben es übernommen, hier die Herausforderung einer Großbaustelle. Haben sie da Bammel gehabt am Anfang? Wenn sie das Fertige sehen, ganz ganz ehrlich, frei vom Herzen weg. Sind sie zufrieden?

Jürgen Götz, Bürgermeister

Ja gut, Bammel eigentlich nicht, ich komme ja aus einem Ingenieurbüro ursprünglich, also aus der freien Wirtschaft. Ich war kein Lehrer vorher und insofern kenne ich mich natürlich auch ein Stück weit in der Baumaterie aus und das war ja alles gut gestellt von meinem Vorgänger, von Rainer Kinzkofer.

Und wir haben ja auch eine hervorragende Bauabteilung auch in der Kommune hier und die Fachleute waren ja auch durchweg positiv gestimmt.

Zudem hatte ich ja auch als Gemeinderat in den Jahren zuvor den Bau schon mit begleitet und bin so nicht ganz auf Neuland gestoßen, was diese Baumaßnahme betroffen hat.

Ich bin äußerst zufrieden. Ich habe es ja vorhin angedeutet, stolz, glücklich und zufrieden, dass wir diese Maßnahme in der Zeit und im finanziellen Rahmen umgesetzt haben und dass die Schlagbäume eben heute geöffnet werden konnten und die Mainfrankensäle wieder in Betrieb ist.

Volker Heißmann

Herr Landrat Nuß. Welche Bedeutung hat die Mainfrankensäle für den Landkreis?

Nachlese Mainfrankensäle - Roundtable-Gespräch und Reden beim Festakt am 3.1.2015
Eberhard Nuß, Landrat

In dieser Ausstattung mit dieser Größe sind die Mainfrankensäle mit Sicherheit unbestritten die Nummer eins der Veranstaltungs- und Ausstellungshallen im Landkreis Würzburg. Davon profitiert die Gemeinde Veitshöchheim, davon profitiert der Landkreis. Wir liegen ja auf Tuchfühlung rund um die Stadt Würzburg. Deswegen ist diese Halle eine Bereicherung des Kongressangebotes unseres Oberzentrums. Natürlich dann das Sonderphänomen „Fastnacht in Franken“, nach fast 30 Jahren ist es kein Wunder mehr, dass ich in ganz Bayern auf Veitshöchheim auf diese Sendung angesprochen werde. Besonders freut es mich, dass ich auch in anderen Regionen, in Israel und in Tschechien, darauf angesprochen werde. Darüber freue ich mich, darüber bin ich stolz. Dankeschön an die Verantwortlichen der Gemeinde Veitshöchheim

Volker Heißmann

Wir könnten ja mal auf Tournee gehen nach Israel, nach Tschechien, mit Fastnacht in Franken. Da hätten wir nichts dagegen, wenn wir da mal eine kleine Tour machen. Sie dürfen natürlich alle mit. Wir brauchen ja Publikum. Herr Bürgermeister Höfling aus der Nachbargemeinde Thüngersheim, sie waren Beiratsvorsitzender bis Silvester der Touristik GmbH Würzburger Land. Welchen Nutzen sehen sie für alle Mitglieder.

Markus Höfling, Bürgermeister Thüngersheim

Für den Tourismusverband Würzburger Land erhoffen uns mit der Sanierung und Erweiterung ganz deutliche Impulse. Impulse nicht nur für Veitshöchheim, insbesondere auch für die ganze Region des Touristikverbandes Mainfranken und wir glauben, dass wir mit unserer Dienstleistung durchaus auch das Gelingen der Mainfrankensäle begleiten und unterstützen.

Mit der Vermittlung im Zusammenhang mit den Tagungen, die hier stattfinden, Kartenvorverkauf für Veranstaltungen, aber auch, und das ist ein Thema, das wir noch entwickeln können, ein Rahmenprogrammen, mit dem Ziel, möglichst viele Menschen als Gäste nach Würzburg und hier in die Tourismusregion ins Würzburger Land zu bringen, wovon dann alle Mitglieder des Tourismusverbandes profitieren können. Die Beherbergungsbetriebe, die Gastronomie, die Weinbaubetriebe, genauso wie die politischen.

Volker Heißmann

Man siehts ja auch bei Veranstaltungen wie Fastnacht in Franken. Da haben wir auch die Pauschaltouristen hier. So 200, 250 Stück, für die dann drei Tage Programm gemacht wird. Wir sind dann mal oben sind beim MainCenter. Alle Künstler waren da, der Michl Müller war hinter der Wursttheke gestanden, Sebastian Reich hinter dem Secco. Wir haben Wein verkauft, alle wurden bewirtet, die Pauschaltouristen haben alle Hütle aufgekriegt. Die Normalkunden haben gedacht, da ist ein Bus gekommen mit lauter Verrückten. Die haben sich aufgeführt. Ihr habt ein tolles Programm, ihr habt so viel zu bieten hier. Deshalb lässt sich das wunderbar mit einfließen, dass man da wunderbare Programme entwickeln kann. Die Geschäftsführerin der Mainfrankensäle, Frau Stang, sie haben ja jetzt ganz viele Anfragen, die da jetzt kommen werden. Gibt es Schwerpunkte im Angebot?

Was unterscheidet die neue Mainfrankensäle von anderen Veranstaltungszentren?

Nachlese Mainfrankensäle - Roundtable-Gespräch und Reden beim Festakt am 3.1.2015
Kirsten Stang, Geschäftsführerin Mainfrankensäle

Dadurch, dass wir eine sehr hochwertige Technik haben und darüber hinaus auch die Erweiterung vom Foyer, die neuen Konferenzräume. Da erschließen sich neue Nutzungsmöglichkeiten. Wir haben jetzt wirklich die Möglichkeit, große Kongresse abzuhalten, Seminare, Tagungen. Aber darüber hinaus bieten wir natürlich auch Kabaretts, Comedy usw. Wir bieten hier wirklich ideale Rahmenbedingungen. Wir haben ein hoch motiviertes Team, wir geben jetzt richtig Gas, scharren schon mit den Hufen und freuen uns, dass es richtig losgehen kann.

Wir unterscheiden uns zum einen natürlich durch die multifunktionale Nutzung, wir haben sehr variable Säle. Darüber hinaus ist es jetzt auch wirklich schon mal herausragend, schon allein unsere Bühnentechnik ist enorm. Da muss der Veranstalter nicht mehr noch einzelne Komponenten anmieten oder extra anliefern. Das ist da alles schon vorhanden und natürlich auch der Künstlergarderobenbereich ist sehr großzügig mit drei eigenen Künstlergarderoben mit so einigen Features.

Insgesamt ist es ein wirklich gelungenes Gesamtkonzept und es ist einfach eine multifunktionale Nutzungsform im gesamten Veranstaltungsspektrum, was wir jetzt bedienen können. Wir freuen uns natürlich jetzt auch darauf. Und nicht zu vergessen ist auch unser neues Restaurant, die „Kaskade“. Das ist ein junges sympathisches motiviertes Pächterpaar aus Veitshöchheim, die die Bewirtung der beiden Veranstaltungen übernehmen. Darüber hinaus hat der Veranstalter auch die Möglichkeit, Caterer zu wählen, die auf unserer Liste stehen. Ich denke es ist wirklich eine ideale Situation für alle.

Volker Heißmann

Alle werden begeistert sein, die die Mainfrankensäle letztes Jahr schon gesehen haben. Es wird sich rumsprechen und wir werden öfters hier aufschlagen. Auf jeden Fall. Frau Dr. Kathrin Degmaier, Leiterin des Studios Franken vom BR. Wir haben hier Investitionen von 13,5 Mio. Euro. Ist das Geld gut angelegt aus Ihrer Sicht? Wie wichtig ist der Hallenbau für den Bayerischen Rundfunk?

Nachlese Mainfrankensäle - Roundtable-Gespräch und Reden beim Festakt am 3.1.2015
Dr. Kathrin Degmaier, Leiterin Studio Franken Bayerischer Rundfunk

Natürlich ist das Geld gut angelegt. Ich darf Ihnen erst mal die herzlichsten Grüße überbringen auch von unserem Intendanten, Herrn Ulrich Wilhelm, der heute leider nicht hier sein kann. Für uns als Bayerischer Rundfunk, für uns als Studio Franken sind die Mainfrankensäle in Veitshöchheim traditionell sehr sehr wichtig, weil wir ja, die Frau Landtagspräsidentin hat es ja angesprochen, mit der erfolgreichsten Sendung des Bayerischen Fernsehens hier zu Gast sind jedes Jahr mit „Fastnacht in Franken“ unserem Quotenkracher. Wir haben eine wunderbare Zusammenarbeit, ich möchte mich ganz herzlich bedanken für diese Zusammenarbeit auch im Namen meines Vorgängers. Das ist hier sehr außergewöhnlich lieber Herr Schlereth, was hier passiert. Wir haben mit dem Fastnachtsverband, mit dem Präsidenten und mit der Gemeinde Veitshöchheim ein derart gutes Miteinander. Das ist so außergewöhnlich und deshalb war es für uns auch wahnsinnig wichtig, dass wir dabei sein können. Wir freuen uns sehr, dass wir eine so tolle Heimat hier haben. Insofern muss ich die Frage etwas ausführlicher beantworten und sagen: „ja, das Geld ist sehr gut angelegt.“

Der Hallenbau war für uns sehr sehr wichtig, weil, wie ja auch angesprochen wurde, waren die Mainfrankensäle ein bisschen in die Jahre gekommen und wir waren da sehr eng eingebunden. Vielen Dank auch dafür, ich habs dem 1. Bürgermeister Herrn Götz ja auch schon gesagt. Wenn mal die Pläne irgendwie abhanden kommen kein Problem, rufen sie uns an im Studio Franken. Wir haben ja die Halle hier Zentimeter für Zentimeter vermessen mit ihren Leuten um wirklich sicherzugehen, dass unsere Kulissen für die Fastnacht dann entsprechend hier reinpassen. In mühevoller Kleinarbeit mit unserer Redaktion, Rüdiger Baumann sitzt da, mit natürlich immer dem Präsidenten an der Seite hier und auch dieses hat derart unkompliziert geklappt, dass man sagen muss, dieses Schloss, also ich sehe es schon vor meinem geistigen Auge, und wir haben es auch draußen. Wir sind jetzt auch die einzige Fernsehsendung im deutschsprachigen Raum, die eine Dauerausstellung hat. „Wetten dass“ hat es glaub ich noch nicht geschafft. Insofern auch hierfür vielen herzlichen Dank. Es ist sehr sehr toll.

Da ist alles geplant und es ist alles bestens. Insofern freue ich mich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Fastnachtsverband, mit Präsident Schlereth, mit der Gemeinde Veitshöchheim, mit Frau Stang, der Geschäftsführerin der Mainfrankensäle, mit unserer wunderbaren Redaktion. Mit dem Produktionsteam und natürlich lieber Volker Heißmann mit den Leuten, die die Fastnacht in Franken zu dem machen, warum sie so erfolgreich ist, den genialen Künstlern, die wir hier haben und man sich in der Fastnachtsfamilie entsprechend wohl fühlen kann. Man hat gehört, wir haben jetzt sogar Toiletten in unmittelbarer Nähe, das ist besonders schön. Ich darf ihnen versichern, so schlimm war es jetzt vorher auch nicht.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und möchte die Gelegenheit nutzen, auch im Namen meiner Vorgänger, mich bei Herrn Kinzkofer nochmal ganz herzlich zu bedanken, die mir das hier mit auf den Weg gegeben haben, das tue ich sehr sehr gerne. Dass diese Zusammenarbeit einfach so toll und freundschaftlich, so kooperativ läuft. Vielen herzlichen Dank an sie an dieser Stelle. Wir freuen uns, 06. Februar ist es wieder soweit, der Präsident hat ein wunderbares Programm gemeinsam mit unserer Redaktion in petto

Volker Heißmann

Andere Sendungen sind da ganz neidisch, wenn sie hören, wie familiär es hier zugeht. Zwischen dem BR, zwischen der Stadt und zwischen den Künstlern. Wenn man das in einem Interview mal kundtut, dass man sich hier so wohl fühlt, dann kriegt man eine auf den Deckel. Des kannste doch net sagen, bei uns gefällts dir wohl net. Es ist halt hier etwas ganz besonderes. Veitshöchheim ist etwas Besonderes. Wenn man hierher kommt, man kennt die Leute, hier ist die zweite Heimat. Es ist einfach schön, wenn man nachts nochmal was zu essen kriegt, wenn man was zu trinken kriegt. Man weiß wo man nachts um drei nochmal schellen kann und weiß dass jemand aufmacht. Man fühlt sich sehr wohl, das ganze Team vom BR, die Künstler natürlich und auch die Musiker. Ich sags ihnen, die haben am Schluss der Sendung immer so einen roten Kopf, weil sie die Bocksbeutel reinhauen.

Ja, der 06. Februar, eigentlich gehen die Planungen schon wieder viel weiter. Wir planen schon für 2016, wo der Fasching ja nochmal kürzer ist, ich glaub da ist die Sendung am 29. Januar 2016. Das muss man sich vorstellen, die Närrische Weinprobe ist an Heilig Abend. Sie müssen dann maskiert in die Christmette gehen, das wird also ganz schwierig.

Aber diese neue Halle für den Fastnachtsverband speziell, für die Nutzung als Faschingshochburg Veitshöchheim, wie siehst du (Bernhard Schlereth) die ganze Sache?

Viele Leute fragen ja, wann ist denn die Sendung nach Veitshöchheim gekommen?

Warum wird aus Veitshöchheim gesendet? Was sind die markanten Vorzüge?

Nachlese Mainfrankensäle - Roundtable-Gespräch und Reden beim Festakt am 3.1.2015
Bernhard Schlereth, Präsident Fastnachtsverband Franken

Ich bin auch hocherfreut, viele technische Möglichkeiten, räumlich vor allen Dingen, ist die Enge etwas genommen. Wir sind sehr erfreut darüber, dass das Werk so gut gelungen ist und sind eigentlich voll großer Spannung und Erwartung für die nächsten Tage, es geht ja wieder los mit dem Einbau. Vielleicht gibt es noch ein paar Überraschungen beim Einbau, aber bisher haben wir alles gemeistert. Es wurde ja schon erwähnt, die Zusammenarbeit ist hervorragend mit dem Bayerischen Fernsehen, mit der Gemeinde, mit euch, den Künstlern. Und so hoffen wir, dass wir wieder den Geschmack der Zuschauer treffen und eine erfolgreiche Sendung gemeinsam schaffen.

Der Ursprung war eigentlich geplant, jährlich in einen anderen Regierungsbezirk zu wechseln. Begonnen hat man in Lichtenfels, als zweites war man in Veitshöchheim und Rainer Kinzkofer hat das Ding, die Künstler damals verwöhnt, es hat nach dem ersten Jahr allen gut gefallen. Mittelfranken ist nicht zum Zug gekommen, weil dem Bayerischen Rundfunk in Erlangen die Kosten für die Halle zu hoch waren. Die würden sich das heute mit Sicherheit anders überlegen oder anders überlegen. Nachdem Erlangen nicht zum Zuge kam, ist man im dritten Jahr dann auch wieder nach Veitshöchheim. Die Vorstände im Verband wollten zwar wechseln, aber das Bayerische Fernsehen hat dann gesagt, es wird in Veitshöchheim bleiben und es war die richtige Entscheidung. Ich freue mich, dass es so ist.

Die Mainfrankensäle, und das ist die Aufgabe von Frau Stang, muss mit Leben erfüllt werden und das hat ja auch schon funktioniert mit z.B. der Comödie Fürth. Ich hoffe, ihr werdet hier Dauergast werden mit verschiedenen Produktionen aus eurem Haus, ihr kennt ja jetzt alle Vorzüge. Und vielleicht, ich hab mir das heute so gedacht, was Veitshöchheim eigentlich noch ein bisschen fehlt, ist der Wein. Eine Vinothek war ja geplant mitunter und im Zusammenhang mit dieser wunderbaren Ausstellung, man kann auch die Gäste führen in dieser Ausstellung und dann eine Weinprobe machen. Zum Beispiel Narrenschoppen und sonstige Dinge. Dann die Qualität des Hauses, der Küche. Also einfallen würde mir mit Sicherheit noch viel und wenn es gewünscht wird, werde ich sicherlich gerne dazu Auskunft geben.

Ergänzung: Rainer Kinzkofer, Altbürgermeister

Darf ich kurz ergänzen, ich war dabei, als 1987 der Anruf kam vom Bayerischen Rundfunk ob wir bereit wären, zusammen mit dem örtlichen Verein, damals dem VCC das zu machen, da haben wir sofort zugesagt. Aber ich weiss, wer damals im Gemeinderat schon war, es war also nicht einfach. Ich musste damals jedes Jahr immer berichten, was für finanzielle Ausfälle wir hatten, weil da die Säle gut 14 Tage nicht belegt war. Ich musste jedes Jahr berichten, was uns das gekostet hat, weil sie wurden ja auch eingeladen. Diese Dinge vor dem Gemeinderat zu vertreten, war also damals nicht ganz einfach. Dass der Bayerische Rundfunk hier geblieben ist, war vor allem der Grund. Der Fastnachtsverband wollte jeden seiner Bezirke mal befriedigen. Dort sind die Hallen auch viel größer. Da gehen nicht 500 oder 600 rein sondern ein paar Tausend. Die Gelder hat damals diese Gesellschaft noch zur Verfügung gehabt. Das Fernsehen hat immer gesagt, wir produzieren nicht für 5.000 Leute im Saal sondern wir produzieren für die Zuschauer am Rande. Und das darf ich auch noch sagen, in den ersten Jahren, Fernsehleute haben ja einen anderen Rhythmus, die schlafen bis 11 und fangen dann mal langsam an. Wo sie sich niemals vorstellen können, dass das niemals fertig wird, das hat mir also viel Zeit, sehr viel Zeit, geraubt. Ich habe mich um viel gekümmert, sehr viel Geld, was meine Frau nicht weiß, ausgegeben, um die bei Laune zu halten und das sag ich mal war der Grund, warum sich der Bayerische Rundfunk bei uns so wohl gefühlt hat. Es ist ja auch gut so.

Volker Heißmann

Das ist jetzt sicherlich angekommen die ganze Sache. Dann bedanke ich mich ganz herzlich bei ihnen allen für Ihre Ausführungen.

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